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Stefan Leitl
Geburtsdatum 29.08.1977
Alter 48
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Hertha BSC

Stefan Leitl [Trainer]

08.05.2022 - 14:54 Uhr
Stefan Leitl [Trainer] |#81
21.01.2024 - 14:45 Uhr
Zitat von KidCuddy

Zitat von Jernals

Wir haben ja mit Besuschkow, Scott und Damar auch spielstarke Leute fürs Zentrum geholt. Sie spielen halt nur so gut wie gar nicht. ugly

Stattdessen immer wieder Kunze und Leopold, immer wieder die Hoffnung auf Ernst in alter Form. Dass eine Raute mit Kunze, Leopold, Oudenne und Ernst in der zweiten Liga jetzt nicht unbedingt überragend performt, hätte man eigentlich vorher wissen können.

Uns retten dann aber nach wie vor zu oft individuelle Einzelaktionen von Halstenberg, Muroya, Köhn, Nielsen oder Tresoldi... Sonst wäre das Kapitel wahrscheinlich längst beendet.


Da gehe ich mit.
Allerdings hatte ich mir von Leopold nach einigen bärenstarken Auftritten mehr Konstanz und Impact erhofft.

Gleiches gilt für Besuschkow seit seiner Verpflichtung.

Liegt das am Trainer? Sind die Spieler doch limitierter als gedacht? Deine angesprochenen Scott und Damar, definitiv unsere spielstärksten Kicker in der Zentrale.
Auch wenn teilweise ausgefallen, sollte es meines Erachtens „Fußballlehrern“ gelingen, den Jungs nötige Defensivverhalten zu vermitteln.


Besuschkow und Leopold sind halt Spieler die wenig Dynamik mitbringen, dafür aber andere Stärken haben. Das kann man, dank ihrer grundsätzlichen Qualität, schon in ein System einbinden und dann in der 2. Liga erfolgreich sein, davon bin ich überzeugt. Ich will damit auch gar nicht die Spieler selbst kritisieren, sondern eher die Rollen in die sie teilweise gezwungen werden.

Jemandem wie Damar müsste man sicherlich (viele) Fehler verzeihen, aber man hätte eben auch die Chance einen ganz anderen Einfluss aufs Spiel zu bekommen. Für Leitls Systeme braucht er einfach spielstarke Leute im Mittelfeld, die aber alle aus unterschiedlichen Gründen nicht performen oder nur wenige bis gar keine Chancen bekommen.

Angefangen haben wir unter Leitl mal mit einer Raute aus Ondoua, Besuschkow, Schaub und Kerk. Wie wir davon jetzt auf Kunze, Leopold, Oudenne und Ernst gekommen sind - und spielerische Verbesserung erwarten -, müsste mir wirklich mal jemand erklären.

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„Unabhängig von arbeitsgerichtlich zu klärenden Rechtsfragen genießt Gerhard Zuber das volle Vertrauen der Geschäftsführung."

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jernals am 21.01.2024 um 14:47 Uhr bearbeitet
Stefan Leitl [Trainer] |#82
22.01.2024 - 14:44 Uhr
Zitat von Skordie

Zitat von Jernals

Zitat von Skordie

Wobei man ja bei so gut wie allen Trainern der letzten Jahre diese Kritik äußern kann. Da hatte man verschiedene Stile, verschiedene Spieler, etc. und immer sah es qualitativ ziemlich gleich mau aus. Das die Abstimmung im Mittelfeld nicht passt, über das Zentrum so wenig Chancen entstehen.. ist ja alles nichts Neues oder ein Problem, was SL exklusiv besitzt. Wenn es ein anderer besser machen kann: gerne. Ist das aber nach den Erfahrungen der letzte Jahre wahrscheinlich? Eher nicht, oder?


