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Schiedsrichter und der Videobeweis

01.11.2015 - 13:57 Uhr
Ich habe das Spiel am Wochenende nicht gesehen. Ich habe mir eben die Zusammenfassung ansehen wollen. Ich habe es nur bis zum Foulspiel von Mikelbrencis an Lund geschaut bzw. bis zum Konter mit der anschließenden Ecke, die in einer gelben Karte an Lund mündet.

Mir persönlich nimmt das einfach die Lust am Spiel, wenn nicht mehr der FC mit seiner Leistung bestimmend ist, sondern der Schiedsrichter. Im Hinspiel lief es sicherlich glücklich für uns, dass die Hamburger sich wirklich grottendämlich angestellt haben.

Aber nach der Roten für Simpon-Pusey jetzt eine Woche später so eine Aktion zu erleben, ist echt ein ganz, ganz schlechter Witz.

Und wo wir schon beim Thema sind: Wenn ich beim Foulspiel von Jackson an Terrier wieder sehe, was für ein Auflauf der Bayern beim Schiedsrichter stattfindet... Peinlich. Meiner Meinung nach müsste der VAR auch einfach mal in solchen Situationen eingreifen, indem er dem Schiedsrichter durch Einflüstern eine Hilfestellung gibt, ähnlich bei Aktionen außerhalb des Sichtfeldes. Kein Video-Check, einfach eine kurze Benachrichtigung. Das würde sicherlich auch wieder einen mächtigen Pferdefuß haben, aber in anderen Sportarten klappt das ja.
Ich finde dass wir hier in dem gesamten Komplex so einige Themen haben.

Zu einigen habe ich auch gewisse Ideen, bei anderen bin ich eher ratlos.

1. Regelwerk: Hier würde ich als Trainer, Manager, Vereine etc. durchaus Vorschläge zum Gegensteuern machen. Ich persönlich bliebe ja dabei, dass Fußballregeln in allen Ligen gleich sein sollten, insofern sollte alles wieder klarer, simpler, ohne Unsinn wie deliberate Play, Unterschiede in der Bewertung ob ein Eingreifen "Ballorientiert" ist und zb. Rote Karten nicht nur am "Trefferbild" festmachen, sondern schauen ob es hier eher ein Schritt ist oder ein wirklicher Tritt ist.
So, dass man die Dinge nicht auf unterschiedliche Weisen Interpretieren kann und alle Beteiligten wieder mehr wissen, was Sache ist.

2.) Das ist auch relativ einfach. Hier würde ich mir einfach wünschen, dass das Eingreifen klarer geregelt ist.
Die Idee nur "klare Fehlentscheidungen" zu korrigieren, ist ja völlig aus dem Ruder gelaufen.
Hier gibt es wirklich viele Ansätze, einerseits natürlich Challenges durch die Teams, andererseits würde ich persönlich auch begrenzen, was gecheckt wird. Wenn es um Abseits geht, sollte nicht geschaut werden, ob man möglicherweise 30 Sekunden irgendwo irgendwas anderes findet. Das ist aus meiner Sicht einfach nicht die Idee gewesen, als man das eingeführt hat.

3.) Schiedsrichter auf dem Platz sollten wieder mehr Verantwortung tragen, wenn man für alles eh ein Netz und einen doppelten Boden hat, dann sinkt einfach die Qualität.

4. ) Hier hab ich die größten Probleme. Was die teilweise entscheiden, ist für mich absolut Hanebüchen. Dass sich bei unserem Handspiel gegen den BVB und dem Foul gegen Lund der VAR nicht mal ein Zeichen gibt, sich das anzuschauen, da fällt einem nichts mehr ein.

Challenges würden hier aus meiner Sicht zumindest ein bisschen Abhilfe schaffen.

Challenges - wie auch immer - würden zumindest mal ein bisschen mehr gefühlte Gerechtigkeit schaffen. Man hat zumindest Einfluss darauf, dass sich der Schiri sich was anschaut.
So wie es jetzt ist, ist man "dem Mann im Keller" ausgeliefert.

Es gibt natürlich auch den Ansatz, das ganze komplett wieder einzustampfen.

Ich hatte nichts dagegen, dass man aber so wenig Ansätze hat, innerhalb des Systems mal Dinge zu verbessern und anzupassen, wundert mich doch sehr.

Und natürlich, wie gesagt, wie wenig dahingehen von den Verantwortlichen kommt.
Zitat von Misterpinkbn
Ich finde dass wir hier in dem gesamten Komplex so einige Themen haben.

