| Geburtsdatum | 01.01.1977 |
|---|---|
| Alter | 49 |
| Nat. |
Bosnien-Herzegowina |
| Funktion | Sportvorstand |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Hasan Salihamidzic
31.07.2017 - 17:47 Uhr
22.08.2017 - 15:34 Uhr
Zitat von Leinad
Mir war nicht klar, dass das Recht zur Interpretation nur dir zur Verfügung steht. Du hast ja scheinbar keine Schwierigkeiten damit andere Personen abzuqualifizeren, aber wenn man recht neutral festhält, dass Lahm in seiner Karriere sicherlich nie als schwieriger Typ und damit durchaus als "pflegeleicht" für Trainer eingestuft werden kann, dann ist das nach dir also wirklich ein "abqualifizieren"?
Selbst du musst doch wohl zugeben, dass auch bei uns andere Spieler als Führungsspieler immer wesentlich deutlicher in Erscheinung traten und auch Lahm bei der dt. NM maximal als einer von einer Reihe an Namen genannt wurde. Selbst Löw fing bei dem Thema gerne mit Khedira, Mertesacker etc. an.
Das soll ja auch nicht heißen, dass Lahm keine Qualitäten in dem Bereich hätte, aber ist er dir wirklich auf oder neben dem Platz wirklich so sehr als absolute Führungspersönlichkeit aufgefallen?
Lahms Rolle schien da doch schon immer eher die des Mediators zu sein und im Rahmen der NM ging es beim Kapitänsamt ohnehin darum auch eine andere Ausrichtung für diese Position zu finden.
Bei Löw war Lahm dann halt sowas wie ein Assistent und Verbindungsstück zur Mannschaft und eben weniger der klassische Kapitän der halt Kopf der Mannschaft ist und eher von deren Seite aus agiert.
Gerade diese klassische Interpretation von Ballack hinsichtlich des Kapitänsamt war doch auch einer der Reibungspunkte.
Mir war nicht klar, dass das Recht zur Interpretation nur dir zur Verfügung steht. Du hast ja scheinbar keine Schwierigkeiten damit andere Personen abzuqualifizeren, aber wenn man recht neutral festhält, dass Lahm in seiner Karriere sicherlich nie als schwieriger Typ und damit durchaus als "pflegeleicht" für Trainer eingestuft werden kann, dann ist das nach dir also wirklich ein "abqualifizieren"?
Selbst du musst doch wohl zugeben, dass auch bei uns andere Spieler als Führungsspieler immer wesentlich deutlicher in Erscheinung traten und auch Lahm bei der dt. NM maximal als einer von einer Reihe an Namen genannt wurde. Selbst Löw fing bei dem Thema gerne mit Khedira, Mertesacker etc. an.
Das soll ja auch nicht heißen, dass Lahm keine Qualitäten in dem Bereich hätte, aber ist er dir wirklich auf oder neben dem Platz wirklich so sehr als absolute Führungspersönlichkeit aufgefallen?
Lahms Rolle schien da doch schon immer eher die des Mediators zu sein und im Rahmen der NM ging es beim Kapitänsamt ohnehin darum auch eine andere Ausrichtung für diese Position zu finden.
Bei Löw war Lahm dann halt sowas wie ein Assistent und Verbindungsstück zur Mannschaft und eben weniger der klassische Kapitän der halt Kopf der Mannschaft ist und eher von deren Seite aus agiert.
Gerade diese klassische Interpretation von Ballack hinsichtlich des Kapitänsamt war doch auch einer der Reibungspunkte.
Ok, also Lahm ist laut dir ein "Mediator, Assistent und Verbindungsstück zur Mannschaft", macht genau nicht das einerseits einen guten Kapitän aus bzw. qualifiziert einen das nicht andererseits auch für die angedachte Rolle des "Sportdirektors", wie auch immer diese Rolle dann genau aussieht, weiß ja scheinbar nicht mal der aktuelle Amtsinhaber? Wir behalten diese deine Worte mal im Kopf für später.
Zitat von usernick
Versuchst du es hier so darzustellen als könne Ballack auf Lahms opportunistisches Verhalten nicht verärgert reagieren ohne das Lahm dabei das Mastermind geben musste?
Ich stelle ja nicht in Abrede, dass Lahm die Situation für seine eigenen Interessen genutzt hat, aber man braucht doch bitte nicht so zu tun als wäre das alles Teil einer groß geplante Aktion von Lahm gewesen.
Löw hatte Ballack eben längst angezählt und Lahm hatte natürlich sowohl beim Trainer als auch öffentlich dann das Standing um diese Lücke zu schließen.
Es ist halt lediglich etwas abenteuerlich das nun ständig zu einer derart besonderen Geschichte zu machen.
Versuchst du es hier so darzustellen als könne Ballack auf Lahms opportunistisches Verhalten nicht verärgert reagieren ohne das Lahm dabei das Mastermind geben musste?
Ich stelle ja nicht in Abrede, dass Lahm die Situation für seine eigenen Interessen genutzt hat, aber man braucht doch bitte nicht so zu tun als wäre das alles Teil einer groß geplante Aktion von Lahm gewesen.
Löw hatte Ballack eben längst angezählt und Lahm hatte natürlich sowohl beim Trainer als auch öffentlich dann das Standing um diese Lücke zu schließen.
Es ist halt lediglich etwas abenteuerlich das nun ständig zu einer derart besonderen Geschichte zu machen.
Abenteuerlich ist es lediglich so zu tun, als sei dem Lahm die Kapitänsbinde ohne dessen Zutun quasi aufgedrängt worden, was in deinem ersten Post so stand, Stichwort "Abstauber". Ich will das auch nicht zu positiv darstellen, es sollte lediglich illustrieren, dass Lahm sicher ein Mensch mit einem gewissen Machtdenken ist und sich dann auch entsprechend durchsetzen kann, was man dann durchaus auf den Managerposten übertragen kann.
Zitat von usernick
Reschke wurde doch erstmal von Sammer selber geholt, weshalb du es nicht als Reaktion des Verein darstellen solltest.
Davon mal abgesehen was heißt überhaupt Erfahrung/Plan in diesem Kontext? Meinst du damit rechtliche Fragen, Vertragsgestaltung und co.? Die wird er natürlich nicht gehabt haben, die dürften aber wenige haben und dafür gibt es halt entsprechende Experten.
Was also sonst? Verhandlungsgeschick? Fähigkeit sportliche Fragen bei Transfers zu bewerten? Kontakte bzw. Kontaktaufnahme zu den entsprechenden Parteien?
