Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld
deadline-day banner

Taktiktisch

19.02.2006 - 19:37 Uhr
Zeige Ergebnisse 21-30 von 127.
Taktiktisch |#21
04.11.2018 - 10:08 Uhr
Die letzten Spiele schreien nach Veränderung, keine Frage ... und irgendwie brachte Owuso wenn er reinkam hin und wieder Schwung und Dynamik mit ins Spiel, aber ich würd ihn doch im Leben nicht in einer Situation wie jetzt für Klos in die Startelf bringen. Ein Führungsspieler mit 137 Zweitligaspielen + 43 Toren ist viel zu wichtig, um ihn auf die Bank zu setzen. Wenn jemand Erfahrung mit Arminia in schlechten Situationen hat, ist es Klos. Wie schon irgendwo anders hier im Forum geschrieben wurde, ist er der einzige, der in den letzten Spielen sowas wie Willen/Kampf/Leidenschaft gezeigt hat und gerade das sind Dinge auf die es ankommt. Klos ist aus Krisen bisher immer noch irgendwie gut rausgekommen und hat seine Tore gemacht.

Zum Vergleich:
Owuso hat 7 Zweitliga Spiele und noch kein Tor erzielt
Hier mal ein paar Werte aus seinen letzten Einsätzen:
Darmstadt: 30 Min, kein Torabschluss, 36% Zweikampfquote, 22 Ballkontakte, 9 angekommene Pässe, 5 Fehlpässe
Köln: 16 Min, kein Torabschluss, 33% Zweikampfquote, 4 Ballkontakte, 1 angekommener Pass, kein Fehlpass
Bochum: kein Einsatz
Aue: 16 Min, kein Torabschluss, 27% Zweikampfquote, 8 Ballkontakte, 1 angekommener Pass, 1 Fehlpass
Fürth: 17 Min, kein Torabschluss, 57% Zweikampfquote, 7 Ballkontakte, 1 angekommener Pass, 1 Fehlpass

Ich sehe da Leistungsmäßig nichts, weshalb ich ihn vor Klos in die Stammelf bringen würde.
Er ist noch jung und kein schlechter, es ist denke ich absolut ok, dass er aktuell vor Schipplock und Brandy steht - aber bitte nicht auf Klos verzichten nur um ihn in der Stammelf stehen zu haben. Ich denke auch das er in Zukunft hier noch gute Leistungen bringen wird, aber meiner Meinung nach zur Zeit lieber erstmal noch als Joker.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von LostandFound am 04.11.2018 um 10:11 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#22
01.02.2019 - 18:44 Uhr
Zitat von scorp
ich bin der Meinung, dass wir mit Vogi, Eddy, Massimo, Lucoqui, Weihrauch und Staude, erweitert auch mit Yabo mehr als ausreichend schnelles und fähiges Personal für die Flügel haben.

Die müssen Ihren Platz und Ihre Form finden, dass haben wir dort ganz schnell wieder ein "Luxusproblem"

In der IV sind wir davon so weit entfernt wie Jahre nichtmehr...Bin mal gespannt wie schnell Pieper tatsächlich zu einem Einsatz kommt...


Ich antworte mal in diesem Thread dazu.

Naturlich haben wir Spieler, die auf den Außenbahnen spielen können. Aber es geht doch darum, ob die Spieler auf diesen Positionen am besten aufgehoben sind.

Voglsammer: Kann auf dieser Position spielen und wird das auch weiterhin tun. Auch wenn es nicht die 100 % perfekte Position für ihn ist, bringt er doch eine gewisse Grundschnelligkeit und Durchsetzungsfähigkeit mit.

Edmundson: Ja, er kann auf Außen spielen und wird das ebenfalls tun müssen in den nächsten Spielen. Ich finde jedoch, dass man in den Testspielen sehr schön gesehen hat, dass er auch 8er spielen kann, denn er bringt die Laufbereitschaft, Technik und Torgefährlichkeit mit, die in diesem 4-3-3 System nötig ist. Das hat UN auch erkannt und will ihn, so scheint es mir, dort auch eigentlich einsetzen.

