| Geburtsdatum | 12.10.2006 |
|---|---|
| Alter | 19 |
| Nat. |
Italien |
| Größe | - |
| Leihende | 30.06.2027 |
| Position | Linker Verteidiger |
| Fuß | links |
| Akt. Verein | Calcio Lecco 1912 |
Leistungsdaten: 26/27
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 2 | - | - | ||
![]() | Coppa Serie C | 1 | - | - | |
![]() | Serie C - A | 1 | - | - | |
Marco Litti [Calcio Lecco 1912]
26.08.2026 - 10:59 Uhr
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27.08.2026 - 01:14 Uhr
Saisonvorschau 2026/27 – Marco Litti
Der erste Schritt aus Trigoria
Der Übergang von der Primavera in den Profifußball ist für viele Talente der schwierigste Abschnitt ihrer bisherigen Karriere.
Im Nachwuchs kennen sie die Mannschaft, die Abläufe und meistens auch ihre Gegenspieler. Im Erwachsenenfußball treffen sie plötzlich auf körperlich stärkere, taktisch erfahrenere und wesentlich abgezocktere Profis. Fehler, die im Jugendbereich noch korrigiert werden können, entscheiden dort möglicherweise ein Spiel.
Marco Litti steht genau vor diesem Schritt.
Der 19-jährige Linksverteidiger wurde für eine Saison an den Drittligisten Lecco verliehen. Eine Kaufoption wurde nicht bekanntgegeben. Die Ausgangslage unterscheidet sich damit deutlich von den Leihen jener Spieler, bei denen die Roma hauptsächlich auf einen dauerhaften Verkauf hofft.
Litti soll spielen, Erfahrungen sammeln und anschließend als weiterentwickelter Spieler nach Rom zurückkehren.
Steckbrief
Name: Marco Litti
Geboren: 12. Oktober 2006
Alter: 19 Jahre
Geburtsort: Brindisi
Position: Linksverteidiger/linker Schienenspieler
Fuß: Links
Leihverein: Calcio Lecco
Leihdauer: Bis zum 30. Juni 2027
Kaufoption: Keine bekannt
Rückennummer: 19
Sein Weg bei der Roma
Litti wechselte 2020 aus dem Nachwuchs von Lecce in das Jugendzentrum der Roma. Seine ersten Monate in einer neuen Stadt und einem wesentlich größeren Verein beschrieb er später selbst als schwierig. Mit der Zeit entwickelte er sich jedoch zu einem festen Bestandteil des romanistischen Nachwuchses.
In der Saison 2022/23 gewann er mit der U17 die italienische Meisterschaft. Anschließend rückte er in die Primavera auf und absolvierte dort in seinen letzten beiden Spielzeiten insgesamt 55 Partien.
Litti gehörte nicht immer zu den auffälligsten Talenten seines Jahrgangs. Er entwickelte sich eher Schritt für Schritt über seine Zuverlässigkeit, seine Geschwindigkeit und seine Einsatzbereitschaft. In seiner letzten Primavera-Saison kam er auf 30 Einsätze und erzielte zwei Tore.
Bereits im Juli 2025 verlängerte die Roma seinen Vertrag bis 2027 und sicherte sich zusätzlich die Möglichkeit, ihn für ein weiteres Jahr zu binden. Nach aktuellen Kaderangaben läuft sein Vertrag inzwischen bis 2028.
Die Roma hat ihn somit nicht einfach abgegeben, sondern seine Entwicklung abgesichert und anschließend den nächsten sportlichen Schritt vorbereitet.
Was für ein Spielertyp ist Litti?
Litti ist ein offensiv ausgerichteter linker Außenverteidiger, dessen größte Stärke sein Tempo ist.
Er kann die gesamte linke Seite bearbeiten, schaltet sich frühzeitig in Angriffe ein und versucht, nach Ballgewinnen schnell Raum zu überbrücken. In einer Viererkette kann er als klassischer Linksverteidiger eingesetzt werden. Noch natürlicher wirkt seine Rolle allerdings als linker Schienenspieler in einem System mit drei Innenverteidigern.
Dort muss er weniger dauerhaft auf einer Höhe mit der letzten Abwehrlinie bleiben und kann seine Dynamik stärker einsetzen. Er soll Breite geben, Läufe hinter die gegnerische Abwehr starten und gleichzeitig nach Ballverlusten schnell zurückarbeiten.
