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Was bringt die Saison?

27.07.2019 - 22:46 Uhr
Was bringt die Saison? |#2501
16.05.2026 - 21:52 Uhr
Zitat von Draven_afdfch
Zitat von Cypher121

Beste Saison seit eh und je.
67Punkte
wann hat Hansa mal zuletzt 74Tore in einer Saison geschossen.
Mit den Daten nicht aufzusteigen ist Irsinn.

ich hoffe wir können drauf aufbauen.
67Punkte und 74 Tore nächste Saison, würde ich heute direkt unterschreiben.

Die beiden Aufstiegssaisons waren besser.
10/11 78 Punkte 70:38
20/21 71 Punkte 52:33
Von daher ist das definitiv nicht die beste Saison gewesen, schon gar nicht unter den Vorraussetzungen. Die Ursachen dafür sind vielschichtig und werden hoffentlich im Verein nüchtern analysiert.

Naja, am Ende ist es die drittbeste Drittliga-Saison von Hansa, was nun weit weg ist von einer schlechten Saison. Auch wenn man sich mehr erhofft hat.

Besonders positiv für mich:
- Starker offensiver Output, welcher auf viele Schultern verteilt wurde (meiste Tore in einer Drittliga-Saison)
- In der Rückrunde hat man gegen die direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf gut gepunktet (Siege gegen Essen, Duisburg, Verl)
- Saustarke Auswärtsbilanz mit 35 Punkten

Besonders negativ für mich:
- Saisonstart verpatzt (die fehlenden Punkte haben uns eine bessere Platzierung gekostet)
- Zu viele schlechte Heimspiele gegen (diese Saison) mittelklassige Team (Hoffenheim II, Ingolstadt, Köln, Regensburg)
- Zu viele Gegentore in der Rückrunde

Über die Ursachen und Analyse wird es in den nächsten Tagen bestimmt noch gute und ausgewogene Beiträge hier geben.

•     •     •

"Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen." P. Ustinov
Was bringt die Saison? |#2502
16.05.2026 - 23:35 Uhr
Zitat von Eiffhammer
Zitat von Draven_afdfch

Zitat von Cypher121

Beste Saison seit eh und je.
67Punkte
wann hat Hansa mal zuletzt 74Tore in einer Saison geschossen.
Mit den Daten nicht aufzusteigen ist Irsinn.

ich hoffe wir können drauf aufbauen.
67Punkte und 74 Tore nächste Saison, würde ich heute direkt unterschreiben.

Die beiden Aufstiegssaisons waren besser.
10/11 78 Punkte 70:38
20/21 71 Punkte 52:33
Von daher ist das definitiv nicht die beste Saison gewesen, schon gar nicht unter den Vorraussetzungen. Die Ursachen dafür sind vielschichtig und werden hoffentlich im Verein nüchtern analysiert.

Naja, am Ende ist es die drittbeste Drittliga-Saison von Hansa, was nun weit weg ist von einer schlechten Saison. Auch wenn man sich mehr erhofft hat.

Besonders positiv für mich:
- Starker offensiver Output, welcher auf viele Schultern verteilt wurde (meiste Tore in einer Drittliga-Saison)
- In der Rückrunde hat man gegen die direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf gut gepunktet (Siege gegen Essen, Duisburg, Verl)
- Saustarke Auswärtsbilanz mit 35 Punkten

Besonders negativ für mich:
- Saisonstart verpatzt (die fehlenden Punkte haben uns eine bessere Platzierung gekostet)
- Zu viele schlechte Heimspiele gegen (diese Saison) mittelklassige Team (Hoffenheim II, Ingolstadt, Köln, Regensburg)
- Zu viele Gegentore in der Rückrunde

Über die Ursachen und Analyse wird es in den nächsten Tagen bestimmt noch gute und ausgewogene Beiträge hier geben.


