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Finanzlage der Eintracht

23.12.2006 - 12:55 Uhr
Finanzlage der Eintracht |#801
14.07.2011 - 18:36 Uhr
Der Knackpunkt ist doch, dass niemand, der etwas Ahnung von dieser Materie hat, anhand der Bilanz Aussagen über die wirkliche Finanzlage eines Unternehmens bzw. Fußballvereins treffen würde.

Diese alleine schon nicht sonderlichen aussagekräftigen Indikatoren der Bilanz werden dann noch verzerrt von punktuell gestreuten Äußerungen der Verantwortlichen, die ja nicht daran interessiert sind die Wahrheit zu kommunizieren, sondern im Interesse des Vereins oder sogar im eigenen Interesse Politik machen. Ist man einem Spieler interessiert oder will man die Stadionmiete drücken, redet man sich arm. Vor der nächsten Mitgliederversammlung oder bei den Geldgebern stellt man sich seriös oder wohlhabend dar.

Das gilt übrigens für alle Vereine und nicht nur für die liebe Eintracht. :)

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Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Finanzlage der Eintracht |#802
14.07.2011 - 19:19 Uhr
Zitat von eagle1978:
@joekezz:
Vielen Dank dafür, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, viele relevante Berichte aus den letzten Jahren zusammen zu suchen.

Ich hatte diese auch alle genau gelesen und mir für mich wichtige Fakten eben gemerkt und aufgrund dieser Fakten auch hier mitdiskutiert.

Nun kann sich jeder erneut ein Bild machen wie sehr richtig/falsch ich damit lag und liege....


Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh, das habe ich eben in Meinem Beitrag versucht zu erklären!! FAKTEN schaffen nur der Bundesanzeiger, und die Pressestelle der Eintracht sonst NIEMAND!! Alles andere, selbst wenn HB ein Interview gibt, ist kein Fakt!!

Fakt ist z.B. : "Eintracht vermeldet neuen Sponsor". Oder "26.000 Dauerkarten verkauft".

Aber eben nicht diese ganzen Spekulationen und subjektiven Halbwahrheiten die in den Medien verbreitet werden. Wie gesagt Ausschlaggebend ist der Geschäftsbericht und die dazugehörige Prognose. Anhand der man Tendenzen feststellen kann. Diese Tendenzen kann man diskutieren, aber ständig alles als Fakt abzutun ist falsch, und ob du recht hast oder nicht ist mir 1. Egal und 2. wird sich zeigen wenn der nächste Geschäftsbericht kommt ;)

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Ich wünsche mir Spieler, die sich ihre Schmerzen auf dem Platz holen und nicht beim Tätowieren. (Heribert Bruchhagen)
Finanzlage der Eintracht |#803
14.07.2011 - 19:57 Uhr
Zitat von eagle1978:
Doch mein Bester, was in einer Bilanz steht die veröffentlicht wird, ist schon ein Fakt.... ;)
Und genau auf u.a. diese Zahlen baue ich seit langen Jahren meine Posts auf; auch auf offizielle Pressemeldungen der SGE.



Sag mal stehst du irgendwie aufm schlauch? Ich habe doch gerade geschrieben das der Geschäftsbericht/Bilanz/Bundesanzeiger und die Pressemitteilungen der Eintracht Fakten sind; und der Rest nicht.
Deine Posts beruhen vielleicht auf diesen Fakten, aber das worauf du deine Poasts aufbaust sind in erster Linie Zeitungsartikel, und egal was da drin steht, ist eben kein Fakt! Wie ich mit dem FAZ vs FR Beispiel deutlich machen wollte.
Ich wollte mich aber eigentlich auch gar nicht in die Diskussion einmischen, ich wollte sie beenden. Damit hier mal wieder Fakten (m.Q.) gepostet werden, und nicht ständig diese sinnfreien Milchmädchenrechnungen wochenlang diskutiert werden. Wie wärs wenn ihr euch auf Tendenzen einigen könntet und nicht auf fixe Zahlen?

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Ich wünsche mir Spieler, die sich ihre Schmerzen auf dem Platz holen und nicht beim Tätowieren. (Heribert Bruchhagen)
Finanzlage der Eintracht |#804
14.07.2011 - 20:10 Uhr
Können wir uns nicht einfach darauf einigen, dass wir genau wissen wie die letzte Bilanz aussieht und alles, was danach kommt, ist reine Spekulation??