Zu einigen habe ich auch gewisse Ideen, bei anderen bin ich eher ratlos.

1. Regelwerk: Hier würde ich als Trainer, Manager, Vereine etc. durchaus Vorschläge zum Gegensteuern machen. Ich persönlich bliebe ja dabei, dass Fußballregeln in allen Ligen gleich sein sollten, insofern sollte alles wieder klarer, simpler, ohne Unsinn wie deliberate Play, Unterschiede in der Bewertung ob ein Eingreifen "Ballorientiert" ist und zb. Rote Karten nicht nur am "Trefferbild" festmachen, sondern schauen ob es hier eher ein Schritt ist oder ein wirklicher Tritt ist.
So, dass man die Dinge nicht auf unterschiedliche Weisen Interpretieren kann und alle Beteiligten wieder mehr wissen, was Sache ist.

2.) Das ist auch relativ einfach. Hier würde ich mir einfach wünschen, dass das Eingreifen klarer geregelt ist.
Die Idee nur "klare Fehlentscheidungen" zu korrigieren, ist ja völlig aus dem Ruder gelaufen.
Hier gibt es wirklich viele Ansätze, einerseits natürlich Challenges durch die Teams, andererseits würde ich persönlich auch begrenzen, was gecheckt wird. Wenn es um Abseits geht, sollte nicht geschaut werden, ob man möglicherweise 30 Sekunden irgendwo irgendwas anderes findet. Das ist aus meiner Sicht einfach nicht die Idee gewesen, als man das eingeführt hat.

3.) Schiedsrichter auf dem Platz sollten wieder mehr Verantwortung tragen, wenn man für alles eh ein Netz und einen doppelten Boden hat, dann sinkt einfach die Qualität.

4. ) Hier hab ich die größten Probleme. Was die teilweise entscheiden, ist für mich absolut Hanebüchen. Dass sich bei unserem Handspiel gegen den BVB und dem Foul gegen Lund der VAR nicht mal ein Zeichen gibt, sich das anzuschauen, da fällt einem nichts mehr ein.

Challenges würden hier aus meiner Sicht zumindest ein bisschen Abhilfe schaffen.

Challenges - wie auch immer - würden zumindest mal ein bisschen mehr gefühlte Gerechtigkeit schaffen. Man hat zumindest Einfluss darauf, dass sich der Schiri sich was anschaut.
So wie es jetzt ist, ist man "dem Mann im Keller" ausgeliefert.

Es gibt natürlich auch den Ansatz, das ganze komplett wieder einzustampfen.

Ich hatte nichts dagegen, dass man aber so wenig Ansätze hat, innerhalb des Systems mal Dinge zu verbessern und anzupassen, wundert mich doch sehr.

Und natürlich, wie gesagt, wie wenig dahingehen von den Verantwortlichen kommt.


Viele interessante Gedanken... Ohne jetzt zu viel auf das einzugehen, was insbesondere zu Regeln in meinem Kopf rumschwirrt (das würde sehr lang werden) würde ich gerne auf Punkt 2 eingehen, weil ich hier wiederholt das Gefühl habe, dass das falsch verstanden wird.

Du sagst, wenn Abseits gecheckt werden soll, soll nichts anderes 30 Sekunden vorher gecheckt werden. Ich denke, hier liegt einfach bei vielen ein Wahrnehmungsfehler vor, der dann zu großen, aber völlig unnötigen Irritationen führt. Dabei lasse ich vorweg einmal völlig unberüht, wie ich persönlcih dazu stehe.

Fakt ist, Abseits wird gar nicht und niemals vom VAR gecheckt. Gleiches gilt im übrigen auch für Handspiel oder dergleichen. Es dürfen grundsätzlich nur 3 Dinge gecheckt werden: Tor, Elfmeter und Platzverweis. Nichts anderes! Der Ansatz, dass nichts anderes gecheckt werden sollte, wenn Abseits gecheckt wird, ist damit einfach überhaupt nicht kompatibel, weil niemals abseits gecheckt wird. Fällt beispielsweise ein Tor, dann wird "die Angriffssequenz, die zum Tor führte" dahingehend geprüft, ob in der Entstehung des Tores ein Regelverstoß stattgefunden hat. Das kann ein Abseits sein, das kann ein Handspiel sein, ein Foulspiel, das Passieren des Balles an der Auslinie, das kann aber auch alles mögliche andere sein. Die Einschränkung ist hierbei die eine Angriffssequenz. In dieser können eben (und das ist eigentlich der häuftigste Fall) gar keine strittigen Szenen sein, oder eben eine, aber eben auch mehr als eine.

