1. FC Köln 1. FC Köln
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Markus Anfang
Geburtsdatum 12.06.1974
Alter 52
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Markus Anfang [Ex-Trainer]

17.04.2018 - 15:14 Uhr
Markus Anfang [Ex-Trainer] |#241
03.09.2018 - 08:57 Uhr
Zitat von rudy dyer
Und schon geht es weiter mit dem zweifeln an der Bundesligatauglichkeit des Systems.

Lasst uns doch erstmal die anstehenden schwierigen Aufgaben und das große Ziel Aufstieg anpacken. Dann können wir uns im im Idealfall mit den noch größeren Aufgaben befassen.


Ich kann das auch nicht verstehen.


Und wenn man das Thema schon anfassen muss: In Spanien gibt es einige kleinere Erstligisten, die über einen ballorientierten Ansatz kommen und damit die Klasse halten. Ich finde es schlimm, dass man das hier so verteufelt. Ein Plan mit Ball bedeutet ja auch nicht, dass man ihn nur 90 Minuten ziellos hin- und herschubst.

•     •     •

Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Markus Anfang [Ex-Trainer] |#242
03.09.2018 - 09:04 Uhr
Zitat von Mr Ripley
Klar, sind wir anfälliger, es lässt sich aber auch gut begründen. Zum ersten Mal seit Jahren gehen wir wieder als Favorit in jedes Spiel. Als Konsequenz gibt es viel Raum hinter der letzten Reihe. Das lässt sich nicht vermeiden.
Zum anderen spielen wir nun aber auch einen Fußball, der es uns ermöglicht, so einen 0:2 Rückstand einfach mal, mit einer sauberen spielerischen Linie zu egalisieren.


Du hast ja nicht unrecht, aber vor allem sind bisher nicht nur große Räume hinter der letzten Reihe, sondern insbesondere auch hinter der offensiven 4er-Reihe.
Hier greift einiges an Abstimmung noch nicht, denn entweder muss einer der beiden 8er defensiver agieren (fände ich vernünftiger) oder aber die beiden AVs tatsächlich noch offensiver und zentraler stehen, was allerdings noch offenere Flügel zur Folge hätte.
Wird nach Ballverlust schnell umgeschaltet und mit 2 Leuten durch diesen Raum gespielt, sieht der 6er im Moment nämlich kaum Land. Der muss alleine einen Raum besetzen/verteidigen, der einfach viel zu groß ist, und genau aus diesem Raum kommen dann die gefährlichen Pässe hinter die AV oder wird mit Tempo auf die Innenverteidigung losgegangen nachdem man Hector überspielt hat.

Solange wir ein Tor mehr machen und gewinnen, ist mir das Ergebnis übrigens herzlich egal, da ich kein Verfechter von "die 0 muss immer stehen" bin.
Drei Gegentore finde ich allerdings schon happig, man schießt nämlich doch seltener selber vier aufwärts.

Anfang muss die kommenden zwei Wochen nutzen, um die Balance zwischen Offensiv- und Defensivspiel zu justieren.
Diese steht und fällt mit der Besetzung des Mittelfeldzentrums, die Variante 6er Hector mit den 8ern Schaub und Drexler (oder so wie die beiden es auslegen sind es beides eher 10er) passt mMn überhaupt nicht.
Markus Anfang [Ex-Trainer] |#243
03.09.2018 - 09:05 Uhr
Also ich muss schon sagen, dass es mich manchmal sehr amüsiert, was ich hier lese.

In der Vorbereitung vor der Saison haben viele angezweifelt, ob das System Anfang auch als Favorit greifen kann.
Bei Kiel hätte es möglicherweise nur so gut funktioniert, weil sich keine Mannschaft gegen einen Aufsteiger nur hinten rein stellen und auf Konter setzen würde.

Kaum zeigt sich, dass das System anscheinend auch als Favorit greifen kann, kommen die ersten Stimmen, die anzweifeln, dass das System in der BuLi als Aufsteiger und Underdog funktioniert.

Irgendwie verrückt.