Leccos Trainer Federico Valente bezeichnete ihn während der Vorbereitung als einen schnellen „Motor“, der sowohl in der zweiten als auch in der letzten Spielfeldzone etwas bewirken könne. Besonders positiv sei gewesen, wie schnell sich Litti an seine neue Mannschaft angepasst habe.
Das zeigte sich bereits in den ersten Pflichtspielen.
Sowohl in der Coppa Italia Serie C gegen Desenzano als auch am ersten Ligaspieltag gegen Arzignano stand Litti in der Startelf. Im Pokal spielte Lecco in einem 3-4-2-1, zum Ligaauftakt in einem 3-5-2. In beiden Systemen besetzte Litti die komplette linke Außenbahn.
Seine vorgesehene Rolle ist damit schon erkennbar: Er soll nicht nur als junger Ersatzspieler Erfahrungen sammeln, sondern sich ernsthaft um einen Stammplatz bewerben.
Warum Lecco der richtige Schritt sein kann
Eine weitere Saison in der Primavera hätte Litti wahrscheinlich nur noch begrenzt geholfen. Er kennt den Nachwuchsfußball und hat dort bereits ausreichend Spielpraxis gesammelt.
Nun muss er herausfinden, ob seine Stärken auch gegen erwachsene Gegenspieler funktionieren.
In der Serie C trifft er auf Flügelspieler, die körperlich robuster sind und taktische Fehler konsequenter ausnutzen. Litti wird nicht mehr jedes Laufduell allein durch seine Geschwindigkeit lösen können. Er muss lernen, wann er nach vorne gehen darf und wann er seine Position halten muss.
Die taktische Ausrichtung des Lecco passt dabei grundsätzlich zu seinem Profil. Als linker Schienenspieler erhält er viele Möglichkeiten, seine Dynamik einzusetzen. Gleichzeitig verlangt diese Position enorme Laufarbeit und ein gutes Verständnis dafür, wann er angreifen und wann er die defensive Linie absichern muss.
Dass er in den ersten beiden Pflichtspielen sofort beginnen durfte, ist ein sehr gutes Zeichen. Es bedeutet allerdings noch nicht, dass sein Stammplatz für die gesamte Saison garantiert ist.
Litti muss dieses Vertrauen nun bestätigen.
Was muss er verbessern?
1. Defensive Zuverlässigkeit
Bei offensiven Außenverteidigern wird häufig zuerst über Tempo, Flanken und Vorlagen gesprochen. Für eine mögliche Zukunft bei der Roma wird aber entscheidend sein, ob Litti auch defensiv verlässlich arbeitet.
Er muss im direkten Duell stabiler werden, Flanken verhindern und seine Position auch dann halten, wenn der Gegner ihn körperlich unter Druck setzt.
In der Serie C werden erfahrene Mannschaften gezielt versuchen, den Raum hinter ihm anzugreifen. Litti muss deshalb lernen, seine offensiven Läufe besser abzusichern und nach Ballverlusten sofort richtig zu reagieren.
2. Körperliche Entwicklung
Litti bringt Geschwindigkeit und Ausdauer mit. Im Erwachsenenfußball wird er jedoch häufiger in intensive Schulterduelle verwickelt werden.
Er muss nicht plötzlich zu einem besonders kräftigen Verteidiger werden. Er benötigt aber genügend Stabilität, um sich nicht zu leicht vom Ball trennen oder am eigenen Strafraum wegdrücken zu lassen.
3. Qualität im letzten Drittel
Ein Schienenspieler wird auch an seiner offensiven Produktion gemessen.
Litti muss aus seinen Vorstößen häufiger konkrete Torchancen entwickeln. Dazu gehören präzisere Flanken, bessere Entscheidungen am Strafraum und ein klareres Zusammenspiel mit den offensiven Spielern.
Tempo allein reicht nicht. Entscheidend ist, was am Ende des Laufwegs entsteht.
4. Konstanz über eine gesamte Saison
Zwei Pflichtspiel-Starts sind ein vielversprechender Anfang. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, diese Rolle über mehrere Monate zu verteidigen.