Massimo: Er ist hervorragend für das System und die Position geeignet. Wie du sagst, ist er nur in einem Formtief. D.h. aktuell keine Alternative.

Lucoqui: Ist ein offensiver linker Verteidiger. Jemand, der die linke Seite beackert und die Flange bringen soll. Im 4-3-3 ist das eher nebensächlich. Das macht der Außenverteidiger. So hat Hartherz das auch gegen Dynamo interpretiert. Daher sehe ich ihn nicht als Außenbahnspieler im 4-3-3, wo die Außen tendenziell etwas weiter innen stehen und zum Tor ziehen (deshalb war Voglsammer auch eher links unterwegs. Da hätte übrigens der Fast-Verpflichtete mit seinem Robben-ähnlichen Move gut reingepasst (s. YouTube))

Weihrauch: Ja, er kann das auch spielen. UN sieht ihn allerdings auch als 8er. Die Gründe sind ähnlich wie bei Edmundson. Im Interview neulich sagte UN ja auch, dass er ihn wegen seiner guten Technik eher als 8er sieht.

Staude: Müsste in diesem System sehr gut funktionieren. Ist aber in einem starken Formtief.

Yabo: Seine Stärke ist auch als 8er mit Offensivdrang. Das ist in diesem System extrem wichtig und fehlte bislang total.

Was ist also das Ergebnis?
- 4 Spieler davon sieht UN auf einer anderen Position (Edmundson, Weihrauch, Lucoqui, Yabo). D.h. nicht, dass sie nicht in einigen Spielen auf Außen aufgestellt werden. Aber eigentlich performen sie woanders besser.
- 1 wird dort spielen, auch wenn es nicht 100% zu seiner Spielweise passt (Voglsammer)
- 2 sind im Formtief (Staude, Massimo)

Wenn man bedenkt, dass wir so ca. 4 Spieler haben sollten, die genau diese Position spielen, ist klar weshalb noch ein Spieler verpflichtet werden sollte. Und guckt euch bei Gelegenheit mal die Spielweise von Rotariu bei YouTube an. Der würde zumindest perfekt in das bervorzugte System passen.

Also: Kein Zweifel, wir haben Spieler, die dort auch spielen können. Eine Ideallösung ist das aber nicht! Daher muss im Sommer etwas passieren.

Ein Wort noch zum 4-3-3, das viele im Forum ja irgendwie noch nicht spielen lassen möchten. Warum nicht? Wann gäbe es denn mehr Zeit als in der Winterpause dieses System auszuprobieren? Nur in der Sommerpause! D.h. in dieser Saison würden wir nur noch 4-4-2 spielen, weil das bislang gespielt worden ist. Dann greifen aber UN's Taktikideen nicht. Das hat nichts mit fehlender Flexibilität zu tun als damit, das Problem zu beheben, was uns seit Jahren begleitet: fehlende Kreativität nach vorne. Hier kommen die beiden 8er ins Spiel. Dass das neue System Eingewöhnungszeit braucht ist klar, aber das würde es auch zur neuen Saison brauchen.
Taktiktisch |#23
08.02.2019 - 14:35 Uhr
Zitat von pador
Dass der DSC unter Neuhaus nun im 4-3-3-System statt im 4-4-2 agiert, stelle für die Defensivarbeit keine Umstellung und damit auch kein Problem dar, erklärt Ortega Moreno. Abwehrarbeit sei mehr »eine Sache der Mentalität« als des Systems. Und diesbezüglich gelte es, so der Schlussmann, am Freitagabend an die Leistung vom HSV-Spiel anzuknüpfen.

Der Keeper selbst habe im 4-3-3 »zehn bis 20 Ballkontakte mehr pro Spiel«, was daran liege, dass »wir insgesamt versuchen, mehr Ballbesitz zu haben«. Dem 26-Jährigen gefällt es, noch stärker ins Spiel eingebunden zu sein. Zum einen sei es »bei den aktuellen Temperaturen gar nicht so schlecht, viel in Bewegung zu bleiben«, zum anderen habe er »Spaß daran, das Spiel zu eröffnen«.
Im Moment wird ja recht viel in den heimischen Medien von Systemumstellung auf 4-3-3 gesprochen, wobei ich von der Tribüne aus gegen Hamburg nur offensiv so gesehen habe.