Mir gefällt dieser dominante Ansatz gut. Ich gewinne lieber 5:3 als 1:0.
Und klar sollte auch sein, dass man bei einer dominanten Spielweise anfälliger für Konter ist als wenn man sich nur hinten rein stellt.
Das liegt in der Natur der Sache.

Konnte man bei der N11 zuletz auch sehr gu beobachten.

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1. FC Köln - AS Roma - Tottenham Hotspur FC - Beşiktaş JK - Celtic FC

Dieser Beitrag wurde zuletzt von DonPedro76 am 03.09.2018 um 09:12 Uhr bearbeitet
Markus Anfang [Ex-Trainer] |#244
03.09.2018 - 09:11 Uhr
Zitat von E_Levve_Lang
Zitat von Mr Ripley

Klar, sind wir anfälliger, es lässt sich aber auch gut begründen. Zum ersten Mal seit Jahren gehen wir wieder als Favorit in jedes Spiel. Als Konsequenz gibt es viel Raum hinter der letzten Reihe. Das lässt sich nicht vermeiden.
Zum anderen spielen wir nun aber auch einen Fußball, der es uns ermöglicht, so einen 0:2 Rückstand einfach mal, mit einer sauberen spielerischen Linie zu egalisieren.


Du hast ja nicht unrecht, aber vor allem sind bisher nicht nur große Räume hinter der letzten Reihe, sondern insbesondere auch hinter der offensiven 4er-Reihe.
Hier greift einiges an Abstimmung noch nicht, denn entweder muss einer der beiden 8er defensiver agieren (fände ich vernünftiger) oder aber die beiden AVs tatsächlich noch offensiver und zentraler stehen, was allerdings noch offenere Flügel zur Folge hätte.
Wird nach Ballverlust schnell umgeschaltet und mit 2 Leuten durch diesen Raum gespielt, sieht der 6er im Moment nämlich kaum Land. Der muss alleine einen Raum besetzen/verteidigen, der einfach viel zu groß ist, und genau aus diesem Raum kommen dann die gefährlichen Pässe hinter die AV oder wird mit Tempo auf die Innenverteidigung losgegangen nachdem man Hector überspielt hat.

Solange wir ein Tor mehr machen und gewinnen, ist mir das Ergebnis übrigens herzlich egal, da ich kein Verfechter von "die 0 muss immer stehen" bin.
Drei Gegentore finde ich allerdings schon happig, man schießt nämlich doch seltener selber vier aufwärts.

Anfang muss die kommenden zwei Wochen nutzen, um die Balance zwischen Offensiv- und Defensivspiel zu justieren.
Diese steht und fällt mit der Besetzung des Mittelfeldzentrums, die Variante 6er Hector mit den 8ern Schaub und Drexler (oder so wie die beiden es auslegen sind es beides eher 10er) passt mMn überhaupt nicht.


Kiel hatte aber letzte Saison auch vieler solcher Ergebnisse oder?

Wie bereits geschrieben: am Donnerstag sehe ich zum ersten Mal ein Spiel unter Anfang in der Totalen. Was mir nicht immer so klar ist: Was treiben die AV, wenn der Ball vorne ist und wie sind die Bewegungsabläufe der vier Offensiven (ohne Stürmer) abgestimmt.

Im eigenen Drittel bei Ballbesitz halten die AV ja recht strikt die Rolle neben dem Sechser, also hat man da einen stabilen Fünferblock.

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Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Markus Anfang [Ex-Trainer] |#245
03.09.2018 - 09:59 Uhr
Mal so von Außerhalb:

Wenn der Gegner 24 mal auf das Tor schießt verbietet es sich eigentlich von einer Anfälligkeit für Konter zu sprechen, dann passt da etwas nicht, insbesondere wenn man selbst nur elf mal auf das Tor des Gegners schießt.

Auch sollten Verweise auf Kiel nicht als Garantie gewertet werden, dass das System dauerhaft einen Vorteil bringt. Die Rückrunde von Kiel und auch die Relegationsspiele gegen zu dem Zeitpunkt doch sehr indisponierte Wolfsburger bietet dafür m.E. wenig Anlass.

