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Stadionknigge, oder: was ist los mit uns?

19.06.2015 - 16:58 Uhr
Zitat von Phoenix115


Zitat von kappel1719



Zitat von fcksupporter96




Zitat von CortoMaltese





Zitat von Phoenix115






Allerdings ist das nicht nur ein Phänomen in Kaiserslautern, ein großer Teil von Ultragruppen tendieren zur rechten Szene aber ich denke das ist nichts neues.
Ist das so? Würde mich interessieren woher Du dieses Pauschalurteil hast.


Dortmund hat bzw. hatte ein Problem mit Rechten, der HSV ebenso wie Braunschweig, Waldhof oder Frankfurt. Beim Spiel Lautern-Braunschweig in der letzten Saison gab es z.B. eine Info seitens der Sicherheitsbehörden, dass "Bruderschaften" aus Mannheim und Braunschweig nach Lautern zu einer geplanten Schlägerei aufmachen würden.
Bayern hat Teile, die nicht ausländerfeindlich im klassischen Sinne sind, sondern deren Ausländerfeindlichkeit aus einem Separatismus ergibt, also der Forderung einem Staat der Bayern ohne Ausländer.


Phoenix behauptet aber, dass "ein großer Teil von Ultragruppen zur rechten Szene tendieren". Ich würde viel eher das Gegenteil behaupten. Oftmals sind es nämlich die alteingesessenen Hools, die versuchen ihr rechtes Gedankengut in den Kurven zu verbreiten. Die Ultragruppierungen würde ich im Schnitt viel eher links oder neutral sehen und oftmals sind es die Ultras, die sich den rechten Sp.acken stellen, wie Beispiele in Braunschweig zeigen.

Aber sicher gibt es auch Ultra-Gruppierungen, die mindestens rechtsoffen sind, aber zu sagen, dass die meisten Ultras rechtsnah seien, das halte ich für sehr gewagt bis falsch.

Unabhängig davon, vermute ich, dass die beiden Horsts, die sich angeblich daneben benommen haben, einfach nur zum Bodensatz der geistigen Tiefflieger zu zählen sind...


Es gab vor 2-3 Jahren mal eine wissenschaftliche Studie über Ultagruppen im Fußball, muss mal suchen ob ich die Fachzeitschrift noch finde, hatte die an der Uni von einem Prof empfohlen bekommen. Da gabs einen Bereich der sich mit der politischen Einstellung von Ultragruppen beschäftigt hat. Und aus meiner Erfahrung heraus zu den Ultragruppen die ich aus Wolfsburg, Kaiserslautern und Frankfurt kenne, ist es auch mein subjektiver Eindruck, dass in viele solche Gruppen da eher rechts unterwegs sind.


Und die Studie handelte tatsächlich von deutschen Ultragruppen? Oder allgemein? Das es in Osteuropa oft rechte Ultras gibt, ist ja kein Geheimnis, aber zumindest in Deutschland würde mich das doch sehr wundern. Und auch deinen subjektiven Eindruck kann ich zumindest in Kaiserslautern und Frankfurt nicht nachvollziehen. In Wolfsburg kenne ich mich dann doch zu wenig aus, um das beurteilen zu können.

Nach dem Vorfall mit Shechter damals präsentierte die Frenetic Youth eine kleine "many nations - one love - one club"-Choreo. Und die GL pflegt seit Jahren Kontakte zu der klar links orientierten Horda Frenetik aus Metz. Ich selbst habe z.B. schon gesehen, wie sich die Ultras (FY, GL und HF) einen Typen in Thor Steinar Jacke vorgeknöpft haben. Zu Frankfurt habe ich ja bereits geschrieben, dass die Ultras selbst viele Ausländer als Mitglieder haben. Mit Sicherheit gibt es in den Gruppen auch den ein oder anderen rechten Chaot, einen Großteil oder sogar die ganze Gruppe sehe ich aber insgesamt unpolitisch bis links.

Deshalb ging es mir eigentlich auch nur um die Aussage, dass ein großer Teil der Ultragruppen zur rechten Szene tendieren würde. Das kann ich so defintitiv nicht bestätigen.