Litti muss auch nach schwächeren Partien, kleineren Verletzungen oder taktischen Veränderungen seinen Platz in der Mannschaft behaupten. Erst dann kann man von einem erfolgreichen Übergang in den Profifußball sprechen.
Was wäre eine erfolgreiche Saison?
Für Litti ist die wichtigste Zahl zunächst seine Einsatzzeit.
Er benötigt eine komplette Spielzeit unter professionellen Bedingungen. Kurze Einwechslungen würden seiner Entwicklung weniger helfen als regelmäßige Startelfeinsätze, bei denen er Verantwortung übernehmen und auch eigene Fehler verarbeiten muss.
Eine erfolgreiche Saison wäre erreicht, wenn Litti:
mindestens 25 Ligaspiele absolviert,
regelmäßig in der Startelf steht,
auf mehr als 2.000 Einsatzminuten kommt,
sich als linker Schienenspieler festsetzt,
mehrere Tore oder Vorlagen vorbereitet,
und defensiv über die Saison sichtbar stabiler wird.
Sollte er 30 oder mehr Pflichtspiele bestreiten und seinen Stammplatz behaupten, wäre seine erste Profisaison eindeutig gelungen.
Bleibt er dagegen nach einem guten Beginn nur Ersatzspieler, müsste die Roma im kommenden Sommer prüfen, ob eine weitere Leihe auf diesem Niveau sinnvoll ist.
Hat Litti eine Zukunft bei der Roma?
Eine direkte Rückkehr in die Roma-Mannschaft ist im Moment noch schwer vorstellbar.
Der Unterschied zwischen der Primavera beziehungsweise der Serie C und einem Champions-League-Anwärter in der Serie A ist enorm. Eine gute Saison in Lecco würde Litti deshalb nicht automatisch einen Platz in der ersten Mannschaft garantieren.
Sein Profil ist für Gasperinis Spielweise allerdings grundsätzlich interessant.
Gasperini verlangt von seinen Schienenspielern Tempo, Ausdauer, Mut im Vorwärtsgang und die Bereitschaft, die gesamte Außenbahn zu bearbeiten. Genau in diesen Bereichen besitzt Litti seine auffälligsten Qualitäten.
Dazu kommt sein Status als im Verein ausgebildeter Spieler. Solche Talente können langfristig für die Kaderplanung und die Meldelisten wertvoll werden.
Sein realistischer Weg führt trotzdem wahrscheinlich über mehrere Schritte. Nach einer starken Saison in Lecco könnte ihn die Roma in der Vorbereitung testen oder anschließend auf einem höheren Niveau – möglicherweise in die Serie B – verleihen.
Litti muss in diesem Jahr nicht beweisen, dass er bereits bereit für die Roma ist. Er muss zeigen, dass er den ersten Schritt im Profifußball erfolgreich bewältigen kann.
Meine Prognose
Der Beginn macht Hoffnung.
Litti hat sich während der Vorbereitung schnell an die neue Mannschaft angepasst und stand in den ersten beiden Pflichtspielen direkt in der Startelf. Lecco setzt ihn in genau jener Rolle ein, die am besten zu seinen bisherigen Stärken passt.
Nun beginnt der wesentlich schwierigere Teil.
Er muss zeigen, dass er nicht nur ein schneller und interessanter Nachwuchsspieler ist, sondern auch im Erwachsenenfußball Woche für Woche bestehen kann. Besonders seine defensive Entwicklung und die Qualität seiner letzten Aktion werden darüber entscheiden, wie hoch sein weiteres Potenzial eingeschätzt wird.
Die Roma hat mit dieser Leihe wenig zu verlieren. Setzt sich Litti durch, besitzt der Verein im kommenden Sommer einen 20-jährigen Schienenspieler mit einer vollständigen Profisaison. Scheitert er, ist zumindest klarer, auf welchem Niveau seine weitere Entwicklung stattfinden muss.
Litti gehört derzeit nicht zu den Talenten, denen unmittelbar der Sprung in die erste Mannschaft zugetraut werden muss. Er ist aber auch kein Spieler, dessen Roma-Zukunft bereits abgeschlossen ist.
Genau deshalb lohnt sich die monatliche Beobachtung.