Nimmt man die bisherigen Spiele des FC als Maßstab, sehe ich noch keinen positiven Effekt des Systems. Überzeugt hat der FC beim Heimsieg gegen offensiv extrem harmlose Auer. In den Spielen gegen Bochum, Union und St. Pauli hatte man erhebliche Probleme. Einen Vorteil aufgrund des Systems konnte ich da nicht erkennen. Aber wie beim HSV nützt es rein gar nichts, sich darüber Gedanken zu machen, weil es zu spät respektive zu früh ist, daran etwas zu ändern. Titz hat erklärt, dass man für ein neues System sieben bis acht Monate brauche, bis es funktioniert und ich denke man hat kaum eine andere Wahl, als diese Zeit abzuwarten.

Die Gegner sind ja auch nicht blöd, suchen und finden immer neue Ansatzpunkte das System zu bekämpfen. Bis ein System so gut eingespielt ist, dass für jedes gegnerische Verhalten eine Antwort während des Spiels gefunden wird, braucht es einfach auch Erfahrung in dem System. Insofern kommt eine Systemkritik zum jetzigen Zeitpunkt für mich zu früh. Sollte man im Frühjahr noch die Spiele so wie gestern gewinnen, weil der Fußballgott einem zur Seite stand oder die individuelle Klasse den Unterschied ausmachte, dann kann man anfangen sich Gedanken zu machen, wie es wird, wenn die individuelle Klasse eher gegen als für die eigene Mannschaft spricht. Aber bis dahin wird man als Fan einfach hoffen dürfen, dass man Spiele wie gegen Pauli irgendwie gewinnt. Dann hat man eben genau das nicht, was man jetzt überhaupt nicht gebrauchen kann:
eine Trainerdiskussion.

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"Wer es nicht schafft, gegen den HSV zu punkten, sollte nicht auf dem Rücken eines Flüchtlings, der niemandem etwas getan hat, versuchen, einen Vorteil herauszuholen, sondern besser auf die eigenen sportlichen Fehler schauen"

Thioune, Fußball-Spruch des Jahres 2020
Markus Anfang [Ex-Trainer] |#246
03.09.2018 - 10:10 Uhr
Zitat von Hope
Mal so von Außerhalb:

Wenn der Gegner 24 mal auf das Tor schießt verbietet es sich eigentlich von einer Anfälligkeit für Konter zu sprechen, dann passt da etwas nicht, insbesondere wenn man selbst nur elf mal auf das Tor des Gegners schießt.

Auch sollten Verweise auf Kiel nicht als Garantie gewertet werden, dass das System dauerhaft einen Vorteil bringt. Die Rückrunde von Kiel und auch die Relegationsspiele gegen zu dem Zeitpunkt doch sehr indisponierte Wolfsburger bietet dafür m.E. wenig Anlass.

Nimmt man die bisherigen Spiele des FC als Maßstab, sehe ich noch keinen positiven Effekt des Systems. Überzeugt hat der FC beim Heimsieg gegen offensiv extrem harmlose Auer. In den Spielen gegen Bochum, Union und St. Pauli hatte man erhebliche Probleme. Einen Vorteil aufgrund des Systems konnte ich da nicht erkennen. Aber wie beim HSV nützt es rein gar nichts, sich darüber Gedanken zu machen, weil es zu spät respektive zu früh ist, daran etwas zu ändern. Titz hat erklärt, dass man für ein neues System sieben bis acht Monate brauche, bis es funktioniert und ich denke man hat kaum eine andere Wahl, als diese Zeit abzuwarten.

Die Gegner sind ja auch nicht blöd, suchen und finden immer neue Ansatzpunkte das System zu bekämpfen. Bis ein System so gut eingespielt ist, dass für jedes gegnerische Verhalten eine Antwort während des Spiels gefunden wird, braucht es einfach auch Erfahrung in dem System. Insofern kommt eine Systemkritik zum jetzigen Zeitpunkt für mich zu früh. Sollte man im Frühjahr noch die Spiele so wie gestern gewinnen, weil der Fußballgott einem zur Seite stand oder die individuelle Klasse den Unterschied ausmachte, dann kann man anfangen sich Gedanken zu machen, wie es wird, wenn die individuelle Klasse eher gegen als für die eigene Mannschaft spricht. Aber bis dahin wird man als Fan einfach hoffen dürfen, dass man Spiele wie gegen Pauli irgendwie gewinnt. Dann hat man eben genau das nicht, was man jetzt überhaupt nicht gebrauchen kann:
eine Trainerdiskussion.