Es lief schlecht und es läuft schlecht, egal was wir bisher versucht haben - also nehmen wir es einfach hin und versuchen gar nicht mehr, etwas zu verändern? Oder wie soll man das verstehen? oops

Natürlich ist die Kritik an Leitl eine andere als an seinen Vorgängern. Und die Kritik an Aufstellung und Kader eine andere als in den Vorjahren. Nur weil das absolute Endergebnis (die Punkteausbeute) ähnlich ist, kann ja das Zustandekommen trotzdem noch höchst unterschiedlich sein.

Kritik mit "ist ja wie immer, alle beschweren sich" abzutun, befürwortet diese meiner Meinung nach eher noch, als sie wirklich zu schwächen. Eben weil es offensichtlich von vielen gesehene Problem gibt.


An welchem Punkt würdest du denn ansetzen?
Was würdest du konkret verändern?
Würdest du den Weg gehen, den Dortmund jetzt geht und neue Co Trainer holen für neue Impulse, würdest du ein anderes System einstudieren, würdest du den Trainer tauschen (und gegen wen?)?


Ich glaube ich habe das bereits mehrfach und mittlerweile über Monate hinweg teils ausführlich beschrieben, soll das jetzt aber alles wiederholen und zusammenfassen, während du mit einem "war doch vorher auch schon schlecht, also wirds anders auch nicht besser" davon kommst? zwinker

Kurz runter gebrochen: für mich nutzt Leitl die Möglichkeiten des Kaders nicht optimal aus. Das fängt an mit der Startelf, wo uns im Zentrum einfach mindestens ein spielstarker Spieler fehlt, geht weiter über das sehr lange Festhalten an einzelnen Spielern trotz schwacher Leistungen (z.B. Leopold, Dehm, Schaub) und endet bei viel zu späten Einwechslungen in so gut wie allen bisherigen Spielen.

Ich finde seine grundsätzliche Idee Fußball zu spielen gut und finde es auch gut, dass man jetzt eineinhalb Jahre lang den Kader nach seinen Wünschen zusammengestellt hat. Zum Beispiel mit vielen zentralen Mittelfeldspielern und ohne offensive Flügel.

Ich sehe aber seit mittlerweile eineinhalb Jahren keine Verbesserung, sondern bis auf ein paar gute Leistungen zu Saisonbeginn 23/24 eher einen Negativlauf seit dem Rückrundenstart 2023.

Unter anderem deshalb fehlen mir die Anhaltspunkte, warum sich das jetzt in der Rückrunde 2024 plötzlich bessern sollte. Gleichzeitig verschieben sich aber die eigenen Ansprüche immer weiter nach unten oder in die Zukunft (3-Jahres-Plan), was meiner Meinung nach einfach blauäugig ist, wenn man die Alterstruktur des Kaders und die Entwicklung unter Leitl gedanklich zusammenführt.

Und ja: ich hätte den Trainer in der Winterpause getauscht. Ich hätte ihn ehrlich gesagt wahrscheinlich schon im Sommer 2023 getauscht, konnte damals aber nachvollziehen, dass man es nicht gemacht hat. Jetzt kann ich es nicht mehr nachvollziehen.

Und wenn ich sogar noch Nachfolger präsentieren soll: Timo Schultz wäre zu haben gewesen. Enrico Maaßen ist zu haben. Thomas Wörle und Alexander Ende leisten in der 3. Liga hervorragende Arbeit. Baumgart ist leider sehr unrealistisch. Matthias Kohler ist interessant, Thomas Reis vielleicht sogar auch. Mit etwas Fantasie auch Kosta Runjaic. Bo Svensson würde sogar nahezu perfekt zum aktuellen Kader passen. Aber man hat auch schon bei Leitl gesehen, dass Marcus Mann durchaus bereit ist, große Kaderveränderungen durchzusetzen, um einem Trainer ein langfristig geeignetes Konstrukt zu bieten.

Genau mit der Nachfolge könnte man sich als Außenstehender aber erst beschäftigen, wenn man den Zeitpunkt kennt. Nicht nur, weil man genau wissen muss, wer genau in diesem Moment auf dem Markt ist, sondern weil es auch darum geht, ob in dieser Phase Spielerverpflichtungen möglich wären u.s.w. Profile sind natürlich ganz unterschiedlich zu definieren, wenn man weiß, ob man eher beim Leitl-Fußball bleiben oder doch deutliche Veränderungen herbeiführen will.