Saisonziel: Stammplatz und mindestens 2.000 Einsatzminuten
Best-Case: Litti wird auf der linken Seite zum Leistungsträger und empfiehlt sich für die Roma-Vorbereitung 2027
Worst-Case: Er verliert nach dem guten Beginn seinen Platz und benötigt anschließend eine weitere Leihe
Roma-Perspektive: Offen – bei einer starken Saison als moderner Schienenspieler weiterhin interessant
Video-Material
Dreaming Roma – Marco Litti
Der erste Schritt aus Trigoria
Der Übergang von der Primavera in den Profifußball ist für viele Talente der schwierigste Abschnitt ihrer bisherigen Karriere.
Im Nachwuchs kennen sie die Mannschaft, die Abläufe und meistens auch ihre Gegenspieler. Im Erwachsenenfußball treffen sie plötzlich auf körperlich stärkere, taktisch erfahrenere und wesentlich abgezocktere Profis. Fehler, die im Jugendbereich noch korrigiert werden können, entscheiden dort möglicherweise ein Spiel.
Marco Litti steht genau vor diesem Schritt.
Der 19-jährige Linksverteidiger wurde für eine Saison an den Drittligisten Lecco verliehen. Eine Kaufoption wurde nicht bekanntgegeben. Die Ausgangslage unterscheidet sich damit deutlich von den Leihen jener Spieler, bei denen die Roma hauptsächlich auf einen dauerhaften Verkauf hofft.
Litti soll spielen, Erfahrungen sammeln und anschließend als weiterentwickelter Spieler nach Rom zurückkehren.
Steckbrief
Name: Marco Litti
Geboren: 12. Oktober 2006
Alter: 19 Jahre
Geburtsort: Brindisi
Position: Linksverteidiger/linker Schienenspieler
Fuß: Links
Leihverein: Calcio Lecco
Leihdauer: Bis zum 30. Juni 2027
Kaufoption: Keine bekannt
Rückennummer: 19
Sein Weg bei der Roma
Litti wechselte 2020 aus dem Nachwuchs von Lecce in das Jugendzentrum der Roma. Seine ersten Monate in einer neuen Stadt und einem wesentlich größeren Verein beschrieb er später selbst als schwierig. Mit der Zeit entwickelte er sich jedoch zu einem festen Bestandteil des romanistischen Nachwuchses.
In der Saison 2022/23 gewann er mit der U17 die italienische Meisterschaft. Anschließend rückte er in die Primavera auf und absolvierte dort in seinen letzten beiden Spielzeiten insgesamt 55 Partien.
Litti gehörte nicht immer zu den auffälligsten Talenten seines Jahrgangs. Er entwickelte sich eher Schritt für Schritt über seine Zuverlässigkeit, seine Geschwindigkeit und seine Einsatzbereitschaft. In seiner letzten Primavera-Saison kam er auf 30 Einsätze und erzielte zwei Tore.
Bereits im Juli 2025 verlängerte die Roma seinen Vertrag bis 2027 und sicherte sich zusätzlich die Möglichkeit, ihn für ein weiteres Jahr zu binden. Nach aktuellen Kaderangaben läuft sein Vertrag inzwischen bis 2028.
Die Roma hat ihn somit nicht einfach abgegeben, sondern seine Entwicklung abgesichert und anschließend den nächsten sportlichen Schritt vorbereitet.
Was für ein Spielertyp ist Litti?
Litti ist ein offensiv ausgerichteter linker Außenverteidiger, dessen größte Stärke sein Tempo ist.
Er kann die gesamte linke Seite bearbeiten, schaltet sich frühzeitig in Angriffe ein und versucht, nach Ballgewinnen schnell Raum zu überbrücken. In einer Viererkette kann er als klassischer Linksverteidiger eingesetzt werden. Noch natürlicher wirkt seine Rolle allerdings als linker Schienenspieler in einem System mit drei Innenverteidigern.
Dort muss er weniger dauerhaft auf einer Höhe mit der letzten Abwehrlinie bleiben und kann seine Dynamik stärker einsetzen. Er soll Breite geben, Läufe hinter die gegnerische Abwehr starten und gleichzeitig nach Ballverlusten schnell zurückarbeiten.
Leccos Trainer Federico Valente bezeichnete ihn während der Vorbereitung als einen schnellen „Motor“, der sowohl in der zweiten als auch in der letzten Spielfeldzone etwas bewirken könne. Besonders positiv sei gewesen, wie schnell sich Litti an seine neue Mannschaft angepasst habe.