Ich sehe da ehrlich gesagt nicht diese riesigen Hürden die da immer gezeichnet wurden. Ich bezweifel nicht, dass Sammer beim Aushandeln der Details anderen den Vortritt gelassen hat, aber manchmal frage ich mich welche Relevanz diese Diskussion hat. Wen interessiert es wer da letztlich sitzt, um diese Details auszuarbeiten?
Es darf ja auch bezweifelt werden, dass ein Lahm in Zukunft diese Rolle übernommen hätte. Auch der hätte genauso wie Sammer vor allem seine sportliche Fachmeinung zu einer Personalie eingebracht. DAS ist doch ohnehin letztlich der entscheidende Punkt für einen "Sportdirektor".
Reschke wurde doch erstmal von Sammer selber geholt, weshalb du es nicht als Reaktion des Verein darstellen solltest.
Davon mal abgesehen was heißt überhaupt Erfahrung/Plan in diesem Kontext? Meinst du damit rechtliche Fragen, Vertragsgestaltung und co.? Die wird er natürlich nicht gehabt haben, die dürften aber wenige haben und dafür gibt es halt entsprechende Experten.
Was also sonst? Verhandlungsgeschick? Fähigkeit sportliche Fragen bei Transfers zu bewerten? Kontakte bzw. Kontaktaufnahme zu den entsprechenden Parteien?
Ich sehe da ehrlich gesagt nicht diese riesigen Hürden die da immer gezeichnet wurden. Ich bezweifel nicht, dass Sammer beim Aushandeln der Details anderen den Vortritt gelassen hat, aber manchmal frage ich mich welche Relevanz diese Diskussion hat. Wen interessiert es wer da letztlich sitzt, um diese Details auszuarbeiten?
Es darf ja auch bezweifelt werden, dass ein Lahm in Zukunft diese Rolle übernommen hätte. Auch der hätte genauso wie Sammer vor allem seine sportliche Fachmeinung zu einer Personalie eingebracht. DAS ist doch ohnehin letztlich der entscheidende Punkt für einen "Sportdirektor".
Was ja auch genau mein Punkt vorher war, bei Sammer konnte man diese Unerfahrenheit durchwinken und ihn als Sportvorstand vorstellen, bei Lahm nicht, wo wäre da jetzt der entscheidende Unterschied gewesen? Diese Frage hätte ich gerne mal beantwortet, beide hatten keinerlei Erfahrungswerte in diesem konkreten Bereich, sondern hätten ihre sportliche Meinung einbringen sollen, beide haben aber überhaupt keine Erfahrung und Kenntnisse, wie das bei einem Spitzenverein in der heutigen Zeit abläuft, trotzdem schien das beim einen egal zu sein, beim anderen nicht.
Zitat von usernick
Darüber hinaus wäre dann noch der Punkt, dass so jemand natürlich die Fähigkeit haben sollte Spieler vom Verein zu überzeugen. Da kann ich mir aber bei Sammer nicht vorstellen, dass der Probleme damit hatte Spieler für die eigene Sache zu begeistern.
Da wäre ich bspw. bei Lahm schon wieder etwas skeptischer, denn wenn man ihn mal direkt in Interviews gehört hat, dann hat das einen nicht gerade in Feuer und Flamme versetzt. Also ist mein oberflächlicher Eindruck, dass er in dem Bereich halt auch nicht unbedingt punktet.
Darüber hinaus wäre dann noch der Punkt, dass so jemand natürlich die Fähigkeit haben sollte Spieler vom Verein zu überzeugen. Da kann ich mir aber bei Sammer nicht vorstellen, dass der Probleme damit hatte Spieler für die eigene Sache zu begeistern.
Da wäre ich bspw. bei Lahm schon wieder etwas skeptischer, denn wenn man ihn mal direkt in Interviews gehört hat, dann hat das einen nicht gerade in Feuer und Flamme versetzt. Also ist mein oberflächlicher Eindruck, dass er in dem Bereich halt auch nicht unbedingt punktet.
Oberflächlich, du sagst es. Weiß jetzt nicht, ob Sammers Geschwurbel, um möglichst viel zu reden und dabei möglichst wenig zu sagen, bei interessierten Spielern besser angekommen wäre als Lahm, der gerade den Spielern von heute wohl noch deutlich präsenter als Weltklassespieler in Erinnerung ist als ein Sammer, was ja schon auch eine Rolle spielen kann. Ganz davon abgesehen weiß ich nicht, ob man vom Beantworten von überwiegend dämlichen Journalistenfragen direkt auf Gespräche schließen sollte, bei dem einem Spieler seine Rolle im taktischen System bzw. seine Chancen aufgezeigt werden sollen, die er bei diesem Transfer hätte.
Zitat von usernick
Diese sog. Gründe haben halt nur wenig Substanz und von der reinen Papierform her begeistern beide nicht, weshalb es müßig ist darüber zu diskutieren wem man da ein ">" zuordnet.
Diese sog. Gründe haben halt nur wenig Substanz und von der reinen Papierform her begeistern beide nicht, weshalb es müßig ist darüber zu diskutieren wem man da ein ">" zuordnet.
Verstehe, also dass ein Spieler unter sämtlichen Toptrainern der letzten Jahre Kapitän war und jeweils explizit für seine Intelligenz und sein Spielverständnis gelobt wurde, ist substanzlos? Jetzt können wir uns an der Stelle auch nochmals an deine Eingangsworte erinnern, ist das denn alles substanzlos, was du da aufgezählt hast?
Zitat von usernick
Mag sein, aber gleichzeitig verschieben sich hier ja auch ständig die Schwerpunkte. Plötzlich ist es wieder enorm wichtig geworden wie sich jemand öffentlich verkauft bzw. die Dinge kommuniziert.
Mag sein, aber gleichzeitig verschieben sich hier ja auch ständig die Schwerpunkte. Plötzlich ist es wieder enorm wichtig geworden wie sich jemand öffentlich verkauft bzw. die Dinge kommuniziert.
Was heißt "plötzlich"? Dass einer erklären kann, was er eigentlich macht, sollte an sich eine Selbstverständlichkeit sein, oder nicht?
Zitat von usernick
Bin ich von Salihamidzics rhetorischer Leistung überzeugt? Nein, da würde man sich ja auch lächerlich machen das zu behaupten, aber das ist dann halt der Unterschied bei solchen Argumenten. Ich interpretier bei Salihamidzic nichts rein und gleichzeitig halte ich mich aber auch mit Kritik zurück, da ich seine Arbeit schlicht nicht bewerten kann.
Bin ich von Salihamidzics rhetorischer Leistung überzeugt? Nein, da würde man sich ja auch lächerlich machen das zu behaupten, aber das ist dann halt der Unterschied bei solchen Argumenten. Ich interpretier bei Salihamidzic nichts rein und gleichzeitig halte ich mich aber auch mit Kritik zurück, da ich seine Arbeit schlicht nicht bewerten kann.