Und was lässt dich glauben, dass es unter Leitl in der Rückrunde oder der neuen Saison besser wird? Oder sollten wir uns einfach mit Zweitligamittelmaß abfinden, weils die letzten Jahre auch schon so war und Veränderungen ja irgendwie auch immer so viel Arbeit sind?

Edit:

Ich verweise mal noch kurz auf meinen Beitrag vom 18.12.23 in dem ich statistisch etwas ausführlicher erklärt habe, was ich oben beschreibe. Daran hat sich bis heute natürlich nichts geändert.

Ich bin mir übrigens sicher, dass Leitl diese Probleme auch erkennt. Nicht zuletzt weil er jetzt auf die Mittelfeldraute umgestellt hat. Ich bin mir eben nur nicht mehr sicher, ob er sie nach eineinhalb Jahren auch abgestellt bekommt.

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„Unabhängig von arbeitsgerichtlich zu klärenden Rechtsfragen genießt Gerhard Zuber das volle Vertrauen der Geschäftsführung."

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jernals am 22.01.2024 um 15:13 Uhr bearbeitet
Stefan Leitl [Trainer] |#83
22.01.2024 - 16:56 Uhr
Zitat von handycap

Zitat von Jernals

Mehr als die mögliche Chance, dass es unter einem neuen Trainer besser wird, wird es nicht geben. Es gibt ja auch nicht mehr als die Chance, dass es unter Leitl noch mal besser wird. Entscheidend sind die Wahrscheinlichkeiten dahinter, die man mit Begründungen und Ideen erklären kann, aber auf die wirst du wahrscheinlich auch jetzt nicht eingehen (wollen).


Warum nicht, die Wahrscheinlichkeit das es mit "dem richtigen" Trainer besser läuft als bis dato unter Leitl ist wohl nicht nur gegeben, sondern auch recht hoch einzuschätzen.
Ebenso die Wahrscheinlichkeit, dass man bei Hannover 96 auf das falsche Pferd setzt.
Nur ist mir der Punkt Hoffnung zu wenig, dann kann ich auch weiter hoffen das Leitl alle überzeugt und H96 mit ihm aufsteigt. Warum sollte ich deswegen meinen Wunsch nach Kontinuität verwerfen, wenn Hoffnung mein einzige Punkt ist?
Wenn es nicht die Leistung, sondern der Zufall ist, der uns Spiele gewinnen lässt, ist es dann nicht derselbe Zufall, der über die Wahrscheinlichkeit herrscht? Und wäre es dann nicht ähnlich wie bei einem Münzwurf, dass die Wahrscheinlichkeit bei jedem Wurf, bei dem nicht Zahl kommt steigt, obwohl es nur zwei Seiten gibt?


Da steige ich nicht mehr durch, ehrlich gesagt. Ich denke ich habe einige Kritikpunkte an Leitls Fußball ausgeführt. Gleiches könnte man auch einfach pro Leitl machen - aber das ist dann wirklich nicht mehr meine Aufgabe.

Nur so viel: die Wahrscheinlichkeit, beim Münzwurf Zahl zu werfen, ist immer die gleiche (50%). Vollkommen egal was vorher passiert ist. ugly

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jernals am 22.01.2024 um 16:59 Uhr bearbeitet
Stefan Leitl [Trainer] |#84
24.01.2024 - 16:44 Uhr
Zitat von t0815
Markus Mann gerät für mich langsam in den Fokus.
Die Ansätze habe ich alle geteilt, seine Art gefällt mir auch gut.
Unterm Strich bleibt der Erfolg aber auch mit ihm aus. Insbesondere die Staff Umkremplung zeigt keine positiven Effekte.
Ohne Frage muss für ihn die Trainerfrage sitzen. Wir laufen aktuell Gefahr erneut alles zu verspielen und am Ende bleibt wieder nur Martin über.