Und jetzt kommt es zum Wahrnehmungsproblem. Immer, wenn jetzt irgendwo in der Entstehung was passiert, was kaum auffällt (i.e. Foul bei Balleroberung) und nicht gepfiffen wird, dann kann es passieren, dass der Ball erst noch 6 mal hin und her gespielt wird, dann eine strittige Abseitsposition kommt und ein Tor fällt... Jeder im Stadion und an den Bildschirmen hält jetzt die Luft an: War das Abseits? Das wird jetzt gecheckt. Dummerweise blendet die DFL dann sogar ein: Prüfung auf Abseits bei Torerzielung. Im Fernsehen läuft die Szene rauf und runter, der Regisseur versteift sich auf diese eine offensichtliche Frage. Es wird immer klarer: Kein Abseits, und jedem ist damit klar, das Tor muss zählen. Die Sekunden verrinnen. Alle fragen sich: Was machen die da? Sieht man doch, Tor muss zählen. Der Schiri zeigt nochmal auf den Knopf im Ohr. Dann wird er zum Bildschirm gerufen. Und alle so: Waaaaaas? Abseits muss doch nicht am Bildschirm gezeigt werden. Zudem nicht, wenn es so klar keines ist. Der Schiri bekommt das Foulspiel bei der Balleroberung gezeigt. Emotional sind zu diesem Zeitpunkt schon alle am ausrasten. Erstens dauert es so lange, zweitens haben sich ja alle auf eine Abseitsprüfung eingestellt, und es war ja offensichtlich kein Abseits. Die Bilder zeigen aber leider, es war eindeutig Foul. Und gecheckt wurde eben laut Regel nicht Abseits sondern die Torerzielung, und zu der gehört halt alles ab dem Ballgewinn dazu... Und dann darf das Tor eben nicht zählen, weil es ohne das Foul nicht gefallen wäre...

Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen, mir ging es schon 100 mal genauso. Das Problem ist hier aber mMn nicht die Regel, sondern die Informationslage. Es ist total uneinsichtig, was alles gecheckt wird und was der Auslöser für den Check ist. Es wird halt einfach so dargestellt, als würde wegen Abseits geprüft. Dem ist aber schlicht einfach nicht so. Es wird wegen Torerzielung geprüft, und dann ggf. mehrere strittige Szenen aufgelöst...

Ich finde, das könnte man sogar ziemlich einfach lösen, indem der Schiri das sehr Zeitnah ankündigt oder man es eben einfach vollständig einblendet: Statt "Prüfung wegen Abseits" müsste man halt einfach "Prüfung der Torerzielung: Abseits, Foulspiel in der Entstehung" einblenden und alle wären sofort von Beginn an im Boot. Der Regisseur würde sofort beide Szenen zeigen, niemand hätte minutenlang das Gefühl, dass muss ein Tor sein, ohne auf dem Schirm gehabt zu haben, dass es noch weiteren Prüfungsbedarf gibt...

Extrem krass ist mir das bei dem Handspiel gegen Leipzig aufgefallen. Da war rauf und runter zu lesen, dass der VAR nicht das Abseits prüfen dürfe, wenn die fragliche Szene ein Handspiel war. Jetzt ist diese Situation auch noch doppelt unglücklich, weil die Abseitsentscheidung knifflig und umstritten war. Aber lass das mal ein klares Abseits gewesen sein. Dann darf es den 11er halt einfach nicht geben. Und dann ist das auch gut, dass hier eben nicht das Handspiel gecheckt wird sondern die Entstehung des 11ers. Das Argument, dass hier das Handspiel geprüft werden sollte und nichts anderes ist erstmal kein Thema, dass die Gerechtigkeit bedienen würde. Es ist aber ein Thema der Tranzparenz. Wenn bei einem so klaren Handspiel sich alle minutenlang darauf einschießen, dass es 11er geben muss und das der VAR das geben MUSS, dann ist die akzeptanz 5 Minuten später, insbesondere ohne Bilder im Stadion, eben einfach dahin, wenn es dann nicht gegeben wird...

Man müsste hier einfach viel näher an der Regel kommunizieren und transparenter agieren, dann wäre das auch alles kein Problem. Das Problem ist an der Stelle, dass die Fans nicht wissen, was genau passiert (sei es wegen mangeldem Regelverständnis und/oder mangelder Transparenz was Grund der Prüfung ist und was genau alles geprüft wird) aber voller Emotionen sind. Das bekommst du einfach bei Falschannahmen dem Zuschauer post mortem nur noch schlecht vermittelt und verkauft...