Du kannst nicht bewerten, was der in Interviews oder auf dieser jetzt schon legendären PK so von sich gibt? Ist das nicht ein (großer) Teil seiner Arbeit?
Zitat von usernick
Die gleiche Chance hätte ich genauso Lahm gewährt, aber da gilt ebenso, dass man nicht ständig versuchen sollte Qualitäten herbeizureden die so vorher eben noch überhaupt nicht gezeigt wurden.
Lahm könnte ein hervorragender Sportdirektor sein (ich hoffe auch noch, dass er irgendwann bei uns einsteigt), aber genauso mag er ein völliger Fehlgriff sein. Das lässt sich von Außen überhaupt nicht beurteilen, in dieser Rolle ist Lahm einfach ein komplettes Fragezeichen und gerade Managementpositionen sind ganz starke eine Frage der Persönlichkeit. Nicht jeder hat die Veranlagung in einer Führungsposition tätig zu sein und es ist auch etwas völlig anderes im Management eine Position einzunehmen als sog. Führungsaufgaben als Spieler, das sind einfach andere Welten, denn selbst als Mannschaftskapitän entscheidest du nicht über das berufliche Schicksal von Menschen oder hast derart weitreichende Befugnisse und vor allem Verpflichtungen im Alltag.
Mir wird hier einfach zu sehr unter den Tisch gekehrt was für ein großer Sprung das letztlich ist. Natürlich einer den man bewältigen kann, aber hier wird teilweise impliziert, dass jemand wie Lahm aus dem Leben als Fußballer kommt und dann quasi auf dem gleichen Level als Vereinsverantwortlicher weitermacht.
Die gleiche Chance hätte ich genauso Lahm gewährt, aber da gilt ebenso, dass man nicht ständig versuchen sollte Qualitäten herbeizureden die so vorher eben noch überhaupt nicht gezeigt wurden.
Lahm könnte ein hervorragender Sportdirektor sein (ich hoffe auch noch, dass er irgendwann bei uns einsteigt), aber genauso mag er ein völliger Fehlgriff sein. Das lässt sich von Außen überhaupt nicht beurteilen, in dieser Rolle ist Lahm einfach ein komplettes Fragezeichen und gerade Managementpositionen sind ganz starke eine Frage der Persönlichkeit. Nicht jeder hat die Veranlagung in einer Führungsposition tätig zu sein und es ist auch etwas völlig anderes im Management eine Position einzunehmen als sog. Führungsaufgaben als Spieler, das sind einfach andere Welten, denn selbst als Mannschaftskapitän entscheidest du nicht über das berufliche Schicksal von Menschen oder hast derart weitreichende Befugnisse und vor allem Verpflichtungen im Alltag.
Mir wird hier einfach zu sehr unter den Tisch gekehrt was für ein großer Sprung das letztlich ist. Natürlich einer den man bewältigen kann, aber hier wird teilweise impliziert, dass jemand wie Lahm aus dem Leben als Fußballer kommt und dann quasi auf dem gleichen Level als Vereinsverantwortlicher weitermacht.
Hat schon wieder keiner behauptet, aber wenn man einem Salihamidzic diesen vereinfachten Job zutraut bzw. einem Sammer den Vorstandsposten, dann hätte man auch einen Lahm in den Vorstand hieven können, wobei ich auch einfach weiterhin nicht das dramatische Problem sehe. Es wird hier immer wieder betont, dass die großen Entscheidungen allesamt zusammen von allen Vorstandsmitgliedern plus Hoeneß getroffen werden, inwiefern hätte Lahm dem Verein dann derart substanziell schaden können, dass man ihn nicht in den Vorstand lässt? Welche schädlichen Alleingänge des Vorstandsnovizen Lahm hätte man da zu erwarten gehabt? Letzten Endes lassen doch sämtliche Aussagen plus die Wahl von Salihamidzic darauf schließen, dass speziell von Seiten des Aufsichtsratsvorsitzenden eine bequeme Lösung angestrebt wurde, die weder ein Lahm noch ein Eberl sein wollten, also soviel zu "pflegeleicht". Dass sich da beide erstmal hätten einarbeiten müssen (Lahm mehr als Eberl) ist klar, aber scheinbar ist ja nicht mehr als das Einarbeiten gewünscht gewesen.
Zitat von usernick
Selbst ein Positivbeispiel wie Zorc zeigt die Schwierigkeiten in diesem Prozess. Der war immerhin schon bei dem ganzen Quatsch mit Niebaum und co. dabei, wurde deutlich in Frage gestellt als man mit Doll wieder einmal einen Trainer entlassen wurde und man sportlich weiterhin stagnierte und erst mit Klopp wendete sich plötzlich alles zum Guten.
Zu dem Zeitpunkt war Zorc aber schon 10 (!) Jahre sportlicher Leiter inkl. des Zeitraums in dem der BVB einen finanziellen und sportlichen Kollaps erlebte. Das der diese Phase als Verantwortlicher überhaupt überlebte hatte ja ohnehin damit zu tun, dass andere als Verantwortungsträger ausgemacht und Zorc eher als stiller Begleiter gesehen wurde der eben nicht die Geschicke des Vereins lenkte.
Und da meint man dann, dass Lahm hier direkt einsteigen kann, UH und KHR ihre Macht an ihn abgeben und den dann mal machen lassen?
Für die Rolle die sich viele hier für Lahm vorstellen bräuchte es einfach einen längeren Anlauf, vor allem da Lahm überhaupt keinen Abstand zu seinen ehemaligen Mannschaftskollegen hat über die er in den nächsten Jahren entscheiden müsste (da habe ich ohnehin schon einmal die Frage in den Raum gestellt, ob Lahm überhaupt dazu in der Lage wäre harte Entscheidungen zu treffen, wenn es um einstige Mitspieler geht).
Selbst ein Positivbeispiel wie Zorc zeigt die Schwierigkeiten in diesem Prozess. Der war immerhin schon bei dem ganzen Quatsch mit Niebaum und co. dabei, wurde deutlich in Frage gestellt als man mit Doll wieder einmal einen Trainer entlassen wurde und man sportlich weiterhin stagnierte und erst mit Klopp wendete sich plötzlich alles zum Guten.
Zu dem Zeitpunkt war Zorc aber schon 10 (!) Jahre sportlicher Leiter inkl. des Zeitraums in dem der BVB einen finanziellen und sportlichen Kollaps erlebte. Das der diese Phase als Verantwortlicher überhaupt überlebte hatte ja ohnehin damit zu tun, dass andere als Verantwortungsträger ausgemacht und Zorc eher als stiller Begleiter gesehen wurde der eben nicht die Geschicke des Vereins lenkte.