Ne sorry, aber das ist einfach nicht richtig. Markus Mann hat nicht den Etat, dass man einen Aufstieg damit erwarten bzw. erzwingen kann. Schalke, Hertha BSC, Hamburg, Düsseldorf und St. Pauli sind meiner Einschätzung nach vor uns anzusiedeln, was die finanziellen Möglichkeiten angeht. Ich sehe uns auf Platz 6-7 und davon waren wir, trotz des Großen Umbruchs, letzte Saison zwei Punkte von weg.

Von der Ausrichtung her haben wir eine sportlich extrem erfolgreiche U23, dafür ist Mann auch verantwortlich, der ja die Entscheidenden Positionen an der Akademie neu besetzt hat. Es haben seit einer halben Ewigkeit nicht mehr so viele Spieler von der Akademie aus bei den Profis Fuß gefasst (Momuluh, Lührs, Tresoldi, Oudenne). Vier Spieler in den letzten 1,5 Jahren ist ein super Wert. Klar, Tresoldi ist der einzige, der schon gestandener Profi ist, aber bei den anderen drei geht es auch kontinuierlich nach oben, das sind keine Quotenspieler!

Hinzu kommt die Förderung externen Mehrwertspieler. Mbi, Köhn, Neumann, Teuchert und Leopold sind für zusammen 500k Ablöse gekommen und haben seitdem einen deutlichen MW-Anstieg verzeichnen können. Alle außer Teuchert sind jetzt das Zwei- bis Sechsfache Wert wie zum Zeitpunkt des Wechsels.

Natürlich spielt auch Leitl dabei eine große Rolle, weil er eben bereit ist mit jungen Spielern zu arbeiten und diese Entwickeln kann. Aber auch Leitl ist am Ende nur hier, weil Mann ihn wollte.



Sportliche Weiterentwicklung funktioniert im modernen Fußball nur über Transfereinnahmen, es gibt in Europa nur ganz wenige Vereine für die das nicht gilt. Und im Bereich Wertschöpfung ist Markus Mann der beste Sportdirektor seit Schmadtke.
Im kommenden Sommer wird sich erstmals zeigen, was seine Transferpolitik in Sachen Umsatzsteigerung für uns bedeuten kann. Neumann, Mbi, Köhn, Leopold und Teuchert könnten uns allesamt aus unterschiedlichen Gründen verlassen.

Aber selbst wenn Teuchert und Leopold ablösefrei gehen, sind hier 6-8 Mio an Transfereinnahmen für Mbi, Köhn und Neumann locker drin. Das würde den höchsten Einnahmen seit dem Sommer 2020 direkt nach dem Abstieg entsprechen. Hinzu kommen wahrscheinlich Bonuszahlungen für Ducksch im mittleren sechsstelligen Bereich, die auch Mann verhandelt hat.

Intern stehen mit Lührs (Neumann), Wörl(Leopold), Ezeh/Ndikom (Köhn), Tresoldi/Oudenn (Teuchert) schon die nächsten Mehrwertspieler auf den Positionen zur Verfügung, die ab dem kommenden Sommer frei bzw. neu umkämpft werden.



Wir haben keine finanzielle Brechstange mehr. Wir können jetzt nur über diese Methoden wieder in eine Auswärtsspierale kommen und langsam wieder den Umsatz steigern. Mit den genannten Einnahmen könnte man weitere potentielle Mehrwertspieler unter Vertrag nehmen (Scott? O.B. Meier? Kerber? Jander? Vonic?) und gleichzeitig 1-2 wirkliche Verstärkungen dazu holen (Hofmann? Seguin? I. Toure?).


Ich bin absolut überzeugt, dass Markus Mann der richtige für uns ist und uns zu einem attraktiven Verein entwickeln kann, welcher auch in der Lage sein wird aufzusteigen. Nur ob das 2025 möglich sein wird, ist eine andere Frage. Seine Startbedingungen waren übel. Er musste sich jetzt erstmal ein Budget erarbeiten. Aber es gibt eben auch einige Dinge, die nicht in seiner Hand liegen:

- Wird Kind von den Transfereinnahmen etwas einstreichen, um wieder schwarze Zahlen schreiben zu können?