Hier mal Auszüge aus den ersten zwei Google-Treffern:
Quelle: stern.de
Dann verschwanden die Hooligans scheinbar von der Bildfläche. Rund um die Jahrtausendwende enterten Ultras die Stadien: Politisch eher links sangen und tanzten sie sich Fähnchen schwingend in die Stadien. Der Support der Mannschaft ist ein fester Teil dieser Fankultur.


Dennoch hat sich bis heute bei der ganz überwiegenden Zahl der Ultraszenen der Konsens durchgesetzt, dass insbesondere rechtsradikale und rassistische Äußerungsformen weder unterstützt noch geduldet werden. Rassistische Gesänge oder deutlich sichtbare rechtsradikale Symbole sind in diesen Kurven heute höchst selten. Diese Gruppen verstehen sich höchstens insoweit als politisch, dass sie sich für "fanpolitische" Themen engagieren.

Über zwei Dutzend Ultra-Gruppierungen engagieren sich aber sogar offen antirassistisch (u.a. in Form von Aufklärungs-, Kampagnen- und Betroffenenarbeit) und bekennen sich deutlicher zu einer politischen Haltung. Viele von diesen Gruppen verstehen sich tatsächlich als anti-diskriminatorisch, wenden sich also auch gegen die nach wie vor (auch teilweise unter Ultras) sehr präsenten Formen sexistischer und homophober Diskriminierung.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Schweppes am 17.01.2016 um 20:06 Uhr bearbeitet
2013 hieß es nach von Sven Kathöfer, dass Ultra-Gruppierungen "Gruppen durchlässig und labil So unterschiedlich wie die Mitglieder sind auch die Organisationsformen der Gruppe: "Die meisten Ultra-Gruppen sind aber sehr durchlässig und dadurch auch labil. Sie verändern sich ständig und es besteht die Gefahr, dass sie kollabieren", erläutert Kathöfer.In solche Gruppen seien eben auch Selbstreinigungsmechanismen, etwa gegen rechte Tendenzen, nur schwierig umzusetzen."(http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/studie-die-meisten-ultra-gruppen-sind-durchlaessig-und-labil-id7585530.html)

2015 machen die Desperados aus Dortmund mit dem Spruchband auf sich aufmerksam "Gutmensch,Schw*chtel, Alertaaktivist-wir haben dir mit 20vs100 gezeigt was Fußball ist"
(http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikon/ultras)

Laut der Auffassung von netz-gegen-nazis und ihren Recherchen seien in den letzten Jahren überall dort, wo die These vertreten worden sei, dass Politik und Sport getrennt gehörten, die Rechten massiv auf dem Vormarsch.
Ich finde es gar nicht so verkehrt, wie einer weiter oben geschrieben hat, den Nazi-Opa in 2.1 mal mit dem zu konfrontieren, was er da über einen Spieler des FCK ablässt. Klar, man kann im Stadion recht wenig bewirken, aber alleine der Gegenwind kann bei einigen vllt etwas bewirken. Vorausgesetzt, dass sie als Kind nicht 100mal vom Wickeltisch gefallen oder strack besoffen sind. Aber eine Arbeit mit Vorurteilen kann man mit nicht-organisierten Fans gar nicht leisten.
In Dortmund hat sich aber z.B. gezeigt, dass die Förderung von zumindest liberalen Ultras die Rechten in Schach hält. Nun weiß ich nicht, inwiefern die Förderung des Fanprojekts und der Ultras in Lautern unterstützt wird, da vor einiger Zeit von einem Konflikt zwischen Stadt und Fans bzgl der Finanzierung berichtet wurde. Mein Eindruck deckt sich aber mit dem von euch, dass weite Teile der GL oder FY eher links sind. Wäre es dann nicht fahrlässig, wenn die Stadt einen "Verbündeten" am langen Arm verhungern ließe und sich dann in ein, zwei Jahren mit der rechten Horde herum schlagen muss?