Und da meint man dann, dass Lahm hier direkt einsteigen kann, UH und KHR ihre Macht an ihn abgeben und den dann mal machen lassen?
Für die Rolle die sich viele hier für Lahm vorstellen bräuchte es einfach einen längeren Anlauf, vor allem da Lahm überhaupt keinen Abstand zu seinen ehemaligen Mannschaftskollegen hat über die er in den nächsten Jahren entscheiden müsste (da habe ich ohnehin schon einmal die Frage in den Raum gestellt, ob Lahm überhaupt dazu in der Lage wäre harte Entscheidungen zu treffen, wenn es um einstige Mitspieler geht).
Ich glaube, niemand hätte hier grundsätzlich erwartet, dass Lahm eine One-Man-Show zugestattet wird, aber zwischen der One-Man-Show und einem Buntstifte-nach-Farben-Sortierer, den man jetzt hat, wäre schon noch ein recht großer Graubereich gewesen, den man scheinbar nicht bereit war, zuzuteilen.
Und nicht zuletzt sind die Argumente mit dem längeren Anlauf ja nicht verkehrt, was halt nur wieder irritiert, ist diese ambivalente Handlungsweise, einerseits bekräftigte ja auch Hoeneß zuletzt, dass Lahm einfach eine "Cool-down-Phase" benötige, andererseits wurde ja trotzdem bestätigt, dass man Lahm als Sportdirektor installieren wolle. Wie passt das zusammen? Hätte der in Funktion des Sportdirektors abkühlen sollen oder wie kann man sich das vorstellen? Es gibt da einfach keine gerade Linie, der Posten war ein Jahr unbesetzt, am Anfang hat sich dafür erstmal gar keiner interessiert, dann gab es die Absagenflut, so dass die Medien immer mehr genervt haben, wer das überhaupt noch machen will, so dass am Ende der Markenbotschafter zum Sportdirektor befördert wurde. Eine wirklich zielgerichtete Suche nach einem leitenden Angestellten sieht für mich anders aus, da wurde erst gar nichts gemacht, dann ein bisschen was und am Ende herrschte Aktionismus, kann man gut finden und verteidigen, muss man aber nicht.
22.08.2017 - 17:57 Uhr
Zitat von rechengenie
Manchmal habe ich das Gefühl, dass Lahm (den ich auch schätze) die Befähigung der Vorstandsehren erteilt wird aufgrund seines damaligen Interviews.
Aber was befähigt ihn denn aktuell sonst noch direkt zum Vorstand aufzusteigen? Oder was befähigt ihn mehr als Brazzo? Das er in Interviews immer denselben Quatsch erzählt?
Zitat von Becks84
Bei Lahm war in erster Linie das Problem, dass dieser klare Entscheidungsmacht hatte. Als Sportdirektor hast du immer noch einen Vorstand über dir, dem du weisungsgebunden bist. Als Vorstand ist das schon nicht mehr ganz so leicht.
Lahm hatte sicher sehr genau verfolgt, was ein Klinsmann sich hier zusichern hat lassen bzw. bei diversen Trainern (zu Pep hatte er ja ein sehr gutes Verhältnis) direkt miterlebt, "was so geht" und was eben nicht.
Sein Interview kam ja damals nicht von ungefähr. Da drückte doch schon länger der Schuh, wenn er dann gleich an die Öffentlichkeit geht. In diesem Sinne kennt Lahm seine Pappenheimer und hat sich gesagt:
Entweder verantworte ich einen Bereich oder eben nicht.
IMO völlig verständlich.
Zitat von Macca
Wobei mir das von Anfang an (also seit Nerlinger) recht willkürlich wirkt - wurde der nicht auch zum Stellvertretenden Vorstandsmitglied ernannt, aber eben nach einer Einarbeitungs-/Bewährungsphase? Sammer musste man dann wohl direkt zum Vorstand ernennen, weil er es darunter nicht gemacht hätte, bei Brazzo packt man wieder den Sportdirektor aus.
Einerseits ist das Schall und Rauch bzw. primär eine Frage hierarchischer Darstellungsweise, andererseits illustrieren Wechselhaftigkeit und unklare Profile m.E., dass man hier nicht so recht weiß, wohin man mit wem möchte.
Zitat von Schelling1900
Was heißt felsenfest verankern? Kann sich noch jemand dran erinnern wie Sammers Vertrag verlängert wurde? Der hatte auch einen 3-Jahres Vertrag, ganz normal. Vorstand heißt sicher nicht dass man dort dann felsenfest drinnen sein muß.
Zitat von yuppie
Sammer hatte doch den Sportvorstandsposten inne, somit natürlich auch einen Sitz im Vorstand der AG, weißt du das nicht? Da musst den Hoeneß fragen - ich vermute mal, man wollte ein Greenhorn wie Lahm nicht gleich felsenfest verankern, sondern ihm erst eine Anlaufphase gewähren, bei der im Notfall auch die Reißleine gezogen werden kann, was eben ungleich schwerer geht, wenn die Person im Vorstand sitzt.
Sammer hatte doch den Sportvorstandsposten inne, somit natürlich auch einen Sitz im Vorstand der AG, weißt du das nicht? Da musst den Hoeneß fragen - ich vermute mal, man wollte ein Greenhorn wie Lahm nicht gleich felsenfest verankern, sondern ihm erst eine Anlaufphase gewähren, bei der im Notfall auch die Reißleine gezogen werden kann, was eben ungleich schwerer geht, wenn die Person im Vorstand sitzt.
Was heißt felsenfest verankern? Kann sich noch jemand dran erinnern wie Sammers Vertrag verlängert wurde? Der hatte auch einen 3-Jahres Vertrag, ganz normal. Vorstand heißt sicher nicht dass man dort dann felsenfest drinnen sein muß.
Wobei mir das von Anfang an (also seit Nerlinger) recht willkürlich wirkt - wurde der nicht auch zum Stellvertretenden Vorstandsmitglied ernannt, aber eben nach einer Einarbeitungs-/Bewährungsphase? Sammer musste man dann wohl direkt zum Vorstand ernennen, weil er es darunter nicht gemacht hätte, bei Brazzo packt man wieder den Sportdirektor aus.
Einerseits ist das Schall und Rauch bzw. primär eine Frage hierarchischer Darstellungsweise, andererseits illustrieren Wechselhaftigkeit und unklare Profile m.E., dass man hier nicht so recht weiß, wohin man mit wem möchte.