- Wird die S&S eine Kapitalerhöhung vornehmen, um den Aufstieg zu ermöglichen?

- Geht Tresoldi in der Rückrunde komplett steil und vervielfacht die Einnahmen im Sommer?

- Verlängert mit Teuchert einer unserer Mehrwertspieler?

- Wie stark sind die Absteiger?


Das muss man immer berücksichtigen. Ein Fazit ob sich seine Arbeit auszahlt, kann man erst im September ziehen. Im Laufe der Rückrunde gilt es erstmal sich um den Vertrag von Teuchert zu kümmern. Auch bei U17-Talent Dennis Husser erwarte ich, dass er sich direkt einschaltet. Des weiteren kann er schon den ein oder anderen Spieler per Vorvertrag holen, um stressfrei in den Sommer gehen zu können.
Stefan Leitl [Trainer] |#85
25.01.2024 - 13:56 Uhr
Meines Erachtens werden gerade zu viele betriebswirtschaftliche Begrifflichkeiten gemischt. Dabei sollte man etwas differenzieren, da der Begriff Etat häufig synonymisch verwendet wird und im Kontext plötzlich eine andere Bedeutung erhält.

Gehen wir bspw. hinsichtlich des Etat immer von den Jahresüberschüssen bzw. Fehlbeträgen aus, dann sehen unsere vergangenen Geschäftsjahre '20, '21 und '22, wie folgt aus:

2020: Fehlbetrag ~ -11 Mio. €
2021: Fehlbetrag ~ - 8,8 Mio. €
2022: Fehlbetrag; ~ -460k €

Daher auch die Überlegung, dass Kind Transfererlöse im Sommer zur Konsolidierung des "Konzern" nutzen könnte - nicht, dass er sich eigenmächtig am Kassenbestand bedient, um quasi seine "Einlagen" wieder zu erlangen bzw. so seine Anteile zu mindern.

Natürlich kann man den Etat auch als unser (Eigen-)Kapital definieren. Nun ist es darauf basierend extrem schwierig zu schlussfolgern, wie unser reeller, finanzieller Spielraum hinsichtlich Spielerzugängen ist.

Faktisch haben wir in den vergangenen Jahren so hohe Verluste eingefahren, dass unser Eigenkapital zwischen den Geschäftsjahren 2019 bis 2022 um knapp ~20 Mio. € abtragen mussten (wir liegen aktuell um die ~ 8 Mio. €) um dies auszugleichen.

Problematisch ist hierbei vor Allem unser Personalaufwand, mit dem wir in den Top 4 verortet sind.

Edit, zu früh abgeschickt wegen eines Telefonats grins : Im Prinzip sind wir gezwungen Spieler gewinnbringend zu verkaufen um Handlungsspielraum für neues, adäquates Personal zu schaffen, welches bestenfalls „nur“ Gehalt bezieht.

Auslaufende Verträge zu besseren Konditionen zu verlängern funktioniert ebenfalls nur durch Abgänge.

Ganz schwierige Phase, in welcher wir uns aktuell befinden und für das subjektive Empfinden, ist M.Mann dafür auf jeden Fall eine gute Besetzung.

Throwback zu Dirk Duffners Zeiten: Gefühlt hätten wir mit ihm am Steuer den Laden schon dicht machen können.

•     •     •

Wir war'n schonmal in Europa, 🖤
das weiß jeder ganz genau,🤍
Schlachtenbummler aus Hannover, 💚
KÄMPFEN für den HSV!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von KidCuddy am 25.01.2024 um 14:12 Uhr bearbeitet
Stefan Leitl [Trainer] |#86
25.01.2024 - 15:15 Uhr
Zitat von KidCuddy


Throwback zu Dirk Duffners Zeiten: Gefühlt hätten wir mit ihm am Steuer den Laden schon dicht machen können.