Edit: Die "autonomen Fans" die sich auf der West so in Richtung 7.3(.4)-10.3(4) tummeln, tragen nach meinen Beobachtungen oft diese "first class..."-shirts. Offenbar eine Anspielung darauf, dass weiße Menschen in der ersten Klasse reisen durften (s. Apartheit, racial segregation/Rassentrennung):https://linksunten.indymedia.org/de/node/126826

11-Freunde explizit zu Lautern:"Dortmunder AN-Kader waren auch vor Ort, als sich 17 Neonaziteams zum »Svasti-Ka Hallencup 2012« trafen. Ebenso wie AN-ler vom Donnersberg, aus Zweibrücken und aus München – drei Szenen, die ebenfalls in den Fankurven anzutreffen sind. Die ersten beiden in Kaiserslautern und Homburg, letztere beim TSV München 1860, wo die Nazis bei Heimspielen in Block 132 anzutreffen sind. Und wenn die NPD Düren ihr »Nationales Fußballturnier« austrägt, machen genau jene AN-Gruppen mit, die auch im Ligaalltag versuchen, bei den Fans einen Fuß in die Tür zu bekommen. " Und weiter...
"Viel wäre schon geholfen, wenn die Ordnungsdienste besser geschult wären. Beim Regionalligisten Waldhof Mannheim stehen seit einiger Zeit mannshohe Aufsteller, die rechtsextreme Marken und Symbole auflisten, die im Stadion unerwünscht sind. Trotzdem kamen Fans mit genau diesen Insignien immer wieder ins Carl-Benz-Stadion, bis einem Vereinsangestellten auffiel, dass sich die Rechten stets beim gleichen Ordner anstellten. Der Mann, selbst mit einer »Thor Steinar«-Mütze ausgestattet, winkte seine Gesinnungsgenossen einfach durch.
Auch für Kaiserslautern wolle er solche Vorkommnisse nicht ausschließen, sagt Christian Gruber, der Klubsprecher des FCK. Ein »nicht tolerierbarer, aber wahrscheinlicher Grund« sei, dass in kleineren Städten jeder jeden kenne, meint Gruber. »Da lässt ein Ordner schon mal einen Bekannten durch, obwohl er vom Verein die klare Vorgabe hat, gerade bei rechten Symbolen die Stadionordnung streng durchzusetzen.«"
"Das Fanprojekt des 1. FC Kaiserslautern wurde vom DFB mit dem »Julius-Hirsch-Preis« ausgezeichnet. Nachdem bei einer Trainingseinheit der Ruf »Lauft, ihr Juden!« zu hören war, organisierten Leiter Erwin Ress und sein Team zahlreiche Veranstaltungen, um den Fannachwuchs zu sensibilisieren. Nach der Preisverleihung nahm sich das »Infoportal 24«, die Website des neonazistischen »Aktionsbüro Rhein Neckar«, den FCK und sein Fanprojekt zur Brust. »Judenfreundlichkeit wird belohnt, Fanprojekt Kaiserslautern kassiert ab«, hieß es dort.
Die Lauterer Hoolszene galt in den Achtzigern und Neunzigern als offen neonazistisch. Viele der Herren sind älter und ruhiger geworden, viele haben mit Politik nichts zu schaffen, doch noch heute gehen zahlreiche Nazikader im Stadion ein und aus. Die etwa 70 Hools, die regelmäßig in Block 5.3 sitzen, sind befreundet mit rechtsgerichteten Fans von Paris Saint-Germain. In der Lauterer Ultraszene wiederum besteht eine Freundschaft mit den eher linken Ultras des FC Metz. Hartnäckig hält sich in Kaiserslautern das Gerücht, dass die Lothringer ihre Pfälzer Freunde im Februar nicht anlässlich des Heimspiels gegen Köln besuchen durften. Die Hools, heißt es, hätten dies untersagt, um ihre Kumpels aus Paris nicht zu brüskieren. Wenn kampfsporterprobte Hooligans »Ansagen machen«, spuren die Ultras."

Quelle:http://www.11freunde.de/artikel/nazis-auf-den-raengen/page/3
Dieser Beitrag wurde zuletzt von fcksupporter96 am 17.01.2016 um 20:31 Uhr bearbeitet
eben beim Handball spielen die doch tatsächlich mal wieder Alice von Smokie.... Das wünsche ich mir mal wieder aufm Betze :-)
Zitat von Laudan
eben beim Handball spielen die doch tatsächlich mal wieder Alice von Smokie.... Das wünsche ich mir mal wieder aufm Betze :-)


da gehört natürlich auch dazu, daß der Funke wie bei der EM in Polen von der Alles gebenden Mannschaft aufs Publikum überspringt, bei uns habe ich da öfters das Gefühl einige Spieler gehen nicht bis an ihre Leistungsgrenzen..
Zitat von etrin
Zitat von Laudan

eben beim Handball spielen die doch tatsächlich mal wieder Alice von Smokie.... Das wünsche ich mir mal wieder aufm Betze :-)


da gehört natürlich auch dazu, daß der Funke wie bei der EM in Polen von der Alles gebenden Mannschaft aufs Publikum überspringt, bei uns habe ich da öfters das Gefühl einige Spieler gehen nicht bis an ihre Leistungsgrenzen..