Bei Lahm war in erster Linie das Problem, dass dieser klare Entscheidungsmacht hatte. Als Sportdirektor hast du immer noch einen Vorstand über dir, dem du weisungsgebunden bist. Als Vorstand ist das schon nicht mehr ganz so leicht.
Lahm hatte sicher sehr genau verfolgt, was ein Klinsmann sich hier zusichern hat lassen bzw. bei diversen Trainern (zu Pep hatte er ja ein sehr gutes Verhältnis) direkt miterlebt, "was so geht" und was eben nicht.
Sein Interview kam ja damals nicht von ungefähr. Da drückte doch schon länger der Schuh, wenn er dann gleich an die Öffentlichkeit geht. In diesem Sinne kennt Lahm seine Pappenheimer und hat sich gesagt:
Entweder verantworte ich einen Bereich oder eben nicht.
IMO völlig verständlich.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass Lahm (den ich auch schätze) die Befähigung der Vorstandsehren erteilt wird aufgrund seines damaligen Interviews.
Aber was befähigt ihn denn aktuell sonst noch direkt zum Vorstand aufzusteigen? Oder was befähigt ihn mehr als Brazzo? Das er in Interviews immer denselben Quatsch erzählt?
Lahms Vorteile haben hier die anderen ja schon aufgezählt.
Ich wollte nur darstellen, warum es Lahm nicht wurde. Und das ist meiner Meinung nach nicht der Begriff des "Vorstand"es, sondern vielmehr, dass er in seinem Aufgabenbereich auch Handlungsfreiheit haben wollte, die er aus o.g. Gründen bei uns nicht uneingeschränkt gehabt hätte (bzw. befürchtet hätte, dass diese nicht gegeben wäre).
22.08.2017 - 18:13 Uhr
Zitat von Riga2011
Ok, also Lahm ist laut dir ein "Mediator, Assistent und Verbindungsstück zur Mannschaft", macht genau nicht das einerseits einen guten Kapitän aus bzw. qualifiziert einen das nicht andererseits auch für die angedachte Rolle des "Sportdirektors", wie auch immer diese Rolle dann genau aussieht, weiß ja scheinbar nicht mal der aktuelle Amtsinhaber? Wir behalten diese deine Worte mal im Kopf für später.
Ok, also Lahm ist laut dir ein "Mediator, Assistent und Verbindungsstück zur Mannschaft", macht genau nicht das einerseits einen guten Kapitän aus bzw. qualifiziert einen das nicht andererseits auch für die angedachte Rolle des "Sportdirektors", wie auch immer diese Rolle dann genau aussieht, weiß ja scheinbar nicht mal der aktuelle Amtsinhaber? Wir behalten diese deine Worte mal im Kopf für später.
Also jetzt aber mal langsam. Das ist ja nun nicht die Position die hier einige für Lahm sehen wollen bzw. er angeblich auch für sich selber sieht.
Meine Position war ja immer, dass der Sportdirektor eben auch als Verbindungsstück gefragt ist und in dem Bereich würde ich keinem erfahrenen Profi die Qualifikation einfach mal so abschreiben (wer in dieser Welt unterwegs war sollte das ja auch hinkriegen), aber daneben ging es ja gerade hier um wesentlich weitreichendere Befugnisse inkl. der ganzen sportlichen Ausrichtung und da tauchen die Fragezeichen auf.
Da ist auch der aktuelle Amtsinhaber wenig interessant, denn der hat ja wohl relativ eindeutig nun auch eine andere Stellenbeschreibung erhalten als es wohl bei Lahm der Fall gewesen wäre.
Zitat von usernick
Abenteuerlich ist es lediglich so zu tun, als sei dem Lahm die Kapitänsbinde ohne dessen Zutun quasi aufgedrängt worden, was in deinem ersten Post so stand, Stichwort "Abstauber". Ich will das auch nicht zu positiv darstellen, es sollte lediglich illustrieren, dass Lahm sicher ein Mensch mit einem gewissen Machtdenken ist und sich dann auch entsprechend durchsetzen kann, was man dann durchaus auf den Managerposten übertragen kann.
Abenteuerlich ist es lediglich so zu tun, als sei dem Lahm die Kapitänsbinde ohne dessen Zutun quasi aufgedrängt worden, was in deinem ersten Post so stand, Stichwort "Abstauber". Ich will das auch nicht zu positiv darstellen, es sollte lediglich illustrieren, dass Lahm sicher ein Mensch mit einem gewissen Machtdenken ist und sich dann auch entsprechend durchsetzen kann, was man dann durchaus auf den Managerposten übertragen kann.
Und für mich bleibt das weiterhin keine Qualifikation oder auch nur ansatzweise irgendwie übertragbar auf den Managerposten es sei denn du erwartest, dass künftig UH und KHR die Drecksarbeit übernehmen und Lahm dann die Ernte einfahren kann, denn am Ende war es Löws Entscheidung wer Kapitän wird und vor allem das Ballack Geschichte beim DFB ist. Lahm hat sich zwar erfolgreich für die Nachfolge in Stellung gebracht, aber er war an der Stelle nicht der Entscheider.
Was ja auch genau mein Punkt vorher war, bei Sammer konnte man diese Unerfahrenheit durchwinken und ihn als Sportvorstand vorstellen, bei Lahm nicht, wo wäre da jetzt der entscheidende Unterschied gewesen? Diese Frage hätte ich gerne mal beantwortet, beide hatten keinerlei Erfahrungswerte in diesem konkreten Bereich, sondern hätten ihre sportliche Meinung einbringen sollen, beide haben aber überhaupt keine Erfahrung und Kenntnisse, wie das bei einem Spitzenverein in der heutigen Zeit abläuft, trotzdem schien das beim einen egal zu sein, beim anderen nicht.
Zwischen Lahm und Sammer ist natürlich ein großer Erfahrungsunterschied vorhanden, wenn es darum geht sportliche _Entscheidungen_ zu treffen. Sammer hat als jüngster Meistertrainer der BL-Geschichte bereits gezeigt gehabt, dass er Fußball nicht nur als Spieler versteht, sondern das auch als Verantwortlicher umsetzen konnte mit allem was dazugehört. Sportliches Fachverständniss als Entscheidungsträger ist einfach noch einmal etwas anderes.
Wie man da Sammer und Lahm auf eine Stufe stellen kann bleibt mir unerklärlich, der eine war bereits als Trainer und DFB-Verantwortlicher tätig, während der andere wirklich noch gar nichts gemacht hat außer Fußball zu spielen (und nicht jeder Spieler kann seinen Fußballsachverstand so erfolgreich auf eine andere Laufbahn im Fußball übertragen, dafür gibt es unzählige Beispiele).