Das zeigte sich bereits in den ersten Pflichtspielen.
Sowohl in der Coppa Italia Serie C gegen Desenzano als auch am ersten Ligaspieltag gegen Arzignano stand Litti in der Startelf. Im Pokal spielte Lecco in einem 3-4-2-1, zum Ligaauftakt in einem 3-5-2. In beiden Systemen besetzte Litti die komplette linke Außenbahn.
Seine vorgesehene Rolle ist damit schon erkennbar: Er soll nicht nur als junger Ersatzspieler Erfahrungen sammeln, sondern sich ernsthaft um einen Stammplatz bewerben.
Warum Lecco der richtige Schritt sein kann
Eine weitere Saison in der Primavera hätte Litti wahrscheinlich nur noch begrenzt geholfen. Er kennt den Nachwuchsfußball und hat dort bereits ausreichend Spielpraxis gesammelt.
Nun muss er herausfinden, ob seine Stärken auch gegen erwachsene Gegenspieler funktionieren.
In der Serie C trifft er auf Flügelspieler, die körperlich robuster sind und taktische Fehler konsequenter ausnutzen. Litti wird nicht mehr jedes Laufduell allein durch seine Geschwindigkeit lösen können. Er muss lernen, wann er nach vorne gehen darf und wann er seine Position halten muss.
Die taktische Ausrichtung des Lecco passt dabei grundsätzlich zu seinem Profil. Als linker Schienenspieler erhält er viele Möglichkeiten, seine Dynamik einzusetzen. Gleichzeitig verlangt diese Position enorme Laufarbeit und ein gutes Verständnis dafür, wann er angreifen und wann er die defensive Linie absichern muss.
Dass er in den ersten beiden Pflichtspielen sofort beginnen durfte, ist ein sehr gutes Zeichen. Es bedeutet allerdings noch nicht, dass sein Stammplatz für die gesamte Saison garantiert ist.
Litti muss dieses Vertrauen nun bestätigen.
Was muss er verbessern?
1. Defensive Zuverlässigkeit
Bei offensiven Außenverteidigern wird häufig zuerst über Tempo, Flanken und Vorlagen gesprochen. Für eine mögliche Zukunft bei der Roma wird aber entscheidend sein, ob Litti auch defensiv verlässlich arbeitet.
Er muss im direkten Duell stabiler werden, Flanken verhindern und seine Position auch dann halten, wenn der Gegner ihn körperlich unter Druck setzt.
In der Serie C werden erfahrene Mannschaften gezielt versuchen, den Raum hinter ihm anzugreifen. Litti muss deshalb lernen, seine offensiven Läufe besser abzusichern und nach Ballverlusten sofort richtig zu reagieren.
2. Körperliche Entwicklung
Litti bringt Geschwindigkeit und Ausdauer mit. Im Erwachsenenfußball wird er jedoch häufiger in intensive Schulterduelle verwickelt werden.
Er muss nicht plötzlich zu einem besonders kräftigen Verteidiger werden. Er benötigt aber genügend Stabilität, um sich nicht zu leicht vom Ball trennen oder am eigenen Strafraum wegdrücken zu lassen.
3. Qualität im letzten Drittel
Ein Schienenspieler wird auch an seiner offensiven Produktion gemessen.
Litti muss aus seinen Vorstößen häufiger konkrete Torchancen entwickeln. Dazu gehören präzisere Flanken, bessere Entscheidungen am Strafraum und ein klareres Zusammenspiel mit den offensiven Spielern.
Tempo allein reicht nicht. Entscheidend ist, was am Ende des Laufwegs entsteht.
4. Konstanz über eine gesamte Saison
Zwei Pflichtspiel-Starts sind ein vielversprechender Anfang. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, diese Rolle über mehrere Monate zu verteidigen.
Litti muss auch nach schwächeren Partien, kleineren Verletzungen oder taktischen Veränderungen seinen Platz in der Mannschaft behaupten. Erst dann kann man von einem erfolgreichen Übergang in den Profifußball sprechen.
Was wäre eine erfolgreiche Saison?
Für Litti ist die wichtigste Zahl zunächst seine Einsatzzeit.