Oh ja, das ist ein schlüssiges Argument um nicht Alice zu spielen... ^^ ;-)
Und der Zuspruch wächst weiter! Heute von dem Fantastik Devils:

Hallo FCK fan's,
Wir die trommel werden gegen Berlin am 5.2.16 im 9.1er stehen. Da entsteht gerade eine große Gruppe mit ca. 500 Leuten die gegen die ultras Stimmung machen wollen. Ich finde das eine gute Idee. Ich würde mich sehr freuen wenn ihr mit rüber kommen würdet und das zu unterstützen damit dieses scheiß sing sang der ultras aufhört.
Und nochmal eine Gruppe "Stimmungsgranaten" die meint, dass sie alleine ohne mit den anderen Gruppen reden zu können die Stimmung in der West und dem Stadion verbessern und vorgeben könnte.
Ohne den Dialog mit allen, also auch den Ultras und damit verbundenen MFA-Singern wird sich gar nix ändern, außer dass die West wieder gegeneinander singt und die Stimmung scheiße bleibt.
Wir bräuchten endlich mal wieder auch auf der Tribüne eine Einheit, die wie eine Bestie auftritt und nicht diesen kleinen verschlafenen Haufen, der zur Zeit da herum steht. Aber durch so eine Neuerung wird man das bestimmt nicht schaffen
Wenn ich gerade schon wieder zwei Sandro Wagner Tore sehe, dann frage ich mich, wie groß eigentlich der Anteil von uns Fans am Niedergang des FCK ist. Ich denke, dass bei uns Liebe und Hass manchmal ein Stückchen zu nahe beieinander sind und die Stimmung zu früh kippt. Vielleicht würde uns allen gelegentlich ein wenig mehr gelassener Optimismus gut zu Gesichte stehen.

Hierzu mein erster Vorschlag: lasst dieses unseelige die Spieler zum Rapport in die Kurve zitieren nach schlechten Spielen einfach mal sein.
Auf Twitter hat unser Verein nach langer Zeit mal wieder nationale Aufmerksamkeit erhalten. Leider nicht aus sportlichen Gründen:

http://www.der-betze-brennt.de/artikel/2402-im-blickpunkt-der-betzespart.php?utm_content=buffer4ea52&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

•     •     •

"So eine schöne Grätsche an der Außenlinie kann ja auch etwas Magisches haben."
(Florian Dick)

Deutscher Insolvenzgewinner 2020/2021
http://www.transfermarkt.de/fanszene-teil-vi/thread/forum/37/thread_id/190393/post_id/605793

Nach dem Tribünensturm im letzten Jahr die nächste intelligente Aktion der Karlsruher.

Wird bestimmt ein schönes Spiel im April.

•     •     •

"Wolfsburg, Leverkusen, Hoffenheim, ich bleibe dabei, dass diese Klubs der Bundesliga weniger geben als andere Vereine, die mehr Strahlkraft haben. Ich bin nun ganz bestimmt kein Klassenkämpfer, aber Vereine wie zum Beispiel Kaiserslautern haben einfach viel mehr Ausstrahlung. Es ist deshalb schade, dass der FCK nicht in der Bundesliga ist."

Hans-Joachim Watzke, Süddeutsche Zeitung, 18.09.2012.

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Uli Hoeneß, 2000: "Kriminelle haben im Profifußball nichts zu suchen"
Zitat von Flash2812

http://www.transfermarkt.de/fanszene-teil-vi/thread/forum/37/thread_id/190393/post_id/605793

Nach dem Tribünensturm im letzten Jahr die nächste intelligente Aktion der Karlsruher.

Wird bestimmt ein schönes Spiel im April.


Traurig, das es solche unnötigen Menschen gibt!

http://www.pic-upload.de/view-29601426/TWDkmeCm.jpg.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von OlafMarschall am 31.01.2016 um 17:37 Uhr bearbeitet
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