Zitat von usernick
Oberflächlich, du sagst es. Weiß jetzt nicht, ob Sammers Geschwurbel, um möglichst viel zu reden und dabei möglichst wenig zu sagen, bei interessierten Spielern besser angekommen wäre als Lahm, der gerade den Spielern von heute wohl noch deutlich präsenter als Weltklassespieler in Erinnerung ist als ein Sammer, was ja schon auch eine Rolle spielen kann. Ganz davon abgesehen weiß ich nicht, ob man vom Beantworten von überwiegend dämlichen Journalistenfragen direkt auf Gespräche schließen sollte, bei dem einem Spieler seine Rolle im taktischen System bzw. seine Chancen aufgezeigt werden sollen, die er bei diesem Transfer hätte.
Oberflächlich, du sagst es. Weiß jetzt nicht, ob Sammers Geschwurbel, um möglichst viel zu reden und dabei möglichst wenig zu sagen, bei interessierten Spielern besser angekommen wäre als Lahm, der gerade den Spielern von heute wohl noch deutlich präsenter als Weltklassespieler in Erinnerung ist als ein Sammer, was ja schon auch eine Rolle spielen kann. Ganz davon abgesehen weiß ich nicht, ob man vom Beantworten von überwiegend dämlichen Journalistenfragen direkt auf Gespräche schließen sollte, bei dem einem Spieler seine Rolle im taktischen System bzw. seine Chancen aufgezeigt werden sollen, die er bei diesem Transfer hätte.
Man sollte meinen, dass zunächst vor allem mal der Trainer dafür verantwortlich ist die taktische Rolle etc. dem Spieler nahe zu bringen und nicht der Sportdirektor der sich ja damit in genau dessen Belange einmischen würde. Aus meiner Sicht muss der Sportdirektor erstmal den Spieler generell für den Verein begeistern und eine vage Perspektive/Rolle aufzeichnen (bspw. als unumstrittener Leistungsträger auf den man voll bauen will etc.), da geht es sicherlich nicht darum in welcher taktischen Rolle der Spieler dann im Detail agiert.
Die Frage bleibt aber auch weiterhin, ob Lahm überhaupt in der Lage dazu ist dies zu leisten. Du nimmst halt einfach an, dass Lahm quasi dieses Taktikgenie auf Trainerebene ist. Ich kann mich nur wiederholen, großes taktisches Verständnis als Spieler ist etwas anderes als Trainer zu sein bzw. es anderen vermitteln zu müssen, denn ansonsten wäre es u.a. bei Matthäus anders gelaufen.
Das ist halt wieder das Problem bei Lahm, wirklich tiefgehende Aussagen gibt es von ihm kaum oder hast du schon eine Taktikanalyse von ihm erlebt?
Man kann halt wiederum nur vom Spieler Lahm auf alles andere schließen und das bleibt halt immer viel Spekulation. Da ist dann eben schon ein Unterschied zu Sammer vorhanden, der sicherlich eine Neigung hat manchmal sehr umschweifend zu werden, aber man erkennt zumindest immer, dass der eine klare Vorstellung von Fußball hat und diesen in seinen Details vernünftig analysieren und kommunizieren kann.
Zitat von usernick
Verstehe, also dass ein Spieler unter sämtlichen Toptrainern der letzten Jahre Kapitän war und jeweils explizit für seine Intelligenz und sein Spielverständnis gelobt wurde, ist substanzlos? Jetzt können wir uns an der Stelle auch nochmals an deine Eingangsworte erinnern, ist das denn alles substanzlos, was du da aufgezählt hast?
Verstehe, also dass ein Spieler unter sämtlichen Toptrainern der letzten Jahre Kapitän war und jeweils explizit für seine Intelligenz und sein Spielverständnis gelobt wurde, ist substanzlos? Jetzt können wir uns an der Stelle auch nochmals an deine Eingangsworte erinnern, ist das denn alles substanzlos, was du da aufgezählt hast?
Der Kontext der Diskussion war hier doch Lahms geforderte Rolle und nicht der Job den nun Salihamidzic ausfüllt. Es stand doch hier wirklich nie zur Diskussion, dass man Lahm nicht die Rolle als "Teambegleiter" zutrauen würde, aber für alles darüber sind solche "Qualifikationen" tatsächlich fast ohne Wert, da dort teils völlig andere Qualitäten gefragt sind und wie gesagt nicht jeder Spieler sein Fußballverständnis auf anderer Ebene erfolgreich anwenden kann.
Zitat von usernick
Was heißt "plötzlich"? Dass einer erklären kann, was er eigentlich macht, sollte an sich eine Selbstverständlichkeit sein, oder nicht?
Was heißt "plötzlich"? Dass einer erklären kann, was er eigentlich macht, sollte an sich eine Selbstverständlichkeit sein, oder nicht?
Das ist es im Management aber oftmals nicht außer man bedient sich vorgefertigter Phrasen.
Zitat von usernick
Du kannst nicht bewerten, was der in Interviews oder auf dieser jetzt schon legendären PK so von sich gibt? Ist das nicht ein (großer) Teil seiner Arbeit?
Du kannst nicht bewerten, was der in Interviews oder auf dieser jetzt schon legendären PK so von sich gibt? Ist das nicht ein (großer) Teil seiner Arbeit?
Ich hoffe und gehe davon aus, dass das eben nicht ein großer Teil seiner Arbeit ist. Man merkt aber bei dir schon, dass du quasi gar nicht abwarten kannst hier Salihamidzic zur Witzfigur machen zu wollen.
Zitat von usernick
Hat schon wieder keiner behauptet, aber wenn man einem Salihamidzic diesen vereinfachten Job zutraut bzw. einem Sammer den Vorstandsposten, dann hätte man auch einen Lahm in den Vorstand hieven können, wobei ich auch einfach weiterhin nicht das dramatische Problem sehe. Es wird hier immer wieder betont, dass die großen Entscheidungen allesamt zusammen von allen Vorstandsmitgliedern plus Hoeneß getroffen werden, inwiefern hätte Lahm dem Verein dann derart substanziell schaden können, dass man ihn nicht in den Vorstand lässt? Welche schädlichen Alleingänge des Vorstandsnovizen Lahm hätte man da zu erwarten gehabt? Letzten Endes lassen doch sämtliche Aussagen plus die Wahl von Salihamidzic darauf schließen, dass speziell von Seiten des Aufsichtsratsvorsitzenden eine bequeme Lösung angestrebt wurde, die weder ein Lahm noch ein Eberl sein wollten, also soviel zu "pflegeleicht". Dass sich da beide erstmal hätten einarbeiten müssen (Lahm mehr als Eberl) ist klar, aber scheinbar ist ja nicht mehr als das Einarbeiten gewünscht gewesen.