Da geh ich überall mit. Unser Problem war, dass wir selten BEIDES- defensive Struktur und offensive Durchschlagskraft- auf den Platz gebracht haben. Während wir in der Hinrunde nur 19 Gegentore bekommen haben, waren es in der Rückrunde 30. Dafür fehlte uns in der Hinrunde, gerade zu Beginn, offensive Power. Hier könnte man Verletzungen und ausbleibende taktische Anpassungen als Gründe anführen. In der Rückrunde wirkten wir offensiv besser, haben aber in 19 Spielen nur noch 4 Mal zu 0 gespielt (Hinrunde: starke 8 Mal). Den Aufstieg haben wir definitiv Zuhause verspielt. Besonders in der Rückrunde gab es - bitte korrigiert mich! - kein überzeugendes Heimspiel in der Hinsicht, dass es offensiv gut war und defensiv stabil. Bei unseren 5:1 Siegen Zuhause haben wir tatsächlich Spielglück gehabt, denn die Gegner hatten jeweils gute Chancen auf den Ausgleich. Gerade Gürleyen war oft nicht auf der Höhe, insgesamt fehlte aber die richtige Balance zwischen Offensive und Restverteidigung. Genau das wird und muss die Überschrift für nächste Saison sein. Wir werden auch da zu den Favoriten zählen. Baustellen sind relativ klar, hängt aber auch vom Kader ab. Prunkstück ist personell weiterhin das zentrale Mittelfeld. Mit Wallner und Carstens haben wir potenziell Top Innenverteidiger, Pfanne falls er bleibt ebenso und Gürleyen, wenn er zu seiner Form findet. Auf den AVs müssen wir was machen (Bergh?; Mejdr verletzt). Im Sturm kommt es drauf an ob Holten bleibt. Voglsammer hat enttäuscht, so ehrlich muss man sein, er ist einfach leider ein absoluter Chancentod. Hummel hat Potenzial, einen würde ich noch dazuholen wenn Holten bleibt.
Auf den Offensivpositionen herrschen die größten Fragezeichen. Für mich ist klar, wir brauchen neue Impulse. Neben Krauß brauchen wir mindestens zwei weitere Flügelspieler. Harenbrock ist ein super Spieler, aber zu oft verletzt aus meiner Sicht. Bei Lebeau bin ich zwiegespalten und würde as abhängig von den Alternativen machen.

•     •     •

Der kommt an. Mach ihn, mach ihn, ER MACHT IHN! MARIO GÖTZE!
Was bringt die Saison? |#2503
17.05.2026 - 07:58 Uhr
Zitat von Mr_FCH
Zitat von Eiffhammer

Zitat von Draven_afdfch

Zitat von Cypher121

Beste Saison seit eh und je.
67Punkte
wann hat Hansa mal zuletzt 74Tore in einer Saison geschossen.
Mit den Daten nicht aufzusteigen ist Irsinn.

ich hoffe wir können drauf aufbauen.
67Punkte und 74 Tore nächste Saison, würde ich heute direkt unterschreiben.

Die beiden Aufstiegssaisons waren besser.
10/11 78 Punkte 70:38
20/21 71 Punkte 52:33
Von daher ist das definitiv nicht die beste Saison gewesen, schon gar nicht unter den Vorraussetzungen. Die Ursachen dafür sind vielschichtig und werden hoffentlich im Verein nüchtern analysiert.

Naja, am Ende ist es die drittbeste Drittliga-Saison von Hansa, was nun weit weg ist von einer schlechten Saison. Auch wenn man sich mehr erhofft hat.

Besonders positiv für mich:
- Starker offensiver Output, welcher auf viele Schultern verteilt wurde (meiste Tore in einer Drittliga-Saison)
- In der Rückrunde hat man gegen die direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf gut gepunktet (Siege gegen Essen, Duisburg, Verl)
- Saustarke Auswärtsbilanz mit 35 Punkten

Besonders negativ für mich:
- Saisonstart verpatzt (die fehlenden Punkte haben uns eine bessere Platzierung gekostet)
- Zu viele schlechte Heimspiele gegen (diese Saison) mittelklassige Team (Hoffenheim II, Ingolstadt, Köln, Regensburg)
- Zu viele Gegentore in der Rückrunde

Über die Ursachen und Analyse wird es in den nächsten Tagen bestimmt noch gute und ausgewogene Beiträge hier geben.