Schöner Beitrag. Ich denke ja auch, das es vor allem noch Zeit braucht, dennoch darf man sich nicht alles schön reden.

Was ich sehr positiv finde:

Wir spielen Fußball. Wir probieren, nach vorne zu kombinieren und Tore zu erzielen. Selbst wenn das System nach einem wahrscheinlichen Aufstieg in Liga 1 so nicht funktionieren sollte, nimmt man dennoch einen Teil dieses Spiels mit. Den Hunger auf Tore, Verständnis für die Laufwege der Mitspieler, Selbstbewusstsein. Gut insbesondere auch für die jungen Spieler.
Davon profitiert man, auch wenn man das System vielleicht etwas modifizieren muss.
Markus Anfang [Ex-Trainer] |#247
03.09.2018 - 11:06 Uhr
Und das wir Offensive spielen, ist doch auch genau das, was wir in Liga 2 brauchen. Wir müssen agieren und Tore schießen, um Spiele zu gewinnen und aufzusteigen...

Stöger mit seinem System hat es doch gezeigt, dass man immer Defensiv spielen kann, und dann vorne irgendwie mal was durchrutscht. Klar geht das auch nicht immer und dann steigt man halt ab, weil man auf einmal offensive können muss und agieren muss.

Für mich stellt sich dieses Jahr die Frage nur bedingt, ob das System in der ersten Liga funktioniert. Mir kommt es erstmal darauf an, dass die Offensiven Abläufe immer besser passen und man dank der individuellen Stärke eben dann auch Tore erzielt. All diese Mechanismen, die Geilheit auf Toren, die Chancen zu kriieren etc. sind Dinge, die wir mitnehmen müssen in die nächsten Saison bei einem möglichen Aufstieg.
Denn Abwehr zu lernen und Defensiv kompakter zu stehen, ist für mich tendenziell leichter als auf einmal Offensive zu können. Und so wird die Balance sicher iwann kommen. Da wird aber das Schalke Spiel schon ein interessanter Gradmesser...

•     •     •

--------------------Andersson------------------
-Jakobs---Duda---Hector---Limnios-----
---------------------Shkiri------------------------
-Katterbach--Czichos----Bornauw---Eazy-
----------------------Horn-----------------------

1. Liga, gekommen um zu bleiben!

Ruhe in Frieden-Robert Enke
Markus Anfang [Ex-Trainer] |#248
03.09.2018 - 11:35 Uhr
Zitat von Hope
Mal so von Außerhalb:

Wenn der Gegner 24 mal auf das Tor schießt verbietet es sich eigentlich von einer Anfälligkeit für Konter zu sprechen, dann passt da etwas nicht, insbesondere wenn man selbst nur elf mal auf das Tor des Gegners schießt.

Auch sollten Verweise auf Kiel nicht als Garantie gewertet werden, dass das System dauerhaft einen Vorteil bringt. Die Rückrunde von Kiel und auch die Relegationsspiele gegen zu dem Zeitpunkt doch sehr indisponierte Wolfsburger bietet dafür m.E. wenig Anlass.

Nimmt man die bisherigen Spiele des FC als Maßstab, sehe ich noch keinen positiven Effekt des Systems. Überzeugt hat der FC beim Heimsieg gegen offensiv extrem harmlose Auer. In den Spielen gegen Bochum, Union und St. Pauli hatte man erhebliche Probleme. Einen Vorteil aufgrund des Systems konnte ich da nicht erkennen. Aber wie beim HSV nützt es rein gar nichts, sich darüber Gedanken zu machen, weil es zu spät respektive zu früh ist, daran etwas zu ändern. Titz hat erklärt, dass man für ein neues System sieben bis acht Monate brauche, bis es funktioniert und ich denke man hat kaum eine andere Wahl, als diese Zeit abzuwarten.