Defensiv war es so, dass Arminia im 4-4-2 gespielt hat und vorne dann Klos-Yabo bzw. in Halbzeit 2 Voglsammer-Seufert die Verteidigung angelaufen sind. Ich bin gespannt, ob das zukünftig auch so gehandhabt wird. Ortega sagt ja im Interview, dass die Defensivarbeit keine Umstellung darstellt.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Umstellung auf 4-3-3 im defensiven Bereich länger dauert, sodass die Jungs im bekannten System verteidigen.


Ich finde die ganze Systembetrachtung über Zahlen wie 4-4-2, 4-5-1, 4-3-3...komplett überbewertet.
Innerhalb dieser Konstellation finden viele kleine Änderungen statt, die damit nicht abgebildet werden können. 4-3-3 ist ja im Prinzip auch nichts anderes wie ein 4-5-1, nur das die Außenspieler höher stehen. Je nach Spielsituation, ist das Verhalten der Spieler eh anders, so dass man mehrere System gleichzeitig spielt.

In der Grundordnung und im Spiel gegen den Ball, spielen wir auch unter Uwe Neuhaus definitiv kein 4-3-3. Aber was ist genau die Grundordnung? Zu welchem Zeitpunkt des Spiels...das wird immer unterschiedlich betrachtet. Im Spiel gegen den Ball oder mit dem Ball? Selbst die Trainer sind da unterschiedlicher Meinung.

Auffällig ist, dass sich im Spielaufbau unsere IV weit auseinanderstellen und Tego als weitere Anspielstation genutzt wird. In unserem Offensivspiel haben wir bei Angriffen auch mehr Spieler in der Box und die Angriffe sind variabler und wirken trotzdem eingespielter. Unter Saibene, den ich immer noch für einen hervorragenden Trainer halte, war unser Offensivspiel zum Schluss zu berechenbar. Lange Bälle und fertig.
Wenn man das Spiel auf den zweiten Ball beherrscht, ist es eine wirkungsvolle Sache. Allerdings darf es nicht der einzige Angriffsmodus in einem Spiel sein.
Aktuell merkt man, dass neue Offensivaktionen ausprobiert aber auch zusätzlich unsere weiten Bälle genutzt werden.
Mal sehen, wie unser Spiel in einem Jahr aussieht. Eventuell haben sich die Gegner dann wieder auf uns eingestellt und wir schlagen wieder nur lange Bälle.
Deshalb ist es wichtig stets andere Angriffssituationen einzuspielen.

•     •     •

Arminia!!!
Taktiktisch |#24
27.07.2019 - 23:30 Uhr
Je mehr ich darüber nachdenke, schenkt uns Hartel in der Breite und in der Qualität einige Vorteile und Optionen.

Wie es bereits erwähnt wurde, fehlen uns ein wenig die Spezialisten. Zusätzlich bin ich der Meinung, dass wir mit Seufert und Weihrauch genau diesen Spielertyp bereits haben.
Jetzt fragt sich nur, wen Hartel verdrängt? Denn wenn das stimmt, was man so einstimmig liest, spielt Hartel eigentlich im OM und nicht auf links.
Von Seufert erwarte ich demnächst mal eine Explosion...er ist für mich immer noch einer der Spieler mit dem höchsten Potential. Er muss aber zwingend an der Effizienz arbeiten, genauso wie Weihrauch...und wenn man die letzten Statistiken sich von Hartel anschaut, stolpert man über das gleiche Problem.

Ärgerlich, dass dann ausgerechnet diese 3 Spieler kaum an der Vorbereitung bei uns teilnehmen konnten.sad

Im zentralen Mittelfeld sind wir also mit Yabo, Seufert, Weihrauch und Hartel extrem gut besetzt. Technisch absolut oberes Mittelfeld der zweiten Liga.
Was uns fehlt ist die Abgeklärtheit im letzten Drittel...