Da geh ich überall mit. Unser Problem war, dass wir selten BEIDES- defensive Struktur und offensive Durchschlagskraft- auf den Platz gebracht haben. Während wir in der Hinrunde nur 19 Gegentore bekommen haben, waren es in der Rückrunde 30. Dafür fehlte uns in der Hinrunde, gerade zu Beginn, offensive Power. Hier könnte man Verletzungen und ausbleibende taktische Anpassungen als Gründe anführen. In der Rückrunde wirkten wir offensiv besser, haben aber in 19 Spielen nur noch 4 Mal zu 0 gespielt (Hinrunde: starke 8 Mal). Den Aufstieg haben wir definitiv Zuhause verspielt. Besonders in der Rückrunde gab es - bitte korrigiert mich! - kein überzeugendes Heimspiel in der Hinsicht, dass es offensiv gut war und defensiv stabil. Bei unseren 5:1 Siegen Zuhause haben wir tatsächlich Spielglück gehabt, denn die Gegner hatten jeweils gute Chancen auf den Ausgleich. Gerade Gürleyen war oft nicht auf der Höhe, insgesamt fehlte aber die richtige Balance zwischen Offensive und Restverteidigung. Genau das wird und muss die Überschrift für nächste Saison sein. Wir werden auch da zu den Favoriten zählen. Baustellen sind relativ klar, hängt aber auch vom Kader ab. Prunkstück ist personell weiterhin das zentrale Mittelfeld. Mit Wallner und Carstens haben wir potenziell Top Innenverteidiger, Pfanne falls er bleibt ebenso und Gürleyen, wenn er zu seiner Form findet. Auf den AVs müssen wir was machen (Bergh?; Mejdr verletzt). Im Sturm kommt es drauf an ob Holten bleibt. Voglsammer hat enttäuscht, so ehrlich muss man sein, er ist einfach leider ein absoluter Chancentod. Hummel hat Potenzial, einen würde ich noch dazuholen wenn Holten bleibt.
Auf den Offensivpositionen herrschen die größten Fragezeichen. Für mich ist klar, wir brauchen neue Impulse. Neben Krauß brauchen wir mindestens zwei weitere Flügelspieler. Harenbrock ist ein super Spieler, aber zu oft verletzt aus meiner Sicht. Bei Lebeau bin ich zwiegespalten und würde as abhängig von den Alternativen machen.


Kann dich nur bestätigen -
Die IV dürften kommende Saison in der 4er Kette die Duo's Wallner/Carstens & ich hoffe mit Pfanne/Gebuhr - Bei Reichardt muss man beurteilen, was für seine Entwicklung am Besten ist - Ich wäre für einen verbleib -
Weiters würde ich versuchen, Wallner u Carstens frühzeitig über 2027 hinaus zu verlängern - Wir brauchen Kontinuität im Kader
Gürleyen denk ich wird die Kogge verlassen - In der IV haben wir grundsätzlich keinen Bedarf -
Bei den Aussen müssen wir etwas tun, dass sieht denk ich jeder -
Mittelfeld u Sturm wird sehr interessant, welche Spieler Amir zur Kogge lotsen wird -
Was bringt die Saison? |#2504
17.05.2026 - 08:20 Uhr
Zitat von Mr_FCH

Unser Problem war, dass wir selten BEIDES- defensive Struktur und offensive Durchschlagskraft- auf den Platz gebracht haben.


Das ist die große Kunst im Fußball. Spielt man offensiver bekommt man fast automatisch mehr Gegentore. Wenn man es schafft den Gegner durch eigenen Ballbesitz und wenig Ballverlusten vom eigenen Tor fern zu halten, kann man diesen Kreislauf durchbrechen, dann hat man aber auch eine deutlich besser funktionierende Mannschaft als der Gegner. Und da muss man erstmal hin kommen.
Osnabrück hat das während der Saison irgendwie hin bekommen.
Hansa muss erstmal klären wer der neue Ballverteiler werden soll. Gemäß seiner Stärken ergeben sich Formationen die man vielleicht spielen könnte. Und dann schaut man, wie man die freien Kaderplätze am besten besetzt.
Und man sollte auch endlich mal da hin kommen hinter der doppelten Besetzung nur noch mit U23-Spielern zu arbeiten.
Es muss auch schnell geklärt werden ob mit Holten verlängert werden kann.
Verlieren wir Holten und die Ballverteiler fangen wir in der nächsten Saison so oder so ganz von vorne an.
Und Gürleyen schafft sich häufig selbst die Probleme die er dann lösen muss. Ohne ihn wären wir wohl besser dran. Und ob wir mehr Flügelspieler brauchen, hängt vom Ballverteiler der kommenden Saison ab. Und dann muss man sich auch die Frage stellen, ob man auf individuelle Stärke oder mannschaftliche Geschlossenheit setzen will.
Wenn man Herrn Maul glauben mag, hat man sich wohl schon entschieden. Ich hoffe mal, das die Planungen zum Zeitpunkt der Aussage schon in einem fortgeschrittenen Stadium waren.
Was bringt die Saison? |#2505
17.05.2026 - 09:57 Uhr
Warum Hansa den Aufstieg verpasst hat?
Ehrlicherweise nicht wegen fehlender Qualität.