Er benötigt eine komplette Spielzeit unter professionellen Bedingungen. Kurze Einwechslungen würden seiner Entwicklung weniger helfen als regelmäßige Startelfeinsätze, bei denen er Verantwortung übernehmen und auch eigene Fehler verarbeiten muss.
Eine erfolgreiche Saison wäre erreicht, wenn Litti:
mindestens 25 Ligaspiele absolviert,
regelmäßig in der Startelf steht,
auf mehr als 2.000 Einsatzminuten kommt,
sich als linker Schienenspieler festsetzt,
mehrere Tore oder Vorlagen vorbereitet,
und defensiv über die Saison sichtbar stabiler wird.
Sollte er 30 oder mehr Pflichtspiele bestreiten und seinen Stammplatz behaupten, wäre seine erste Profisaison eindeutig gelungen.
Bleibt er dagegen nach einem guten Beginn nur Ersatzspieler, müsste die Roma im kommenden Sommer prüfen, ob eine weitere Leihe auf diesem Niveau sinnvoll ist.
Hat Litti eine Zukunft bei der Roma?
Eine direkte Rückkehr in die Roma-Mannschaft ist im Moment noch schwer vorstellbar.
Der Unterschied zwischen der Primavera beziehungsweise der Serie C und einem Champions-League-Anwärter in der Serie A ist enorm. Eine gute Saison in Lecco würde Litti deshalb nicht automatisch einen Platz in der ersten Mannschaft garantieren.
Sein Profil ist für Gasperinis Spielweise allerdings grundsätzlich interessant.
Gasperini verlangt von seinen Schienenspielern Tempo, Ausdauer, Mut im Vorwärtsgang und die Bereitschaft, die gesamte Außenbahn zu bearbeiten. Genau in diesen Bereichen besitzt Litti seine auffälligsten Qualitäten.
Dazu kommt sein Status als im Verein ausgebildeter Spieler. Solche Talente können langfristig für die Kaderplanung und die Meldelisten wertvoll werden.
Sein realistischer Weg führt trotzdem wahrscheinlich über mehrere Schritte. Nach einer starken Saison in Lecco könnte ihn die Roma in der Vorbereitung testen oder anschließend auf einem höheren Niveau – möglicherweise in die Serie B – verleihen.
Litti muss in diesem Jahr nicht beweisen, dass er bereits bereit für die Roma ist. Er muss zeigen, dass er den ersten Schritt im Profifußball erfolgreich bewältigen kann.
Meine Prognose
Der Beginn macht Hoffnung.
Litti hat sich während der Vorbereitung schnell an die neue Mannschaft angepasst und stand in den ersten beiden Pflichtspielen direkt in der Startelf. Lecco setzt ihn in genau jener Rolle ein, die am besten zu seinen bisherigen Stärken passt.
Nun beginnt der wesentlich schwierigere Teil.
Er muss zeigen, dass er nicht nur ein schneller und interessanter Nachwuchsspieler ist, sondern auch im Erwachsenenfußball Woche für Woche bestehen kann. Besonders seine defensive Entwicklung und die Qualität seiner letzten Aktion werden darüber entscheiden, wie hoch sein weiteres Potenzial eingeschätzt wird.
Die Roma hat mit dieser Leihe wenig zu verlieren. Setzt sich Litti durch, besitzt der Verein im kommenden Sommer einen 20-jährigen Schienenspieler mit einer vollständigen Profisaison. Scheitert er, ist zumindest klarer, auf welchem Niveau seine weitere Entwicklung stattfinden muss.
Litti gehört derzeit nicht zu den Talenten, denen unmittelbar der Sprung in die erste Mannschaft zugetraut werden muss. Er ist aber auch kein Spieler, dessen Roma-Zukunft bereits abgeschlossen ist.
Genau deshalb lohnt sich die monatliche Beobachtung.
Saisonziel: Stammplatz und mindestens 2.000 Einsatzminuten
Best-Case: Litti wird auf der linken Seite zum Leistungsträger und empfiehlt sich für die Roma-Vorbereitung 2027
Worst-Case: Er verliert nach dem guten Beginn seinen Platz und benötigt anschließend eine weitere Leihe
Roma-Perspektive: Offen – bei einer starken Saison als moderner Schienenspieler weiterhin interessant
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