Was Hartel mitbringt, ist eindeutig die Geschwindigkeit.
Auch mit Soukou haben wir in diesem Bereich deutlich zugelegt und das war für mich auch zwingend notwendig. Soukou sehe ich zu Beginn der Saison als klassischen Joker...der mit seiner Geschwindigkeit, gerade zum Ende eines Spiels, einiges ausrichten kann.

Auf links haben wir Vogi mit dem Backup Staude / Soukou. Von Staude erwarte ich übrigens diese Saison auch deitlich mehr.
Anscheinend hat er an sich gearbeitet, denn die Vorbereitung war extrem positiv. Da er Vogi nicht verdrängen kann, wird er vermutlich zu Beginn auf rechts eingeplant.

Rechts haben wir mit Clauss jemanden, der leider zu Beginn als RV aushelfen muss. Schütz sehe ich dort nicht...etwas zu langsam. Dafür sehe ich Schütz eher im DM und würde ihn dort auch gerne mehr Einsatzzeiten geben. Er ist der einzige DM bei uns im Kader, der den Taktstock schwingen kann. Prietl ist ein Kämpfer und Läufer aber kein Taktiker im Mittelfeld. Zusätzlich sind die Pässe von Schütz deutlich präziser.
Allerdings spielen wir mit 2 offensiven DM, weshalb die Zweikampfstärke von Prietl mehr gefordert und er zurecht auch anspielen wird.

Wenn jetzt noch Owuso uns verlassen sollte, müssen wir auch im Sturm noch eine Ergänzung finden.
Sollten wir hier jemanden finden, der so langsam in die Fußstapfen von Klos hineinwachsen kann, wäre das ideal.

Mit dem 4-3-3 haben wir jetzt ein sehr gutes Mittelfeld. Was mir fehlt sind die Flügelexperten ala Clauss. Ich hoffe Soukou ist ein solcher und hat die nötige Qualität. Denn dann sind wir verdammt flexibel und mit dem System extrem gut aufgestellt.
Aber auch ein 3-5-2 oder ein 4-4-2 ist mit dem Team möglich.

Für mich ist der reine Ballbesitzfussball keine Option. Gute Teams können auch Konter um unberechenbarer zu sein. Mit der dazugewonnenen Geschwindigkeit sollten wir darin auch besser geworden sein.
Neuhaus hat bewiesen, dass er eine Balance zwischen frühes Anlaufen, abwartend und auch mal mit langen Bällen agiert. Das ist die Flexibilität, die ich mir wünsche...

•     •     •

Arminia!!!
Taktiktisch |#25
11.10.2019 - 15:46 Uhr
Ich muss hier nochmal eine Lanze für Uwe Neuhaus´s Taktiksystem brechen. Es ist für mich vor einem Jahr unvorstellbar gewesen, mit diesem Team, solch eine Spielstärke auf das Feld zu bringen.

Angefangen von dieser Ruhe am Ball aus der Abwehr heraus und dem Glauben daran, spielerisch von hinten herausspielen zu wollen. Trotz großer Widrigkeiten und Unverständnis der Fans wurde an dieser Spielidee kontinuierlich festgehalten. Ortega´s Abstöße und lange Bälle sind beeindruckend, und ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich sehe, wie häufig Arminia Fans in den verschiedenen Social Media oder im Stadion diese Aktionen (Spiel von hinten heraus/Misslungene Abstöße/etc.) diskreditieren. Das ärgert mich persönlich wirklich sehr! Natürlich wird es mit dieser Spielweise immer wieder Rückschläge geben, jedoch kann man anhand der Entwicklung der Mannschaft sehr gut erkennen, welch Selbstbewusstsein und Spielstärke uns diese Methode verliehen hat. Ein Mentalitätsmonster wie den VfL Osnabrück an der Bremer Brücke so abgezockt runterzuspielen und taktisch lahm zu legen, bereitet mir sehr viel Freude und ist mir dreimal lieber als ein 2:5 in Wehen, in dem wir auch sehr viel von der Schwäche des Gegners profitieren. Die Variabilität von Ortega´s langen Bällen und der körperlichen Präsenz der vorderen 3-er Reihe in Verbindung mit dem kurzen Aufbauspiel und der sich dadurch ergebenen Dynamik des Spiels stellt für jeden Gegner ein Problem dar. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie der HSV und danach Schalke auf dieses System antworten und ob wir dort spielerisch auch unsere Akzente setzen. Gegen den VFB war uns, in den ersten Minuten, der Respekt vor dem Gegner und die Bedeutung dieses Spiels doch sehr anzumerken. Allerdings wurde dies im Verlaufe des Spiels immer besser und das Selbstbewusstsein der Mannschaft steigt und steigt. Ich versuche in diesem Beitrag bewusst, keinen Spieler besonders hervorzuheben außer das Towartspiel. Jeder Mannschaftsteil hat einen sehr großen Sprung machen können. Ich erinnere mich gerne an das letzte Aufeinandertreffen mit dem HSV zurück, indem Yabo gefühlt als der "Königstranfer" empfunden wurde... Und jetzt sitze ich hier, und überlege, welch "arme Sau" nächste Woche in solch einem Kracher auf die Bank muss. Die Mannschaft hat dieses System einfach komplett verinnerlicht, indem jeder Spieler seine unterschiedlichen Stärken im Spiel einbringt und auch das Spiel verändern kann.