Hat schon wieder keiner behauptet, aber wenn man einem Salihamidzic diesen vereinfachten Job zutraut bzw. einem Sammer den Vorstandsposten, dann hätte man auch einen Lahm in den Vorstand hieven können, wobei ich auch einfach weiterhin nicht das dramatische Problem sehe. Es wird hier immer wieder betont, dass die großen Entscheidungen allesamt zusammen von allen Vorstandsmitgliedern plus Hoeneß getroffen werden, inwiefern hätte Lahm dem Verein dann derart substanziell schaden können, dass man ihn nicht in den Vorstand lässt? Welche schädlichen Alleingänge des Vorstandsnovizen Lahm hätte man da zu erwarten gehabt? Letzten Endes lassen doch sämtliche Aussagen plus die Wahl von Salihamidzic darauf schließen, dass speziell von Seiten des Aufsichtsratsvorsitzenden eine bequeme Lösung angestrebt wurde, die weder ein Lahm noch ein Eberl sein wollten, also soviel zu "pflegeleicht". Dass sich da beide erstmal hätten einarbeiten müssen (Lahm mehr als Eberl) ist klar, aber scheinbar ist ja nicht mehr als das Einarbeiten gewünscht gewesen.
Lahm wollte aber anscheinend nicht diesen einfachen Job und sich beweisen, sondern direkt an der Spitze starten und auch wenn du es noch so oft wiederholst, aber Lahm hat eben lange nicht die gleiche Qualifikation wie Sammer bei seinem Amtsantritt. Da liegen auch einfach nochmal 14 (!!!) Jahre an zusätzlicher Lebenserfahrung und Abstand zur Spielerkarriere dazwischen.
Darüber hinaus geht es doch nicht darum, dass Lahm dem Verein als Sportdirektor aktiv geschadet hätte, aber es bringt doch auch nichts ihn auf dieser Position zu verheizen, wenn er dann am Ende mit der Rolle überfordert sein sollte, denn letztlich kriegen es dann KHR und UH ab, wenn mit Lahm der nächste Kandidat scheitern sollte und dann heißt es wie man einen Novizen direkt in solch eine Position hieven konnte ohne ihn vorher langsam an diese Verantwortung heranzuführen.
Mit so einer Position geht eben auch kein Händchen halten mehr und ein langsames ranführen ist auch nicht drin, denn da musst du halt sofort Entscheidungen treffen und hast entsprechende Verantwortung und stehst somit auch in der Kritik falls es nicht passen sollte. Vor allem müsste Lahm sich eben dann auch direkt mit KHR und UH auf Augenhöhe auseinandersetzen. Ist er dazu denn überhaupt direkt in der Lage?
Auch da gibt es halt wieder einen beträchtlichen Unterschied zu Sammer der halt schon lange in verantwortlicher Position unterwegs war, während Lahm viele im Verein noch als den ehemaligen netten, kleinen Jugendspieler kennen.
Entsprechende Authorität und das zugehörige Durchsetzungsvermögen kann man eben auch nicht verordnen und gerade wenn man in diesem Bereich keine Erfahrung hat muss man sich das mit der Zeit erarbeiten, aber es ist halt ein enorm großer Schritt. Da wundert es mich nicht, dass vor allem der Aufsichtsrat (und da reden wir nicht von UH) skeptisch gegenüber Lahm gewesen sein soll, denn da sitzen Leute aus der Wirtschaft und da beförderst du halt keinen Novizen von Nichts auf eine absolute Spitzenposition.
Eberl ist übrigens wieder ein ganz anderes Thema, den sollte man nicht mit Lahm vermengen.
Zitat von usernick
Ich glaube, niemand hätte hier grundsätzlich erwartet, dass Lahm eine One-Man-Show zugestattet wird, aber zwischen der One-Man-Show und einem Buntstifte-nach-Farben-Sortierer, den man jetzt hat, wäre schon noch ein recht großer Graubereich gewesen, den man scheinbar nicht bereit war, zuzuteilen.
Ich glaube, niemand hätte hier grundsätzlich erwartet, dass Lahm eine One-Man-Show zugestattet wird, aber zwischen der One-Man-Show und einem Buntstifte-nach-Farben-Sortierer, den man jetzt hat, wäre schon noch ein recht großer Graubereich gewesen, den man scheinbar nicht bereit war, zuzuteilen.
Anscheinend hatte aber Lahm keine Lust in diesem Graubereich zu agieren und der Stifte-Sortierer ist halt erstmal wieder eine Interpretation von Salihamidzics Aufgabe.
Letztlich kannst du aber auch keine all zu großen Kompromisse auf einer Führungsposition eingehen, denn entweder jemand kann diese mit Leben ausfüllen oder eben nicht.
Die einzige Alternative dazu ist doch eben im Schatten von KHR/UH angelernt zu werden und das schien ja auch insbesondere UHs Vorstellung gewesen zu sein. Was willst du aber machen, wenn Lahm direkt die Verantwortung als Vorstand haben will? Du kannst doch nicht so ein Amt verteilen und gleichzeitig diese Person dann wie einen Lehrling behandeln. In dem Fall gibt es einfach keinen Graubereich und mit jeder Forderung nach entsprechender Macht muss einfach ganz klar die Verantwortung geregelt sein.
Und nicht zuletzt sind die Argumente mit dem längeren Anlauf ja nicht verkehrt, was halt nur wieder irritiert, ist diese ambivalente Handlungsweise, einerseits bekräftigte ja auch Hoeneß zuletzt, dass Lahm einfach eine "Cool-down-Phase" benötige, andererseits wurde ja trotzdem bestätigt, dass man Lahm als Sportdirektor installieren wolle. Wie passt das zusammen? Hätte der in Funktion des Sportdirektors abkühlen sollen oder wie kann man sich das vorstellen? Es gibt da einfach keine gerade Linie, der Posten war ein Jahr unbesetzt, am Anfang hat sich dafür erstmal gar keiner interessiert, dann gab es die Absagenflut, so dass die Medien immer mehr genervt haben, wer das überhaupt noch machen will, so dass am Ende der Markenbotschafter zum Sportdirektor befördert wurde. Eine wirklich zielgerichtete Suche nach einem leitenden Angestellten sieht für mich anders aus, da wurde erst gar nichts gemacht, dann ein bisschen was und am Ende herrschte Aktionismus, kann man gut finden und verteidigen, muss man aber nicht.