Sondern weil die Saison gleichzeitig maximal unglücklich UND maximal typisch Hansa verlief.

Denn man darf mittlerweile auch nicht mehr so tun, als wäre das hier eine reine „Rumpelfußball“-Truppe gewesen. Unter Brinkmann hat Hansa über weite Strecken richtig guten Fußball gespielt. Das Problem war nur: Bis man da angekommen ist, war der Saisonstart schon komplett gegen die Wand gefahren.

Und der war eben nicht nur schlecht, weil alle unfähig waren.

Am Anfang der Saison war offensiv gefühlt alles kaputt, was geradeaus laufen konnte. Teilweise fehlte eine halbe Offensive gleichzeitig. Dazu dieses ewige Festhalten an der Fünferkette, mit der man zwar theoretisch stabil stehen wollte, praktisch aber weder Stabilität noch offensive Durchschlagskraft hatte.

Die ersten Wochen wirkten teilweise wie:
- hinten zu passiv
- vorne komplett ideenlos
- und bei Ballbesitz kollektiv überrascht, dass man jetzt selbst etwas gestalten soll

Und trotzdem muss man sagen:
Der Saisonstart hat den Aufstieg am Ende wahrscheinlich gekostet.

Weil man sich danach monatelang wieder zurückarbeiten musste.

Der eigentliche Wendepunkt kam dann mit der Umstellung auf die Viererkette. Ab da wurde das plötzlich eine völlig andere Mannschaft. Höheres Pressing, mutigeres Auftreten, mehr Kontrolle im Zentrum, bessere Staffelungen im letzten Drittel.

Und vor allem:
Man hatte endlich mal das Gefühl, dass Hansa aktiv Spiele gewinnen WILL und nicht nur darauf hofft, dass irgendwer nach einer Ecke den Ball reinschädeln wird.

Gerade zuhause war das teilweise richtig starker Fußball. Gegner wurden phasenweise komplett eingeschnürt. Das war schon ein riesiger Unterschied zu diesem früheren „lang nach vorne und dann mal beten“.

Das Problem:
Während vorne endlich Fußball gespielt wurde, entwickelte sich hinten eine Defensive, die bei jedem halbwegs sauber ausgespielten Konter sofort Schnappatmung bekam.

Das zog sich komplett durchs Frühjahr.

Du hattest Spiele, in denen Hansa offensiv richtig dominant war — und trotzdem bei jedem gegnerischen Angriff aussah, als würde gleich die komplette Ordnung kollabieren.

Genau DAS hat den Aufstieg gekostet.

Nicht die Offensive.
Nicht Brinkmann.
Sondern diese fehlende Balance.

Und jetzt kommt der eigentlich entscheidende Sommer.

Denn erstmals seit Jahren läuft wirklich massiv Gehalt aus dem Kader.

Allein schon dadurch, dass der Vertrag von Hollerbach endlich endet, geht richtig Volumen frei. Dazu die bekannten Altverträge aus der Zweitliga-Zeit. Wenn Lebeau tatsächlich zu den Topverdienern gehört und Kinsombi noch seinen alten Zweitliga-Vertrag mitschleppt, reden wir plötzlich über richtig Spielraum.

Und genau dieses Geld MUSS in einen echten Zehner investiert werden.

Maximal.