Unabhängig von, und neben dem Aufstiegsgeschwafel hoffe ich sehr, dass Arabi bis Februar das halbe Dutzend an Vertragsverlängerungen voll macht.
Taktiktisch |#26
11.10.2019 - 19:25 Uhr
Zitat von KoyoDSC
Ich muss hier nochmal eine Lanze für Uwe Neuhaus´s Taktiksystem brechen. Es ist für mich vor einem Jahr unvorstellbar gewesen, mit diesem Team, solch eine Spielstärke auf das Feld zu bringen.

Angefangen von dieser Ruhe am Ball aus der Abwehr heraus und dem Glauben daran, spielerisch von hinten herausspielen zu wollen. Trotz großer Widrigkeiten und Unverständnis der Fans wurde an dieser Spielidee kontinuierlich festgehalten. Ortega´s Abstöße und lange Bälle sind beeindruckend, und ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich sehe, wie häufig Arminia Fans in den verschiedenen Social Media oder im Stadion diese Aktionen (Spiel von hinten heraus/Misslungene Abstöße/etc.) diskreditieren. Das ärgert mich persönlich wirklich sehr! Natürlich wird es mit dieser Spielweise immer wieder Rückschläge geben, jedoch kann man anhand der Entwicklung der Mannschaft sehr gut erkennen, welch Selbstbewusstsein und Spielstärke uns diese Methode verliehen hat. Ein Mentalitätsmonster wie den VfL Osnabrück an der Bremer Brücke so abgezockt runterzuspielen und taktisch lahm zu legen, bereitet mir sehr viel Freude und ist mir dreimal lieber als ein 2:5 in Wehen, in dem wir auch sehr viel von der Schwäche des Gegners profitieren. Die Variabilität von Ortega´s langen Bällen und der körperlichen Präsenz der vorderen 3-er Reihe in Verbindung mit dem kurzen Aufbauspiel und der sich dadurch ergebenen Dynamik des Spiels stellt für jeden Gegner ein Problem dar. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie der HSV und danach Schalke auf dieses System antworten und ob wir dort spielerisch auch unsere Akzente setzen. Gegen den VFB war uns, in den ersten Minuten, der Respekt vor dem Gegner und die Bedeutung dieses Spiels doch sehr anzumerken. Allerdings wurde dies im Verlaufe des Spiels immer besser und das Selbstbewusstsein der Mannschaft steigt und steigt. Ich versuche in diesem Beitrag bewusst, keinen Spieler besonders hervorzuheben außer das Towartspiel. Jeder Mannschaftsteil hat einen sehr großen Sprung machen können. Ich erinnere mich gerne an das letzte Aufeinandertreffen mit dem HSV zurück, indem Yabo gefühlt als der "Königstranfer" empfunden wurde... Und jetzt sitze ich hier, und überlege, welch "arme Sau" nächste Woche in solch einem Kracher auf die Bank muss. Die Mannschaft hat dieses System einfach komplett verinnerlicht, indem jeder Spieler seine unterschiedlichen Stärken im Spiel einbringt und auch das Spiel verändern kann.