•     •     •

ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)
Du schreibst das, als hätten das viele inkl mir nicht kapiert.

Dann formuliere ich es anders. Ich bin dagegen, die Torerzielung komplett zu prüfen. Abseits und gut ist. Eben nicht den leichten Rempler im Mittelfeld, den man dann eben wieder so so der so bewerten kann
Das ist doch genau das, was das ganze aus dem Ruder laufen lässt.

Aber ich wollte mich hier auch nicht in einem Detail verlieren, es gibt einfach so viele Ansätze, Dinge zu ändern und bestimmt auch viele Meinungen.
Das schlechteste ist aus meiner Sicht jedoch, es so einfach weiter laufen zu lassen.

Alle beschweren sich, keiner ist glücklich mit dem Status Quo, aber keiner kommt mal mit irgendwas um die Ecke.
Das erschließt sich mir einfach nicht.
Zitat von Misterpinkbn
Du schreibst das, als hätten das viele inkl mir nicht kapiert.

Dann formuliere ich es anders. Ich bin dagegen, die Torerzielung komplett zu prüfen. Abseits und gut ist. Eben nicht den leichten Rempler im Mittelfeld, den man dann eben wieder so so der so bewerten kann
Das ist doch genau das, was das ganze aus dem Ruder laufen lässt.

Aber ich wollte mich hier auch nicht in einem Detail verlieren, es gibt einfach so viele Ansätze, Dinge zu ändern und bestimmt auch viele Meinungen.
Das schlechteste ist aus meiner Sicht jedoch, es so einfach weiter laufen zu lassen.

Alle beschweren sich, keiner ist glücklich mit dem Status Quo, aber keiner kommt mal mit irgendwas um die Ecke.
Das erschließt sich mir einfach nicht.


Dem würde ich mich uneingeschränkt anschließen.

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Come On Effzeh!
Zitat von Misterpinkbn

Du schreibst das, als hätten das viele inkl mir nicht kapiert.

Dann formuliere ich es anders. Ich bin dagegen, die Torerzielung komplett zu prüfen. Abseits und gut ist. Eben nicht den leichten Rempler im Mittelfeld, den man dann eben wieder so so der so bewerten kann
Das ist doch genau das, was das ganze aus dem Ruder laufen lässt.

Aber ich wollte mich hier auch nicht in einem Detail verlieren, es gibt einfach so viele Ansätze, Dinge zu ändern und bestimmt auch viele Meinungen.
Das schlechteste ist aus meiner Sicht jedoch, es so einfach weiter laufen zu lassen.

Alle beschweren sich, keiner ist glücklich mit dem Status Quo, aber keiner kommt mal mit irgendwas um die Ecke.
Das erschließt sich mir einfach nicht.


Erstmal, ich denke schon, dass du persönlich das verstanden hast. Ich glaube jedoch nicht, dass das jeder Fußballfan in der Form verstanden hat. Und die Kommunikation trägt ja auch dazu bei, da mache ich keinem einen Vorwurf draus. Es ist da eher die Frage, die intensiv man sich persönlich mit der Regel beschäftigt hat, und hey, ist immer noch Hobby hier und jeder kann selbst für sich entscheiden, wo er sich wie tief rein denken will... Zudem verliert man im Eifer der Emotionen im Zweifel auch die Regelschärfe, die man sachlich eigentlich hat zwinker Mein Token ist halt: Anders kommuniziert wäre es für sehr viel Leute wesentlich einfacher und weniger emotionsgeladen. In vielerlei Hinsicht reicht es eben nicht aus, am Ende eine richtige Entscheidung zu treffen...

Den anderen Punkt von dir finde ich schwierig... Du sagst, eine Angriffssequenz ist dir zu viel. Ok. Dann stellt sich für mich erstmal sofort die Frage: kannst du verständlich und eindeutig formulieren, ab wann eine Prüfung noch zulässig wäre und ab wann nicht mehr? Also einfach nur, damit ich ein klareres Bild davon habe, was dir vorschwebt... Ich tue mich da nämlich schwer mit Kriterien. Nicht zuletzt kann es dann ja auch in einem kürzeren Zeitraum mehrere Prüffälle geben, i.e. nochmal postuliert das gegen Leipzig sei ein klares Abseits gewesen, ist das schon zu weit weg vom Handspiel, wo der Freistoß ja eigentlich nie wirklich geklärt wurde. Oder nehmen wir an, Ballgewinn durch Foul am eigenen Strafraum und mit 2 Kontakten nach vorne und Tor, ist das dann auch einfach zu weit weg von der Torerzielung? Oder Foul im Strafraum und danach 2 Minuten keine Spielunterbrechung, sollte die 11er Prüfung dann ausbleiben?