Die Gegner sind ja auch nicht blöd, suchen und finden immer neue Ansatzpunkte das System zu bekämpfen. Bis ein System so gut eingespielt ist, dass für jedes gegnerische Verhalten eine Antwort während des Spiels gefunden wird, braucht es einfach auch Erfahrung in dem System. Insofern kommt eine Systemkritik zum jetzigen Zeitpunkt für mich zu früh. Sollte man im Frühjahr noch die Spiele so wie gestern gewinnen, weil der Fußballgott einem zur Seite stand oder die individuelle Klasse den Unterschied ausmachte, dann kann man anfangen sich Gedanken zu machen, wie es wird, wenn die individuelle Klasse eher gegen als für die eigene Mannschaft spricht. Aber bis dahin wird man als Fan einfach hoffen dürfen, dass man Spiele wie gegen Pauli irgendwie gewinnt. Dann hat man eben genau das nicht, was man jetzt überhaupt nicht gebrauchen kann:
eine Trainerdiskussion.


Die 24 Schüsse des Gegners sind ein tolles Beispiel, wie man Statistiken für seine Zwecke falsch interpretieren kann. Der Großteil davon dürfte in den letzten 15 Minuten passiert sein, in denen wir definitiv keinen Anfangs-Fußball spielten, sondern eher in Stöger'scher Manier am eigenen 16er abhingen.

Zu dem System: Ein System ist erstmal weder gut noch schlecht, daher dürfte es normal sein, dass du keinen (isolierten) positiven Effekt erkennen kannst. Es bleibt auch für immer hypothetisch, ob D trotz oder wegen Löw Weltmeister wurde und so sieht es auch in Hamburg oder Köln mit Titz oder Anfang aus. Das was man sehen kann, ist, dass die Teams einen anderen Fußball spielen, der mir persönlich viel besser gefällt, als Gisdols Bolzfußball oder Stögers Angsthasenfußball. Die Risiken sind Teil der Umstellung, nehme ich aber gerne inkauf, wenn es dafür das eine oder andere 4:3 oder 6:4 gibt und weniger 0:0 und 1:0.

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Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Markus Anfang [Ex-Trainer] |#249
03.09.2018 - 11:51 Uhr
Zitat von Mr Ripley
Zitat von Hope

Mal so von Außerhalb:

Wenn der Gegner 24 mal auf das Tor schießt verbietet es sich eigentlich von einer Anfälligkeit für Konter zu sprechen, dann passt da etwas nicht, insbesondere wenn man selbst nur elf mal auf das Tor des Gegners schießt.



Die 24 Schüsse des Gegners sind ein tolles Beispiel, wie man Statistiken für seine Zwecke falsch interpretieren kann. Der Großteil davon dürfte in den letzten 15 Minuten passiert sein, in denen wir definitiv keinen Anfangs-Fußball spielten, sondern eher in Stöger'scher Manier am eigenen 16er abhingen.

Da muss ich dir allerdings wiedersprechen, denn die 24 Torschüsse von St. Pauli sind leider schon ein Anzeichen und auch ein Zeichen von Schwächen des Systems, denn auch wenn wir am Ende sicher nicht den klassischen Anfangfußball gespielt haben, so zeigt das schon, dass sich das System nicht so leicht auf defensive umstellen lässt...
Das heißt wir werden immer 90 Minuten nach vorne Spielen müssen und können uns kaum mal zurück ziehen und das Ergebnis verwalten
Im Grunde erinnert das an Zorniger beim VFB

Das Offensivspiel ist toll, aber da muss er jetzt an der Balance arbeiten

Zitat von Markus Anfang
Wir haben unseren Stil wiedergefunden, zwei richtig schöne Tore geschossen und in der zweiten Hälfte das Spiel dann klar beherrscht. Am Ende mussten wir mit viel Kampf und viel Leidenschaft dagegen halten.