Unabhängig von, und neben dem Aufstiegsgeschwafel hoffe ich sehr, dass Arabi bis Februar das halbe Dutzend an Vertragsverlängerungen voll macht.


Wobei es das Aufstiegsgeschwafel exklusiv bei der NW gibt. Dort werden die Kommentare selbst geschrieben und es macht einen Heidenspaß dabei "Argumentationsketten" zu erfinden und ständig zu wiederholen. U. A. diese Saison den "Aufstiegszwang" wegen dem besten Etat seit Jahrzehnten und ähnlichem Quatsch. Es gibt leise Aufstiegswünsche auf der Alm. Aber nur wenige. Wenn auch sie langsam wegen der tollen Situation seit UN steigen. Die meisten sind dabei aber Realisten. Mit dem Spielaufbau haben einige ihre "Stöhnprobleme". Auch zwei Kumpels von mir. Die besänftige ich mit der Zeit durch die Punkteausbeute seit UN. Es gibt da eigentlich nichts zu diskutieren.

Bei den Stuttgartern hatte ich kein Respekt unserer Spieler gefühlt, eher war es das taktische Konzept von S. Der Walter hatte eine komplett ungewohnte Aufstellung gewählt und das MF durch 4 Verteidiger und gleich drei davor aufgestellte MF dicht gemacht. Aber wie Klose vor ca. 4 Wochen sagte, ist die Mannschaft taktisch deutlich flexibler geworden und kann sich selbst "umstellen". Nach 30 Minuten und einigen Versuchen hatte man den "Stuttgart-Code" dann geknackt und kam mehr und mehr vors Stuttgarter Tor. UN hatte zum Sommer-Trainingslager gesagt, dass er und sein Co. der Mannschaft nun weitere taktische Mittel an die Hand geben wollten. Das scheint gefruchtet zu haben. Urplötzlich lässt UN gestern im Testspiel mit einem 4-4-2 auflaufen. Und es läuft. Kaum zu glauben, aber es läuft echt, echt gut. Faszinierend, weiter so!
Taktiktisch |#27
11.10.2019 - 20:55 Uhr
Viele hatten nicht das flache herausspielen im allg. kritisiert, sondern eher diese eine Situation. Diese hätte man besser lösen müssen.
Das flache Aufbauspiel nach vorne ist gut, darf aber nicht das Allheilmittel sein.
Wenn der Gegner schon so frech vorne am Strafraumrand wartet, muss man den Ball auch mal nach vorne treten oder den Ball schneller nach außen, aus der Gefahrenzone spielen.
Das war taktisch nicht gut gelöst...
Man muss im Aufbauspiel variabel bleiben und da gehört für mich auch mal ein Ball mit Schmackes nach vorne zu treten. Auch auf ein flaches Aufbauspiel kann man sich einstellen, wie es Fürth getan hat. Wir waren in dem Moment zu berechenbar.
Primär sollte der Ball schon, wie oft gezeigt nach vorne kombiniert werden, aber vereinzelt, sollte man den Gegner mit anderen Varianten überraschen. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als ein statisches und berechenbares Spiel.

Genauso sehe ich es im Ballbesitz. Ich mag auch ein dominates Spiel mit viel Ballbesitz...aber man darf auch hier Flexibel sein und auch mal den Gegner kommen lassen und auf Konter spielen.
Pep Guardiola ist für mich ein richtig guter Trainer aber auch er musste lernen, dass nur Ballbesitz nicht die Lösung sein kann. Bayern hatte für mich unter Jupp deutlich besser gespielt. Nicht immer so dominant aber facettenreicher.
Eine Mannschaft die man nicht greifen kann, da sie in verschiedenen Systemen und in unterschiedlichen Spielabläufen agieren kann, ist für mich das beste Team.
Ich fand letzte Saison unser Spiel schon gut aber noch zu statisch. Das hatte ich auch mal moniert...
Aktuell können wir mehr und das macht uns so stark. Das UN jetzt noch ein 4-4-2 trainieren lässt, zeigt doch, dass er bereits an den nächsten Schritt mit dem Team feilt. Beharrlich an einem System festzuhalten ist für den Gegner zu leicht zu bespielen.
Das heißt aber nicht, dass ein Team zig Varianten eintrainieren soll, nur um unberechenbar zu sein. Es schafft kein Team unendlich viele System perfekt zu beherrschen.
Aber hier macht es UN wieder einmal sehr gut. Er gibt der Mannschaft Zeit das erlernte perfekt zu können, um dann langsam den nächsten Schritt aufzusatteln.