Das wird jetzt sicherlich OT, aber wo genau war denn das Problem bei Dirk Dufner?
Joselu, Kiyotake, Salif Sane, Albornoz und viele andere haben doch super funktioniert, und wurden sogar mit Gewinn weiterverkauft.
Da läuft es mir bei Horst Heldt deutlich kälter den Rücken runter. Von seinen finanziellen Eskapaden zehren wir gefühlt heute noch…
Stefan Leitl [Trainer] |#87
25.01.2024 - 16:44 Uhr
Zitat von KidCuddy

...
Genug Off-Topic Zunge raus
Hoffentlich hat SL endlich einmal Lehren aus einem Spiel gezogen und wir sehen uns morgen vor heimischer Kulisse konstanter über das Spiel als zuletzt. Neumann kommt sicherlich mit Push durch das Babyglück zurück in die S11, dazu Leopold vielleicht mal eine Pause gönnen.

Wo wir gerade bei Leitl und den Finanzzahlen sind, habe ich einfach mal in den Bundesanzeiger geschaut. Dort sind die Finanzjahre aufgelistet, nicht die Kalenderjahre. Die Finanzjahre gehen vom 01.07. eines Jahres bis zum 30.06. eines Folgejahres.
Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Lizenzspielervermögen von T€ 1.454 für vier Zugänge getätigt. In dieser Investitionssumme enthalten, sind allerdings T€ 620 für die Verpflichtung des Trainers Stefan Leitl von der Spvg. Greuther Fürth. Diese Verpflichtung wurde bereits zum 01. Juni 2022, und nicht wie üblich zum 01. Juli eines Jahres, getätigt, da der Trainingsauftakt zur Saison 2022/23 bereits Anfang Juni 2022 erfolgte. Da mit dem abgebenden Club keine anderslautende Vereinbarung getroffen werden konnte, musste in dieser wichtigen Personalie so entschieden werden.

Also haben wir 620 Tsd. € für Leitl gezahlt. Recht gut zu sehen ist, dass solche Zahlungen auf das Anlagevermögen geschrieben werden und über die veranschlagte Vertragslaufzeit abgeschrieben. Bedeutet im Fall Leitl, dass wir ihn nun nach 1,5 von 3 Jahren immer noch neben den Gehaltsaufwendungen mit 310 Tsd. € im Anlagevermögen haben.
Trennen wir uns nun von Leitl, dann verlieren wir neben der Abfindung auch noch weitere 310 Tsd. € in der Jahresbilanz.

Solche Dinge zeigen uns, warum man ggf. zögert, wenn man ihn entlassen möchte. Es hat deutliche finanzielle Konsequenzen. Natürlich kann zeitnah der Moment kommen, wo man sich seiner entledigt, da er nicht mehr zu halten ist, aber mit dem neuen Trainer sollten in Folge Mehreinnahmen durch erhöhte Fernsehgelder (bessere Platzierung) generiert werden und womöglich die Chance auf einen Aufstieg steigen. Kommt man zu dem Ergebnis, dass es sich nicht rechnet, wird man weiterhin an Leitl festhalten, auch wenn ich persönlich dieses aus sportlicher Sicht nicht favorisiere.

Die Entscheidung zum Saisonende kann anders ausfallen. Die Abfindung wird kleiner und das Anlagevermögen in Bezug auf ihn sinkt ebenfalls. An der Stelle einen positiven Case zu entwickeln scheint einfacher, sofern man sich für die nächste Saison daraus einen Mehrwert verspricht.

Zumindest sollte es für uns nun klarer sein, warum man trotz der Misserfolge der letzten Zeit an ihm festhält. Normalerweise sollte der Anspruch an Leitl eine bessere durchschnittliche Punkteausbeute haben, wie es bei Dabrowski und Kocak der Fall war, aber bis dato nicht erreicht wurde.
Martin Kind entscheidet immer zu einem großen Teil aus den finanziellen Zwängen und Möglichkeiten. Schafft es Leitl beispielsweise aktuell einen Besuschkow ohne Abfindung loszuwerden, sinken die Ausgaben und da dieser ablösefrei war, entsteht kein Einfluss auf das Anlagevermögen. In dem Fall wären finanzielle Mittel frei, die man ggf. auf eine Demission von Leitl verwenden könnte, wenn man es für notwendig erachtet.