Ich finde den Ansatz ja im Grunde gar nicht verkehrt, ich versuche nur Hand dran zu bekommen, was du dir hier vorstellst... Ein Challange System würde das natürlich eindämmen, weil der Trainer genau sagen müsste, was geprüft werden soll, dann würde man halt von dem Ansatz abrücken Spielentscheidende Szenen immer richtig entscheiden zu wollen. Kann man machen, habe aber nicht das Gefühl, dass die Verantwortlichen aktuell damit dann glücklicher wären als jetzt...

Zu deinem anderen Punkt, warum niemand was macht... ich glaube, beim Thema Regeln und Art und Weise wie der VAR eingesetzt wird gibt es bei den Verantwortlichen gar nicht so viel beef wie bei den Fans... Nicht zuletzt könnte man das außer abschaffen auch in Deutschland selbst gar nicht regeln, weil die FIFA das ja beides vorgibt so weit ich weiß. So ist es zum Beispiel nicht einfach möglich in Deutschland auf Challanges umzustellen, weil die FIFA das gar nicht erlaubt... Ich denke beides sind Punkte, warum das gar nicht so scharf angegangen wird...

Ich denke viel eher, was den meisten Verantwortlichen in Deutschland Bauchschmerzen bereitet sind die unterschiedlichen Auslegungen und das eigentlich von den Spielern und Verantwortlichen alle das Gefühl dafür verloren haben, was eigentlich wie gepfiffen und bewertet wird... Das kommt nicht nur bei unserem Trainer immer wieder raus sondern ist auch in vielen anderen Vereinen Thema... Und das wiederum scheint ja durchaus ein Thema zu sein, dass wir in Deutschland angehen und lösen könnten... Und hier wiederum sehe ich ja schon immer wieder von Verantwortlichen Bewegung. So gibt es genau zu solchen Themen auch immer wieder austausch zwischen Schiris und Vereinen. Und auch die Schiris arbeiten sowas durchaus intern auf und versuchen, sich hier zu verbessern.

Ein Vorschlag meinerseits wäre, dass man mal versucht ein Regelset, egal wie gut oder schlecht man es gerade findet, ein paar Jahre durch zu ziehen ohne es zu ändern. Damit könnte man dann auch über einen langen Zeitraum Szenen, die falsch bewertet wurden immer wieder gegeneinander halten und aufarbeiten, sodass auch Lerneffekte die Regeln betreffend bei allen stattfinden könnten. Derzeit bekommen wir ja jedes Jahr einen ganzen Blumenstrauß an neuen Regeln und sogenannten Saison Schwerpunkten, sodass jeder Gewöhnungseffekt direkt wieder dahin ist wenn sich gerade alle drauf eingestellt haben... Das würde es mMn sowohl Spielern als auch Schiris viel Verunsicherung nehmen, wenn man mal eine Zeit lang einfach das gewohnte durchziehen könnte... Derzeit verschlimmbessert man eigentlich nur noch und alleine das sich was ändert bringt Unklarheit rein, völlig egal, ob die Veränderung sinnvoll war oder nicht...

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ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von D0Mspatz am 16.03.2026 um 14:31 Uhr bearbeitet
Sorry, das verliert sich mir dann wieder zu sehr im Detail.

Aber ich kann dir durchaus ein paar grundsätzliche Richtungen geben.

Was sich komplett durchzieht - weniger ist mehr.

Ich bin für weniger (komplizierte Regeln), weniger Handspiel(Elfmeter), weniger Rote Karten, weniger Eingriffe durch den VAR.

Aus meiner Sicht wird alles nur noch verschlimmbrssert durch ein ständiges mehr. Mehr Regeln, mehr VAR etc.

Von mir aus ein wirkliches abgespecktes Regelwerk, was man durch alle Ligen hinweg auch anwenden kann.
Dann kann man das gemäß deinem Vorschlag auch mal mindestens 3 Jahre testen.

Dazu insgesamt weniger VAR, beim einsetzten aber mehr Gerechtigkeit durch Challenges.