Zusätzlich scheint er die perfekte Balance zu den Spielern gefunden zu haben. Verantwortung zu übernehmen aber auch gezielt zu verteilen.

Wir haben uns aber allgemein spielerisch verbessert. Auch Jeff hat das Team geprägt..die ganzen Neuzugänge sind bisher auch gut eingeschlagen.

Aktuell kann ich mich nicht beschweren...aber liebe Leute genießt die Zeit...es wird definitiv wieder anders kommen. Es fragt sich nur wie lange wir diesen Zeitpunkt nach hinten verschieben können!

•     •     •

Arminia!!!
Taktiktisch |#28
20.06.2020 - 14:09 Uhr
Ich wiederhole/zitiere jetzt nicht nochmal die obigen Postings von @Ugolini, @KoyoDSC, @Nordallianz . Das Kombinationsspiel ist mittlerweile Teil der DNA bei unserer Arminia. Ostwestfälisches Tiki-Taka hieß es Donnerstag teilweise zu recht.

Jetzt deutet Neuhaus eine weitere Entwicklung an. Stichwort Dreierkette. Das wird spannend. Wenn wir damit vor allem Mittelfeldpressing anstreben, weil wir hohes Pressing in der 1. Liga nicht immer durchziehen/durchsetzen können, dann führt diese taktische Formation ja zu einem dicht besetzten Zentrum. Es bleibt die Frage, ob wir die Spielertypen dafür haben...

Ortega kann das. Keine Frage. Aber eine unserer Stärken ist, dass er bei unserer breit stehenden IV sehr in das Aufbauspiel eingebunden wird. Bei drei Spielern in der letzten Kette könnte das weniger werden.

Ich kann mir Pieper zentral und Brunner rechts in einer solchen Kette sehr gut vorstellen. Beide sind robust und schnell genug. Nielsson links eigentlich auch, nur bei der Spieleröffnung sehe ich Verbesserungspotenzial. Behrend und Salger könnten den Back-up rechts bzw. links bilden.

In dem System wären außen Lucoqui/Laursen auf links etwas offensiver postiert, was beiden sicher entgegen käme. Bei Lucoqui konnte man es hier schon sehen und Laursen wurde in Odense auch oft als LM eingesetzt.

Auf rechts könnte diese Entwicklung für eine Verlängerung von Weihrauch sprechen. Er hat bei seinen Einsätzen als Brunner-Vertreter gezeigt, dass er außen auch devensive Aufgaben meistern kann und gleichzeitig mehr offensive Akzente setzt, als bspw. Hartherz auf links. Sein spielerisches Potenzial würde zusätzliche Möglichkeiten bringen. Unabhängig vom Sytem besteht allerdings auf unserer rechten Seite dringender Handlungsbedarf!

Im Zentrum muss bei einer Dreierkette viel Druck auf den ballführenden Spielern sein, um Diagonalbälle zu erschweren. Schließlich ist die hinterste Linie nicht so breit aufgestellt und Flankenwechsel bringen daher oft Gefahr. Prietl, Hartl und Seufert bringen da mit ihrer Laufstärke eine sehr gute Basis mit. Sicher beötigen wir in der Zentrale aber noch einen Back-up für Prietl bzw. einen zweiten DM von diesem Format. Kunze finde ich aktuell oft noch zu wenig wendig und beweglich und fürchte, er würde in der 1. Liga öfter ausgespielt werden. Daran muss/wird er aber arbeiten.

Bei zwei Offensiven sind wir mit Klos, Vogi, Edmundson, Soukou, Yabo, Schiplock schon recht gut bestückt.