Ich hoffe, dass ich damit wieder die Kurve zum eigentlichen Thema bekommen habe zwinker
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Androesen96 am 25.01.2024 um 16:46 Uhr bearbeitet
Stefan Leitl [Trainer] |#88
10.02.2024 - 08:46 Uhr
Zitat von Jernals

Ich bin mir übrigens sicher, dass Leitl diese Probleme auch erkennt. Nicht zuletzt weil er jetzt auf die Mittelfeldraute umgestellt hat. Ich bin mir eben nur nicht mehr sicher, ob er sie nach eineinhalb Jahren auch abgestellt bekommt.


Hier würde ich nach meiner Kritik vor dem Rückrundenstart gerne ansetzen und mich, zumindest mal vorübergehend, korrigieren:

Leitl hat durch die Veränderungen in der Winterpause sehr wohl eine spielerische Veränderung bewirken können. Natürlich gehört zum Zustandekommen von Ergebnissen immer auch Glück, zum Beispiel jetzt durch Eigentore in den letzten Spielen, aber die Anzahl an Chancen, die sich die Mannschaft herausspielt, ist schon deutlich höher als je zuvor in seiner Amtszeit.

Das geht zwar etwas zu Lasten der defensiven Stabilität, aber bietet ungeahnte Möglichkeiten und setzt die Stärken des Kaders meiner Meinung nach viel besser in Szene als die Spielweise zuvor.

Wenn wir das in der Rückrunde so weiter durchziehen, dann ist es wirklich der Start eben jener Entwicklung, die uns in der kommenden Spielzeit zu einem der Aufstiegsfavoriten machen kann.

Einerseits schockierend, dass eine spielerische Weiterentwicklung so "schnell" durch die Veränderung des Spielsystems herbeigeführt werden konnte, andererseits muss man es Stefan Leitl natürlich zu Gute halten, selbst die Probleme erkannt und an den richtigen Stellen angesetzt zu haben. Wahrscheinlich gerade noch rechtzeitig.

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„Unabhängig von arbeitsgerichtlich zu klärenden Rechtsfragen genießt Gerhard Zuber das volle Vertrauen der Geschäftsführung."

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jernals am 10.02.2024 um 08:57 Uhr bearbeitet
Stefan Leitl [Trainer] |#89
10.02.2024 - 11:07 Uhr
Zitat von mimamax
Zitat von Jernals

Einerseits schockierend, dass eine spielerische Weiterentwicklung so "schnell" durch die Veränderung des Spielsystems herbeigeführt werden konnte, andererseits muss man es Stefan Leitl natürlich zu Gute halten, selbst die Probleme erkannt und an den richtigen Stellen angesetzt zu haben. Wahrscheinlich gerade noch rechtzeitig.


Hier muss man sagen, dass Leitl ja die Mittelfeldraute schon zum Anfang seiner Zeit bei uns ausprobiert hat und sie spielen lassen wollte.
Die Idee von dem Fußball und dem System, war als schon am Anfang da, es hat nur damals nicht geklappt aus unterschiedlichsten Gründen. Aufgrund dessen, wurde ja erst auf 3/5er Kette umgestellt, um erstmal die Basics und die Defensive in den Griff zu bekommen. Auch das muss man Leitl eigentlich positiv anrechnen.

Ich bin gespannt, ob wir die Leistung Konstant auf den Rasen bekommen.
Zumindestens hätte ich nicht gedacht, dass man es gegen den HHSV schon bestätigen kann. Jetzt noch gegen defensivere Gegner so performen, und die Köhn Millionen vernünftig investieren, dann ist nächste Saison vllt was möglich.