Unterm Strich wieder mehr Fussball. Es gab mal Zeiten im TV, da wurde viel über Fußball und Taktik gesprochen, ein bisschen seichter Taktiktalk mit Erik Meijer ist mir allemal lieber als ne halbe Stunde Deliberateplaybullshitbingo mit Thorsten Kinhofer.

Mir persönlich macht Fußball in der Form einfach immer weniger Spaß.

Ich bin ja nicht mal der komplette Traditionalist und will das ganz abschaffen.

Aber gerne so, wie es gedacht war. Aber so ist es völlig aus dem Ruder.
Jedes Spiel ist doch ein reiner Regel- und Schiritalk geworden.
Das ist so nicht mehr mein Spiel.
Ich sehe es absolut genauso und glaube dass es einige Dinge gibt die es enorm erleichtern würden, es wird dadurch nicht alles fairer, aber es geht wieder dahin wo wir mal waren, mit ein paar technischen Verbesserungen:

- Torlinientechnik bleibt erhalten
- VAR greift bei Abseits ein, dabei werden aber ausschließlich die Füße gezählt und nicht der Kopf, Arm/Oberarm/Schulter (wo man ja wieder diskutieren kann)

Ansonsten erhält jedes Team z. B. 3 Challenges die für Handspiele, rote Karten etc. genutzt werden können. Dabei muss ganz klar das Vergehen benannt werden, also "Handspiel von Nr. 15" und nicht "Kontrollieren wir mal alles was vor dem 2:1 passiert ist".

So hat der Schiedsrichter auf alle Fälle wieder etwas mehr Macht und muss auch mal wieder etwas entscheiden. Auf der anderen Seite wird aber nicht alles 3fach überprüft, und wenn es wirklich so ist, dass es das ganze Stadion gesehen hat, dann gibt es eben Challenges für diesen Fall. Da wird man sich, wie bei Einwechselungen auch, gut überlegen wann man diese nutzt.

Aber ich hätte gerne wieder etwas mehr Fußball auf dem Platz. Ich rege mich lieber über den Schiri auf weil er am Wochenende den Hamburger nicht vom Platz geworfen hat als darüber dass der VAR eine Woche zuvor eingreift und diese Woche nicht. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Aktuell wird viel zu viel überprüft und das kann es auf Dauer nicht sein. In der NBA und in der NFL gibt es auch Überprüfungen, aber sie haben sich damit abgefunden dass es eben auch Fehlentscheidungen im Spiel gibt und damit bin ich absolut einverstanden. Lieber so, als bei grauen Situationen ständig fünfminütige Unterbrechungen zu haben weil der Schiri eben nicht auf grau entscheidet sondern sich ja doch für schwarz oder weiß entscheiden muss.

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Come On Effzeh!
@Hector14 hat es bereits angedeutet. Dem Zuschauer wäre schon geholfen, wenn der VAR sich nicht in jede Millimeterentscheidung beim Abseits einmischen würde. Wenn man sich die Szenen bei Gladbach gegen Leipzig oder Union gegen Bayern nochmal heranzieht, dann ist es schon hochgradig peinlich auf Abseits zu entscheiden, wenn man den Zeitpunkt des Abspiels nicht mal genau definieren kann. Dieses sich "einschalten müssen", nur weil der Zehennagel länger gewachsen ist, gehört tatsächlich ins Jahrbuch der VAR-Neurosen.

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Premier League: 1931, 1933, 1934, 1935, 1938, 1948, 1953, 1971, 1989, 1991, 1998, 2002, 2004, 2026
FA Cup: 1930, 1936, 1950, 1971, 1979, 1993, 1998, 2002, 2003, 2005, 2014, 2015, 2017, 2020
EFL Cup: 1987, 1993
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Lehmann – Lauren, Touré, Campbell, Cole – Ljungberg, Vieira, Gilberto Silva, Pirès – Bergkamp, Henry
Raya – Timber, Saliba, Gabriel, Calafiori – Guimarães, Rice - Saka, Ødegaard, Eze - Havertz
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Victoria Concordia Crescit
North London Forever
Arsenal F.C.
Ich würde mir wünschen, dass der VAR nur in den seltensten Fällen eingreift:

- Tätlichkeiten
- Sehr klares Foul oder Handspiel im 16er (Andreasen grüßt)
- Klares Abseits (ein "ganzer" Fuß plus/minus 3 cm)

Challenges braucht es mEn nicht, außer in den oben genannten Fällen zählt die Linie und die Leistung des Schiris, und dazu gehört eben auch menschliches Versagen.
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