Ich freue mich schon darauf, wenn ich vor dem Spieltag rätseln kann, ob Arminia gegen den jeweiligen Gegner eher 4-3-3, 4-4-2 oder 3-5-2 (5-3-2 wenn es die Bayern sind?) auflaufen wird. Soviel Spielkultur hätte ich mir noch vor kurzem nicht zu träumen gewagt...

Die Vereinstaktik unserer Arminia entwickelt sich positiv!

Finanziel gilt zwar unverändert die "Richtersche" Maxime:
Wenn es gut läuft, bleibt es eng.

Fußballerisch gilt unter UN aber hoffentlich bald:
Wenn es gut läuft, wird es variantenreicher.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von normalgehtnich am 20.06.2020 um 14:14 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#29
05.09.2020 - 11:48 Uhr
In Swansea wurde übrigens des öfteren auch mal die 3er/5er Kette gespielt, da jemanden zu haben der dieses System schon kennt könnte auch noch wichtig werden.

Ich bin auch mal gespannt wie sich die Sprachbarrieren auf die Teamchemie auswirken, denn so viele "Legionäre" hatten wir schon lange nicht mehr, ich gehe aber mal davon aus, dass die Verständigung mit Van der Hoorn und Doan relativ problemlos funktionieren sollte und es keine großen Auswirkungen auf die Teamchemie haben sollte.

Was ich auch noch mal, sehr ungern, ansprechen wollte ist, dass wir uns jetzt vielleicht auch mal mit dem Gedanken anfreunden sollten, dass Klosi nicht mehr jedes Spiel auf dem Platz steht. Er ist nunmal nicht der schnellste und nicht der technisch versierteste, dass konnte er in Liga 2 ohne Probleme durch seinen Körper, Stellungsspiel und Erfahrung wettmachen. Ich denke aber, dass gegen die Top 5 (Bayern, Leipzig, Gladbach, Dortmund, Leverkusen) der BL, zumindest einen Großteil des Spiels andere Qualitäten gebraucht werden und wir da mit mehr Tempo und Konterstärke an den Start gehen.

Vorstellen kann ich es mir eigentlich nicht, dass unser Fußballgott mal draußen sitzt, aber ausschließen würde ich es auch nicht mehr.

Vielleicht spricht da aber auch nur mein, als Arminia Fan zwangsläufig einhergehende, Pessimismus aus mir und Klosi netzt auch gegen die Süles, Upamecanos und Ginters genauso ein, wie gegen Mühl, Höhn und Medic.
Taktiktisch |#30
05.09.2020 - 12:16 Uhr
Ich denke auch das Doan den Achter geben wird, unabhängig wer noch kommen könnte. Schlußendlich muss man ja versuchen, dass die besten Spieler auch spielen.
Ich glaube dabei jedoch nicht, dass Hartel einen zurückrutscht, dann würde zu weit vom Geschehen weg sein, um ein ordentlich Einfluss zu nehmen. Offensiv wird es wohl weiterhin das 4-3-3 sein, evtl. mit einem nicht so hoch stehenden AV für die Absicherung, damit Prietl nicht so vorgeführt wird wie gegen Schalke in der 1. HZ. Und im 4-3-3 gehören sowohl Hartel als auch Doan direkt vor den Strafraum um Druck auf die gegnerische Abwehr zu machen und eine Reaktion auszulösen. Außerdem scheint Cordova ja auch eine Verstärkung zu sein, sodass er auch spielen sollte. Dann entsprechend auf LA.
Defensiv wird es dann wohl weiterhin beim 4-4-2 bleiben, mit Klos und Doan/Gebauer (je nachdem wer von beiden defensiv schwächer ist) in der ersten Reihe. Wobei man dann auch flexibel ein 4-5-1 oder besonders defensiv ein 5-4-1 spielen könnte, ohne großartig wechseln zu müssen.
Im Zweifel könnte auch Klos in die Mittelfeldreihe rutschen, aber dann fehlt vorne eher der Wandspieler, wenn Doan oder Gebauer da steht. Müsste man dann eher mit flachen Pässen rausspielen. Wäre aber auch keine schlechte Idee, wenn der ein dribbelstarker und/oder etxrem schneller Spieler auf die IVs des Gegners zuläuft.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.