Klar, aber er hat sie auch wirklich ziemlich schnell nach ein paar Spielen in der letzten Saison in die Tonne gekloppt und nur in den seltensten Fällen nach Rückständen wieder ausgepackt.

Fraglich zudem, ob uns die teilweise gewonnene Stabilität in der 3er/5er Kette jetzt wirklich für das Abwehrverhalten in der 4er Kette etwas bringt.

Ich bin da eher ein Fan vom Durchziehen eines Spielkonzepts auch bei eventuellen Rückschlägen. Das hat er einerseits danach mit der 3er/5er Kette gemacht, andererseits war das aber eben als er zu 96 kam nicht sein bevorzugtes System - es blieb also immer die Ausweichmöglichkeit, auch wenn es irgendwann die Regel wurde. Und der Kader wurde auch eher auf ein 4-4-2 mit Raute ausgerichtet.

Ich hoffe einfach, dass man es jetzt bis zum Saisonende so beibehält, sich die offensive Durchschlagskraft nicht durch Änderungen nimmt und am Ende vielleicht mit einer defensiveren Viererkette mit Dehm/Arrey-Mbi statt Köhn auch wieder mehr Stabilität rein kommt. Dann spielen wir nicht nur eine sehenswerte Rückrunde mit vielleicht tatsächlichen Aufstiegschancen, sondern sind auch gut vorbereitet für die nächste Spielzeit.

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Stefan Leitl [Trainer] |#90
15.04.2024 - 11:22 Uhr
Quelle: Zeit.de
"Es fehlt einfach noch der letzte Tick an Erfahrung und Überzeugung, um tatsächlich in Richtung Platz drei angreifen zu können. Das ist für mich aber auch nicht schlimm. Weil es auch ein Teil unserer Entwicklung und unseres Prozesses ist", sagte der 46-Jährige.


Ich weiß nicht, was ich mit dieser Aussage anfangen soll.

Erfahrung im Sinne von gestandenen Spielern haben wir massig. Mit Ernst, Schaub, Christiansen, Kunze, Voglsammer und Nielsen außerdem ein halbes Dutzend Spieler, die Sogar schon aufgestiegen sind. Was soll da fehlen?!

Was die Überzeugung betrifft so kann man zwar noch ungefähr verstehen, was er meint, aber die Begrifflichkeit ist mir irgendwie zu platt. Das schiebt nämlich auch die Verantwortung weg vom Trainer, der kein bisschen Selbstkritik übt, sondern ständig betont, wie schwer wir zu schlagen sind und dass wir die Mannschaft mit den wenigsten Niederlagen in der Rückrunde sind. Toll. Man könnte auch mal drüber reden, warum wir von den letzten 7 Spielen nur eins gewonnen haben...

Ich sehe wenig Sinn darin, Leitl auszutauschen, dafür funktioniert zu viel zu gut. Aber nerven tut er mich trotzdem ein bisschen. Es kann doch nicht die Idee sein, sich spielerisch selbst zu limitieren. Hat Leitl sorge, dass wir sonst zweikampfmäßig unter gehen? Wir schneiden uns ins eigene Fleisch. Rennen und kämpfen kann jeder. Aber die spielerischen Mittel die wir im Kader haben, hat der typische Zweitligist eben nicht. Und dieses Potenzial lassen wir einfach ungenutzt.


Platz 3 ist abgehakt. Leitl muss jetzt sowohl personell als auch taktisch die nächste Saison vorbereiten. Eine Fünferkette ist nur sinnvoll, wenn wir vorne spielerisch mehr hinbekommen. Bedeutet im Mittelfeld offensiver aufstellen und statt der Doppelspitze auf zwei Zehner setzen, die in den Zwischenräumen agieren. 3-4-2-1 quasi. Oder eben Raute.
Personell muss bei Ezeh, Scott und Gindorf ermittelt werden, welche Rolle sie in der kommenden Saison einnehmen können. Bedeutet ab jetzt mindestens 25-30 Minuten nach Einwechslung und jeweils 1-2x Startelf.
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