Denn genau dort war Hansa anderen Spitzenmannschaften unterlegen.

Wenn du dir Teams wie Cottbus oder Verl angeschaut hast, hattest du dort immer Spieler, die zwischen den Linien konstant Lösungen gefunden haben. Spieler, die Spiele beruhigen oder mit einem Pass komplett öffnen konnten.

Bei Hansa kam da zu oft:
- viel Dynamik
- viel Aufwand
- viel Intensität
- aber zu wenig kreative Kontrolle im Zentrum

Du brauchst nächstes Jahr unbedingt einen Unterschiedsspieler auf der Zehn. Keinen Arbeiter. Keinen „flexiblen Offensivspieler“. Sondern einen echten Spielmacher, der enge Spiele entscheidet.

Und damit zu den Vertragsgeschichten:

LEBEAU:
Technisch wahrscheinlich einer der besten Fußballer der Liga.
Aber ehrlicherweise muss das beendet werden. Viel zu wenig Konstanz, zu selten wirklich prägend, zu oft komplett weggetaucht. Du kannst dir im Aufstiegskampf keinen Spieler leisten, der alle fünf Spiele mal kurz aussieht wie Zidane und danach drei Wochen verschwindet.

HARENBROCK:
Begnadeter Techniker. Teilweise Ballbehandlung wie ein Zweitligaspieler auf Reha-Ausflug in die 3. Liga. Aber leider inzwischen auch dauerhaft angeschlagen oder verletzt. Und genau das macht eine Kaderplanung brutal schwierig. Fußballerisch würde ihn jeder behalten — körperlich ist das Risiko inzwischen einfach zu groß.

RUSCHKE:
Tut weh, aber eigentlich dieselbe Geschichte. Wenn fit, absolut brauchbar. Aber die Verletzungen kommen mittlerweile so regelmäßig, dass du keine ernsthafte Aufstiegssaison auf ihm aufbauen kannst.

KUNZE:
Ehrlicherweise deutlich zu wenig Einfluss. Wurde oft als wichtiger Verbindungsspieler gesehen, aber über die Saison kam da einfach nicht genug Dominanz für einen zentralen Spieler einer Aufstiegsmannschaft.

KINSOMBI:
Eigentlich die perfekte Verkörperung dieser Saison.

Als Einwechselspieler oft brutal wertvoll:
- Tempo
- Dynamik
- Chaosfaktor
- kann müde Gegner komplett auseinanderziehen

Aber sobald er startet, verpufft das meistens komplett. Dann hast du wieder Spiele dabei, in denen nach 60 Minuten die Frage kommt, ob er überhaupt auf dem Platz steht.

Und wenn der wirklich noch einen hochdotierten Zweitliga-Vertrag besitzt, musst du dir als Verein irgendwann ehrlich die Frage stellen, ob Preis und Leistung noch ansatzweise zusammenpassen.

MEJDR:
Nach vorne brutal spannend. Genau solche wilden Läufe brauchst du in Brinkmanns Fußball. Defensiv allerdings oft komplett auf Abenteuerreise. Symbolbild dieser Saison eigentlich.

UPHOFF:
Ohne den wärst du wahrscheinlich schon deutlich früher raus gewesen. Hat mehrfach Spiele gerettet, die hinten völlig offen waren.

NEIDHART:
Mentalitätsspieler. Hansa pur. Aber man merkt einfach, dass die Dynamik langsam weniger wird.

HOLTEN:
Den musst du eigentlich halten. Einer der wenigen Offensiven, die gleichzeitig arbeiten UND Fußball spielen können.

Das eigentlich Verrückte bleibt aber:
Trotz all dieser Probleme fühlt sich das diesmal komplett anders an als frühere „knapp gescheitert“-Saisons.

Früher hattest du oft das Gefühl:
„Mit Kampf irgendwie oben reingerutscht.“

Diesmal denkst du eher:
„Wenn die Defensive stabilisiert wird und endlich ein richtiger Zehner kommt, steigen die wirklich auf.“

Was natürlich bedeutet, dass wir spätestens im Juli wieder komplett irrational vom Durchmarsch reden werden.