Du machst das Ganze allerdings auch komplizierter als es ist. Es ist klar, dass KHR/UH grundsätzlich jemanden wollten der sie in dem ein oder anderen Bereich entlastet. Die Optimallösung wäre sicherlich jemand gewesen der die entsprechende Erfahrung hat und ohne große Eingewöhnung hier einsteigen kann. In diesem Kontext hätte auch Eberl gepasst. Die Alternative dazu dürfte halt gewesen sein jemanden zu finden der zumindest im sportlichen Bereich KHR/UH entlastet und da die Lücke schließt die von Sammer hinterlassen wurde. Da kommt wiederum Lahm ins Spiel der als Verbindungsstück hätte agieren können mit der Perspektive in Zukunft eine größere Rolle auch in anderen Bereichen zu spielen.
So hätte er sich Sportdirektor schimpfen können ohne direkt die ganze Verantwortung für den sportlichen Bereich zu haben und hätte halt im Schatten von UH/KHR wachsen können, so wie einst eben auch ein Zorc im Schatten von anderen großen Figuren beim BVB reifen konnte.
Jetzt gibt es halt bei Lahm zwei Versionen wieso er nicht wollte. Die nette Version ist, dass er sich selber noch nicht bereit fühlte und mehr Abstand zu seiner aktiven Karriere wollte und die weniger charmante Version ist halt, dass er direkt mehr Macht/Verantwortlichkeit für sich einforderte und das der Führungsetage beim FCB (und da reden wir wie gesagt nicht nur von UH) zuviel war.
So landet man dann halt bei Salihamidzic der sich nicht zu schade dafür ist den "Teambetreuer" zu geben und perspektivisch halt auch nicht den Platz für Lahm blockieren würde, wenn der eben doch noch irgendwann im Management einsteigen will.
Dazu passt dann ja auch, dass KHR nun nicht mehr den ECA-Chef gibt und somit sein Fokus wieder ganz klar beim FCB liegen kann.
22.08.2017 - 18:33 Uhr
Ich weiß zwar nicht, was das noch konkret in diesem Thread zu suchen hat, aber ob Lahm ein besserer SPORTdirektor ist, kann man doch erst beantworten, wenn dieser Posten bei uns geschaffen wird. Brazzo ist nun ein besserer Team-Manager, ohne große Befugnisse. Ich traue Lahm zwar auch viel zu, aber jeder muss sich in einem neuen Job erstmal beweisen.
22.08.2017 - 19:24 Uhr
David Alaba zum Reise-Verbot unter der Saison unter Brazzo: "Denke nicht, dass das jetzt zu 100 % gestrichen ist. Kann man absprechen."

Dieser Beitrag wurde zuletzt von lerby am 22.08.2017 um 19:24 Uhr bearbeitet
22.08.2017 - 19:29 Uhr
Zitat von lerby
David Alaba zum Reise-Verbot unter der Saison unter Brazzo: "Denke nicht, dass das jetzt zu 100 % gestrichen ist. Kann man absprechen."
David Alaba zum Reise-Verbot unter der Saison unter Brazzo: "Denke nicht, dass das jetzt zu 100 % gestrichen ist. Kann man absprechen."

So stärk man natürlich seinen Sportdirektor.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von KamilKr am 22.08.2017 um 19:29 Uhr bearbeitet
22.08.2017 - 19:31 Uhr
Zitat von lerby
David Alaba zum Reise-Verbot unter der Saison unter Brazzo: "Denke nicht, dass das jetzt zu 100 % gestrichen ist. Kann man absprechen."
David Alaba zum Reise-Verbot unter der Saison unter Brazzo: "Denke nicht, dass das jetzt zu 100 % gestrichen ist. Kann man absprechen."

Absprechen, ach so ja...
Rib reicht nen Anruf in Bad Wiessee.
Genehmigung und Einladung zum Mittagessen auf den Schreck.
Brazzo darf auch kommen und bekommt dann, zwischen Kapern und gehobeltem Trüffel erklärt, warum er das so nicht einfach machen kann,Teamklima und so.


Dieser Beitrag wurde zuletzt von Fergy am 22.08.2017 um 19:35 Uhr bearbeitet
22.08.2017 - 19:32 Uhr
Wenn es nicht die Aufgabe von Brazzo ist, Interviews zu führen, wieso macht er es dann die ganze Zeit und das, obwohl er mit Abstand am wenigsten geeignet dafür ist?
22.08.2017 - 19:53 Uhr
Zitat von lerby
David Alaba zum Reise-Verbot unter der Saison unter Brazzo: "Denke nicht, dass das jetzt zu 100 % gestrichen ist. Kann man absprechen."
David Alaba zum Reise-Verbot unter der Saison unter Brazzo: "Denke nicht, dass das jetzt zu 100 % gestrichen ist. Kann man absprechen."

Beim Rauchverbot sind auch nur Pfeifen verboten.....Zigaretten und Zigarren sind weiter erlaubt.
22.08.2017 - 20:08 Uhr
Zitat von BaziBuam
Genau das ist der springende Punkt! Lahm hat - stand heute - keinen Vorteil gegenüber Brazzo!
Ich hätte gerne mal gesehen was Lahm am Freitagabend bei Kahn und Breyer gesagt hätte...Und es kann mir keiner erzählen, er hätte die Mannschaft rund gemacht!
Zitat von rechengenie
Manchmal habe ich das Gefühl, dass Lahm (den ich auch schätze) die Befähigung der Vorstandsehren erteilt wird aufgrund seines damaligen Interviews.
Aber was befähigt ihn denn aktuell sonst noch direkt zum Vorstand aufzusteigen? Oder was befähigt ihn mehr als Brazzo? Das er in Interviews immer denselben Quatsch erzählt?
Manchmal habe ich das Gefühl, dass Lahm (den ich auch schätze) die Befähigung der Vorstandsehren erteilt wird aufgrund seines damaligen Interviews.
Aber was befähigt ihn denn aktuell sonst noch direkt zum Vorstand aufzusteigen? Oder was befähigt ihn mehr als Brazzo? Das er in Interviews immer denselben Quatsch erzählt?
Genau das ist der springende Punkt! Lahm hat - stand heute - keinen Vorteil gegenüber Brazzo!
Ich hätte gerne mal gesehen was Lahm am Freitagabend bei Kahn und Breyer gesagt hätte...Und es kann mir keiner erzählen, er hätte die Mannschaft rund gemacht!
Lahm hat ggüb Brazzo den Vorteil jahrelanger Mannschaftsführung als Kapitän von FCB und Nati. Brazzo dagegen den Vorteil eines gewissen zeitlichen Abstandes zur jetzigen Mannschaft, d.h. Er wird nicht vom Mitspieler zum Vorgesetzen.
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