Ganz ehrlich, son aufgeblähter Thread wegen nix und wieder nix. Was bringt denn das bitte?

Und sich auf Quelle zu stützen, die einmal berichten

Zitat
Laut Bruchhagen wird das erwartete Saisonminus von 3,5 Millionen Euro "erheblich minimiert". Für den Erhalt der Zweitligalizenz seien keine Transfererlöse nötig.

http://m.faz.net/Rub822C6F5CE40E4AC589F55AB974E92897/Doc~E287A4378113C4AA9A7C10C9DA1BFB3DA~ATpl~Epartner~Ssevenval~Scontent.xml

und dann wieder schreiben

Zitat
Herr Bruchhagen, wie geht es der Eintracht? Wie groß ist die finanzielle Not eigentlich?

Wir haben in der vergangenen Saison mit vier Millionen Euro Verlust geplant, und so ist es auch fast gekommen.

http://www.fr-online.de/sport/eintracht/-felix--ruf--den-bruno-an-/-/1473446/8628106/-/index.html

bringt irgendwo ja doch nichts!
(Ups, Frage direkt selbst beantwortet. Schlechter Stil, egal...)

Und dann die ganzen fachlichen Fehler und haltlosen Annahmen, die von allen Seiten getroffen werden! Sorry Leute, will wirklich niemandem persönlich angreifen, aber ich mach von Berufs wegen den halben Tag nix anderes, als mich mit sowas auseinander zu setzen, Bilanzen und PnL's (Profit and Loss Statements) zu lesen, bzw. teilweise zu erstellen. Und deshalb weiß ich auch, was da alles getrickst werden kann!!

Mal nebenbei: Das Geschäftsjahr der Eintracht ist meines Wissens nach gleich Kalenderjahr, endet also am 31.12. Wenn Bruhchagen oder wer auch immer von einem "Saison-Minus" redet, hat das keine rechtliche Relevanz. Er kann also prinzipiell erzählen was er und will und wenn er sich innerhalb von 4 Wochen 3 mal widerspricht, dann vielleicht auch deshalb, weil der Begriff Saison-Minus nunmal nicht definiert ist und er 1. jedes Mal was anderes meinen kann und 2. es auch noch ein laufender Prozess ist, das heißt mit jeder weiteren Kostenposition, die gebucht wird (zB die Kosten die nunmal entstehen, wenn man nen neuen Sportdirektor einstellt, der mit Sicherheit auch ein bisschen Handgeld erhalten hat, oder Armin Veh als Trainer holt - also sogenannte Personal Beschaffungskosten) ändert sich das Ergebnis mehr oder weniger deutlich. Es kann also durchaus sogar sein, das HB in beiden Interviews die Wahrheit gesagt, aber in der Zwischenzeit sich einfach die Situation verändert hat.


So, und ohne den ganz großen Besserwisser raushängen lassen zu wollen, noch ein paar weitere Finanzgrundsätze, die hier permanent ignoriert werden und mich ein wenig stören:

1. Wie oder wo der Ochs-Transfer (oder demnächst wohl der Russ-Trasnfer) nun genau verbucht werden, ist vollkommen irrelevant! Da das Geschäftsjahr bis zum 31.12. geht, muss und wird er definitiv in diesem Jahr im Geschäftsbericht auftauchen.