Diese Aussage bereitet mir sorge, "in der zweiten Hälfte das Spiel dann klar beherrscht"
Welches Spiel hat Anfang bitte gesehen? Ab dem 4:3 waren wir Vogelwild am Ende des Spiels
Markus Anfang [Ex-Trainer] |#250
03.09.2018 - 11:54 Uhr
Zitat von Mr Ripley
Zitat von Hope

Mal so von Außerhalb:

Wenn der Gegner 24 mal auf das Tor schießt verbietet es sich eigentlich von einer Anfälligkeit für Konter zu sprechen, dann passt da etwas nicht, insbesondere wenn man selbst nur elf mal auf das Tor des Gegners schießt.

Auch sollten Verweise auf Kiel nicht als Garantie gewertet werden, dass das System dauerhaft einen Vorteil bringt. Die Rückrunde von Kiel und auch die Relegationsspiele gegen zu dem Zeitpunkt doch sehr indisponierte Wolfsburger bietet dafür m.E. wenig Anlass.

Nimmt man die bisherigen Spiele des FC als Maßstab, sehe ich noch keinen positiven Effekt des Systems. Überzeugt hat der FC beim Heimsieg gegen offensiv extrem harmlose Auer. In den Spielen gegen Bochum, Union und St. Pauli hatte man erhebliche Probleme. Einen Vorteil aufgrund des Systems konnte ich da nicht erkennen. Aber wie beim HSV nützt es rein gar nichts, sich darüber Gedanken zu machen, weil es zu spät respektive zu früh ist, daran etwas zu ändern. Titz hat erklärt, dass man für ein neues System sieben bis acht Monate brauche, bis es funktioniert und ich denke man hat kaum eine andere Wahl, als diese Zeit abzuwarten.

Die Gegner sind ja auch nicht blöd, suchen und finden immer neue Ansatzpunkte das System zu bekämpfen. Bis ein System so gut eingespielt ist, dass für jedes gegnerische Verhalten eine Antwort während des Spiels gefunden wird, braucht es einfach auch Erfahrung in dem System. Insofern kommt eine Systemkritik zum jetzigen Zeitpunkt für mich zu früh. Sollte man im Frühjahr noch die Spiele so wie gestern gewinnen, weil der Fußballgott einem zur Seite stand oder die individuelle Klasse den Unterschied ausmachte, dann kann man anfangen sich Gedanken zu machen, wie es wird, wenn die individuelle Klasse eher gegen als für die eigene Mannschaft spricht. Aber bis dahin wird man als Fan einfach hoffen dürfen, dass man Spiele wie gegen Pauli irgendwie gewinnt. Dann hat man eben genau das nicht, was man jetzt überhaupt nicht gebrauchen kann:
eine Trainerdiskussion.


Die 24 Schüsse des Gegners sind ein tolles Beispiel, wie man Statistiken für seine Zwecke falsch interpretieren kann. Der Großteil davon dürfte in den letzten 15 Minuten passiert sein, in denen wir definitiv keinen Anfangs-Fußball spielten, sondern eher in Stöger'scher Manier am eigenen 16er abhingen.

Zu dem System: Ein System ist erstmal weder gut noch schlecht, daher dürfte es normal sein, dass du keinen (isolierten) positiven Effekt erkennen kannst. Es bleibt auch für immer hypothetisch, ob D trotz oder wegen Löw Weltmeister wurde und so sieht es auch in Hamburg oder Köln mit Titz oder Anfang aus. Das was man sehen kann, ist, dass die Teams einen anderen Fußball spielen, der mir persönlich viel besser gefällt, als Gisdols Bolzfußball oder Stögers Angsthasenfußball. Die Risiken sind Teil der Umstellung, nehme ich aber gerne inkauf, wenn es dafür das eine oder andere 4:3 oder 6:4 gibt und weniger 0:0 und 1:0.


Das hier Statistik falsch interpretiert wurde, schoss mir auch direkt durch den Kopf, als ich den Beitrag von Hope gelesen habe.

Die reine Anzahl der abgegebenen Schüsse sagt doch überhaupt nichts darüber aus,
1. in welcher Phase des Spiels die Mehrheit davon anzusiedeln ist und
2. wie viele davon überhaupt aufs Tor kamen, sprich wie hoch die Qualität dieser Chancen einzuordnen ist (hundertprozentige Chance ja oder nein, Schüsse ausserhalb oder innerhalb des 16er etc.).

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