Und wahrscheinlich genau deshalb alle trotzdem wieder Dauerkarte kaufen.
Was bringt die Saison? |#2506
17.05.2026 - 10:43 Uhr
@Alligatorklaus ich habe dir ein lesenswert gegeben, weil ich es inhaltlich wirklich gut fand. Sehr nüchtern kommuniziert.

Ich habe nur eine Frage zu diesem Teil.

"Genau DAS hat den Aufstieg gekostet.

Nicht die Offensive.
Nicht Brinkmann.
Sondern diese fehlende Balance."

Woher kommt deiner Meinung nach kommende Saison die fehlende Balance her?
Ich sehe es tatsächlich genauso, dass das unser Problem war.
Was bringt die Saison? |#2507
17.05.2026 - 11:08 Uhr
Die Frage nach der Balance ist ja absolut berechtigt.

Weil genau daran die Saison am Ende gescheitert ist.

Aber wenn man sich die Spiele ehrlich anschaut, gab es eigentlich längst eine ziemlich klare Antwort darauf, WANN Hansa am besten funktioniert hat.

Nämlich immer dann, wenn wir im 4-4-2 mit Raute gespielt haben.

Das war eigentlich die einzige Phase der Saison, in der Offensive UND Defensive gleichzeitig halbwegs im Gleichgewicht waren.

Warum?

Weil dieses System plötzlich mehrere Probleme gleichzeitig gelöst hat.

Erstens:
Du hattest automatisch deutlich bessere Präsenz im Zentrum.

Gerade in der Viererkette mit flacherem Mittelfeld war Hansa teilweise brutal offen zwischen den Linien. Die Außen mussten riesige Räume zulaufen, die Sechser wurden ständig isoliert und bei Ballverlusten war sofort komplette Hektik.

Mit der Raute war das anders.

Da hattest du:
- einen klaren Sechser
- zwei laufstarke Achter
- und vorne endlich eine echte Verbindung zwischen Mittelfeld und Angriff

Und genau dadurch wirkte Hansa plötzlich viel kompakter.

Der entscheidende Punkt war aber eigentlich Harenbrock.

Immer wenn er innerhalb dieser Raute den spielmachenden Part übernommen hat, sah das Spiel plötzlich komplett anders aus.

Weil er einer der wenigen Spieler im Kader ist, der:
- enge Räume auflösen kann
- Pressing überspielt
- mal einen Rhythmuswechsel reinbringt
- und vor allem nicht jeden zweiten Ball sofort wieder nach vorne prügelt

Mit ihm in dieser zentralen Rolle hatte Hansa plötzlich Kontrolle.

Nicht nur Ballbesitz.
Sondern echte Kontrolle.

Und genau DAS hat in den besten Saisonphasen die Balance hergestellt.

Denn die Defensive wurde nicht besser, weil plötzlich alle besser verteidigt haben.

Sondern weil Hansa durch die Raute viel weniger wilde Umschaltsituationen kassiert hat.

Das ist ein riesiger Unterschied.

Wenn du vorne strukturierter bist, verteidigst du automatisch stabiler, weil du nicht nach jedem Ballverlust komplett auseinandergezogen wirst.

Deshalb glaube ich auch, dass der ganze Sommertransfermarkt am Ende auf genau eine Position hinausläuft:

Die Zehn.

Wenn Hansa dort wirklich Qualität holt, wird Brinkmann ziemlich sicher wieder dauerhaft zur Raute zurückkehren.

Und ehrlich gesagt ergibt das auch komplett Sinn.

Weil der Kader dafür eigentlich gebaut ist:
- laufstarke Achter
- aggressive Außenverteidiger
- mehrere zweite Spitzen
- und eigentlich gar keine klassischen Flügelspieler

Das 4-4-2 mit Raute gibt dir:
- Präsenz im Zentrum
- bessere Staffelung gegen den Ball
- klarere Abläufe im Pressing
- und trotzdem genug Offensive

Vor allem zuhause hat man doch gesehen, wie unangenehm Hansa damit werden kann.

Die Gegner kamen teilweise überhaupt nicht mehr sauber durchs Zentrum und gleichzeitig hattest du vorne deutlich mehr Dynamik zwischen den Linien.

Natürlich bleibt trotzdem das Problem:
Die Innenverteidigung muss stabiler werden.

Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die Lösung primär „defensiver Fußball“ ist.

Die Lösung ist bessere Kontrolle.

Und die hatte Hansa vergangene Saison fast ausschließlich dann, wenn die Raute funktioniert hat.

Deshalb wird der Sommer wahrscheinlich genau darüber entscheiden:
Findest du den richtigen Zehner für dieses System oder nicht?

Wenn ja, kann das nächstes Jahr wirklich sehr unangenehm für die Liga werden.

Wenn nein, reden wir im Oktober wieder darüber, warum wir trotz 63% Ballbesitz nach jedem Konter aussehen wie ein Kreisliga-Team auf Mannschaftsfahrt.
Was bringt die Saison? |#2508
17.05.2026 - 11:21 Uhr
Das Mittelfeld und die Aussen müssen eindeutig stabiler werden - Wenn gefühlt jeder zweite Angriff des Gegner mit 2-3 Ballkontakten bei unseren IV's landet, dann ist nicht die IV das Problem -
Was bringt die Saison? |#2509
17.05.2026 - 11:28 Uhr
Zitat von Alligatorklaus

Die Frage nach der Balance ist ja absolut berechtigt.

Weil genau daran die Saison am Ende gescheitert ist.

Aber wenn man sich die Spiele ehrlich anschaut, gab es eigentlich längst eine ziemlich klare Antwort darauf, WANN Hansa am besten funktioniert hat.

Nämlich immer dann, wenn wir im 4-4-2 mit Raute gespielt haben.

Das war eigentlich die einzige Phase der Saison, in der Offensive UND Defensive gleichzeitig halbwegs im Gleichgewicht waren.

Warum?

Weil dieses System plötzlich mehrere Probleme gleichzeitig gelöst hat.

Erstens:
Du hattest automatisch deutlich bessere Präsenz im Zentrum.

Gerade in der Viererkette mit flacherem Mittelfeld war Hansa teilweise brutal offen zwischen den Linien. Die Außen mussten riesige Räume zulaufen, die Sechser wurden ständig isoliert und bei Ballverlusten war sofort komplette Hektik.

Mit der Raute war das anders.

Da hattest du:
- einen klaren Sechser
- zwei laufstarke Achter
- und vorne endlich eine echte Verbindung zwischen Mittelfeld und Angriff

Und genau dadurch wirkte Hansa plötzlich viel kompakter.

Der entscheidende Punkt war aber eigentlich Harenbrock.

Immer wenn er innerhalb dieser Raute den spielmachenden Part übernommen hat, sah das Spiel plötzlich komplett anders aus.

Weil er einer der wenigen Spieler im Kader ist, der:
- enge Räume auflösen kann
- Pressing überspielt
- mal einen Rhythmuswechsel reinbringt
- und vor allem nicht jeden zweiten Ball sofort wieder nach vorne prügelt

Mit ihm in dieser zentralen Rolle hatte Hansa plötzlich Kontrolle.

Nicht nur Ballbesitz.
Sondern echte Kontrolle.

Und genau DAS hat in den besten Saisonphasen die Balance hergestellt.

Denn die Defensive wurde nicht besser, weil plötzlich alle besser verteidigt haben.

Sondern weil Hansa durch die Raute viel weniger wilde Umschaltsituationen kassiert hat.

Das ist ein riesiger Unterschied.

Wenn du vorne strukturierter bist, verteidigst du automatisch stabiler, weil du nicht nach jedem Ballverlust komplett auseinandergezogen wirst.

Deshalb glaube ich auch, dass der ganze Sommertransfermarkt am Ende auf genau eine Position hinausläuft:

Die Zehn.

Wenn Hansa dort wirklich Qualität holt, wird Brinkmann ziemlich sicher wieder dauerhaft zur Raute zurückkehren.

Und ehrlich gesagt ergibt das auch komplett Sinn.

Weil der Kader dafür eigentlich gebaut ist:
- laufstarke Achter
- aggressive Außenverteidiger
- mehrere zweite Spitzen
- und eigentlich gar keine klassischen Flügelspieler

Das 4-4-2 mit Raute gibt dir:
- Präsenz im Zentrum
- bessere Staffelung gegen den Ball
- klarere Abläufe im Pressing
- und trotzdem genug Offensive

Vor allem zuhause hat man doch gesehen, wie unangenehm Hansa damit werden kann.