2. Entscheidet euch mal bitte, ob ihr von Eigenkapital oder "Festgeldkonto" (ich hasse den Begriff - nennen wir es doch einfach beim richtigen Namen: liquide Mittel!) sprecht. Denn das sind 2 grundverschiedene Dinge. So wird das Eigenkapital zum Beispiel durch Transfers KEIN BISSCHEN VERÄNDERT!!!
Ok, das ist nicht ganz richtig, aber die Verändeurng ist - wenn überhaupt - nicht in der gleichen Höhe wie die Transfersumme! Denn ein Fußballspieler ist nunmal nicht wie jeder gewöhnliche Mitarbeiter blos ein Mitarbeiter, sondern ein Bestandteil des Anlagevermögens - also ein Investitionsgut. Und wenn ich in etwas investiere, bekomme ich logischerweise einen Gegenwert. Und wenn ich nun 1 Mio in den Spieler Schildenfeld investiere, dann verliere ich zwar eine Mio. € in Form von liquiden Mitteln (also Geld) aber bekomme dafür ein "Wert-Objekt" (klingt krank, ist aber so). Und unter Strich bin ich damit hinterher genau so reich wie vorher (vergleichbar mit dem Kauf von Aktien, Staatsanleihen, Goldbarren oder einem Rennpferd).
Und im umgekehrten Fall stand ein Herr Ochs mit einer bestimmten Summe in unserem Anlagevermögen und damit hat sein Verkauf nur dann einen positiven Einfluss auf unser Jahresergebnis, wenn Wob mehr gezahlt hat, als Ochs "wert" war (bilanziell gesehen).
Der Einfluss auf unsere liquiden Mittel wird dagegen davon bestimmt, wie die Bezahlung des Transfers vereinbart wurde. Also wenn Wob gleich alles sofort gezahlt hat, was mMn nicht unbedingt üblich ist im Fußball, dann haben wir mit einem Schlag 4 (waren doch 4, oder?) Mio. € mehr auf einem unserer Bankkonten. Oder in der Kasse, aber zahlt VW in bar? Mhm, nee, denke eher nicht...
Falls nun VW aber doch eher ne Ratenzahlung vereinbart hat und wir erstmal nur ne Anzahlung bekommen haben, dann erhöht sich unser Bestand an liquiden Mitteln auch nicht um 4, sondern vielleicht nur um 2 oder 1,5 Mio. Und nächstes Jahr kommt noch ne Mio dazu. Oder 2. Wer weiß...

3. Aus den gleichen Gründen, aus denen ihr euch mal zwischen EK und liquiden Mitteln entscheiden solltet, solltet ihr auch definieren ob ihr über unser Jahresergebnis oder den Cash-flow debattieren wollt. Das eine definiert ganz vereinfacht ausgedrückt den Einfluss aller Geschäftsvorfälle einer Periode auf das Egenkapital, also positive Entwicklung des Eigenkapitals = Jahresüberschuss, negative = Verlust; und beim anderen, dem Cash-flow, geht es darum, wie sich unsere liquiden Mittel entwickeln, also ob mehr Geld auf die Geschäftskonten eingezahlt, oder abgehoben wird. Denn man kann als Unternehmen durchaus ein positives Eigenkapital haben, aber durch zu große Investitionen kein "verfügbares Geld auf dem Konto", so dass man keine Ablösesummen, oder schlimmer noch, keine Gehälter mehr zahlen kann. Und dann ist man leider insolvent...

Fazit: Die Quellenlage hier ist schon echt gut, hätte mich echt ne Menge Zeit gekostet, alles selbst raus zu suchen und nachzulesen. Von daher im Endeffekt schon ein sehr informativer Fred! Aber die Diskussionen entbehren teilweise echt jeglicher wirtschaftlicher Grundlage.

Ist wirklich nicht böse gemeint!!!
Aber das musste jetzt mal raus, hat sich son bisschen aufgestaut beim Lesen der letzten 5 Seiten...
Finanzlage der Eintracht |#805
14.07.2011 - 20:24 Uhr
Zitat von RoyalTL:
Können wir uns nicht einfach darauf einigen, dass wir genau wissen wie die letzte Bilanz aussieht und alles, was danach kommt, ist reine Spekulation??


Danke dafür. Und auch für die Erklärungen.

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Ich wünsche mir Spieler, die sich ihre Schmerzen auf dem Platz holen und nicht beim Tätowieren. (Heribert Bruchhagen)
Finanzlage der Eintracht |#806
14.07.2011 - 20:52 Uhr
Es wird nix bringen. Einem User versuche ich schon seit Wochen zu erklären das das EK nix mit seinem prall gefüllten Festgeldkonto zu tun hat. Und der Bundesanzeiger sehr wenig über unsere Liquidität aussagt. Ich wäre dafür das wir einen Fred machen wo nur Quellen gepostet werden und ein Fred wo man irgendwelche Zahlen sich zusammen schieben kann, so das es schön ist.
Finanzlage der Eintracht |#807
14.07.2011 - 21:05 Uhr
Zitat von RoyalTL:
2. Entscheidet euch mal bitte, ob ihr von Eigenkapital oder "Festgeldkonto" (ich hasse den Begriff - nennen wir es doch einfach beim richtigen Namen: liquide Mittel!) sprecht. Denn das sind 2 grundverschiedene Dinge. So wird das Eigenkapital zum Beispiel durch Transfers KEIN BISSCHEN VERÄNDERT!!!


Hier wiederspreche ich Dir. Die Passivseite einer Bilanz besteht aus Eigenkapital und Fremdkapital. Liquide Mittel sind ein Unterkonto des Umlaufvermögens der Aktivseite.
Bei einem Verkauf eines Spielers wird des Anlagevermögen geschmälert, das Umlaufvermögen steigt durch Geld, Scheck oder sonstigen Wert. Wird der Spieler nicht auch zum gleichen Wert verkauft, wie er bilanziell aufgeführt ist, ändern sich auf der Passivseite Eigen- oder Fremdkapital. Die Bilanzsummer verändert sich nur dann nicht, wenn der Spieler zum gleichen Preis verkauft wird, wie er bilanziell gewertet wird. Abgesehen davon sinken die laufenden Ausgaben für den abgegeben Spieler und entlasten die Bilanz.

Ansonsten hast Du das schön erklärt! ;)
Finanzlage der Eintracht |#808
14.07.2011 - 21:12 Uhr
Zitat von beatstreet:

Wird der Spieler nicht auch zum gleichen Wert verkauft, wie er bilanziell aufgeführt ist, ändern sich auf der Passivseite Eigen- oder Fremdkapital. Die Bilanzsummer verändert sich nur dann nicht, wenn der Spieler zum gleichen Preis verkauft wird, wie er bilanziell gewertet wird. Abgesehen davon sinken die laufenden Ausgaben für den abgegeben Spieler und entlasten die Bilanz.


Hab ich doch 1 Absatz später (wo ich den Ochs-Transfer anführe) auch so geschrieben. Jedenfalls wollte ich das, aber war wahrschienlich zu umständlich und ausufernd, da kam es vielleicht nicht richtig rüber... :/:

Und stimmt, aufs ganze Jahr betrachtet machen sich natürlich die eingesparten Gehaltsausgeben etc. bemerkbar. War halt sehr verienfacht dargestellt... ;)
Finanzlage der Eintracht |#809
14.07.2011 - 22:34 Uhr
da kommen scheinbar die erfahrenen bwl studenten, um aufklärungsarbeit zu leisten. :p



zum thema:

"Doch Frankfurt will und muss noch Spieler abgeben, sonst droht, wie man aus dem Verein hört, im März die Zahlungsunfähigkeit. "

http://www.tagesspiegel.de/sport/vorsicht-explosionsgefahr/4395804.html

klingt mir allerdings nach ziemlichen humbuk.
Finanzlage der Eintracht |#810
15.07.2011 - 07:15 Uhr
Zitat von Yeshua:

"Doch Frankfurt will und muss noch Spieler abgeben, sonst droht, wie man aus dem Verein hört, im März die Zahlungsunfähigkeit. "

http://www.tagesspiegel.de/sport/vorsicht-explosionsgefahr/4395804.html

klingt mir allerdings nach ziemlichen humbuk.


Jop das liest sich schon etwas eigentümlich, auch mit dem Hintergrund das Heribert Bruchhagen ja beim letzten Auftritt im Sport 1 gesagt hat das die Eintracht nicht einen Pfennig Schulden hat, nur noch die Altlasten aus dem ISPR Darlehn.

Also auch wenn kein Kapital mehr vorhanden sein sollte, gibt es immer noch einen beträchtichen Unterschied zwischen 0 Euro und verschuldet bis zur Zahlungsunfähigkeit. Ziemlich komischer Artikel.

•     •     •

"Wir lieben es wenn Menschen ihre Meinung frisch heraus sagen - vorausgesetzt sie denken wie wir."

"Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen."

Mark Twain

„Fussball ist Glückssache, Leichtathletik ist Maloche und Tennis ist Handwerk. Tischtennis jedoch, das ist Kunst.”

Heiner Geißler Minister a.D.
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