Die Gegner kamen teilweise überhaupt nicht mehr sauber durchs Zentrum und gleichzeitig hattest du vorne deutlich mehr Dynamik zwischen den Linien.

Natürlich bleibt trotzdem das Problem:
Die Innenverteidigung muss stabiler werden.

Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die Lösung primär „defensiver Fußball“ ist.

Die Lösung ist bessere Kontrolle.

Und die hatte Hansa vergangene Saison fast ausschließlich dann, wenn die Raute funktioniert hat.

Deshalb wird der Sommer wahrscheinlich genau darüber entscheiden:
Findest du den richtigen Zehner für dieses System oder nicht?

Wenn ja, kann das nächstes Jahr wirklich sehr unangenehm für die Liga werden.

Wenn nein, reden wir im Oktober wieder darüber, warum wir trotz 63% Ballbesitz nach jedem Konter aussehen wie ein Kreisliga-Team auf Mannschaftsfahrt.

Danke für die Darstellung deiner Sichtweise.

Wenn man Maul aber gehört hat sucht man für die kommende Saison offensive Außen, was wohl darauf hindeutet, das man das System anpassen möchte. Vermutlich auf ein 433, oder 4231. Es kann aber natürlich auch sein, das man diese Systeme als Alternative haben möchte um ggf Flügellastiger zu agieren.
Edit: es wird definitiv aber schwer werden einen 10er zu finden der die geforderten Fähigkeiten mitbringt und in Liga 3 will. Aber notwendig ist dieser auf jeden Fall. Eigentlich so gar zwei. Einer mit Nachweis und einer der den Sprung bei uns schaffen will.
Wäre Harenbrock nicht öfters verletzt, wäre der erfahrene bereits gefunden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Draven_afdfch am 17.05.2026 um 11:36 Uhr bearbeitet
Was bringt die Saison? |#2510
17.05.2026 - 11:41 Uhr
@Alligatorklaus
Sehr interessante Analyse!

Ich möchte auch gar nicht groß widersprechen. Es widerspricht dann jedoch dem, was Maul gesagt hat (Verstärkungen auf den Außen).

Ich persönlich finde es wichtig, flexibel zu bleiben. Das 4-4-2 Raute hat aus meiner Sicht gerade gegen tiefstehende Gegner Grenzen aufgezeigt. Und da bin ich der Meinung dass wir eine Lösung brauchen. Gegen Osnabrück wurde eine Systemumstellung seitens Brinkmann genauso argumentiert dass man das Spiel so breiter macht und hinter die Kette kommt. Das wurde dann nach der Führung im Spiel wiederum wieder geändert. Danach wurde es gegen 1860 versucht, wo man nach Rückstand auch die Formation erneut geändert hat (dann 3er Kette hinten) und dann war es das.

Krauß war dann mehr oder weniger der "neue Naderi" aus der Tiefe. Aus dem Grund, eine Lösung gegen tief stehende Gegner zu finden und dass Krauß aus meiner Sicht auf Außen auch viel besser aufgehoben ist, würde ich neben dem 4-4-2 Raute gegen mitspielende Gegner ein System mit offensiven Außen gegen tiefstehende Gegner mit anpeilen.

Zu Lebeau ... ich bin hin- und hergerissen. Ich halte ja viel von ihm, das ist kein Geheimnis. Vor allem spielerisch kann er meiner Meinung nach immer noch eine Waffe sein. Wenn er im Fall von 4-2-3-1 unter den 3 Offensiven hin-und her rotieren würde, wäre er aus meiner Sicht für einen Gegner unausrechenbar. Auf der anderen Seite sehe ich jedoch eine Schwachstelle, die es gegen tiefstehende Gegner benötige. Offensivpressing und Körper. Vor allem wenn ich mir Cottbus anschaue, sind das schon ganz schöne Unterschiede.

•     •     •

Pageln? Schlünzen? Lienen? Härteln oder Glöcknern?

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mattes_FCH am 17.05.2026 um 11:43 Uhr bearbeitet
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