| Geburtsdatum | 12.01.1994 |
|---|---|
| Alter | 32 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,86m |
| Vertrag bis | 30.06.2027 |
| Position | Innenverteidiger |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Borussia Dortmund |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 16 | 3 | - | ||
![]() | Bundesliga | 9 | 3 | - | |
![]() | UEFA Champions League | 6 | - | - | |
![]() | DFB-Pokal | 1 | - | - | |
Emre Can [23]
31.01.2020 - 19:24 Uhr
23.03.2026 - 11:43 Uhr
Zitat von JustusLipsius
Da frage ich mich, ob das wirklich so ist, wenn die Verlängerung aus einer Verletzung heraus entsteht? Das erscheint mir aus Versicherungssicht etwas schräg?
Zitat von clemito253
Erstens kostet die Verlängerung uns wenig bis kein Geld. Das Gehalt wurde reduziert. Für den gesamten Zeitraum seines Kreuzbandrisses und der Reha, zahlt der BVB keinen Cent Gehalt, das übernimmt die Krankenversicherung bzw. eine Fußballerzusatzversicherung. Der Arbeitgeber zahlt nur 6 Wochen Gehalt bei Krankheit am Stück.
Erstens kostet die Verlängerung uns wenig bis kein Geld. Das Gehalt wurde reduziert. Für den gesamten Zeitraum seines Kreuzbandrisses und der Reha, zahlt der BVB keinen Cent Gehalt, das übernimmt die Krankenversicherung bzw. eine Fußballerzusatzversicherung. Der Arbeitgeber zahlt nur 6 Wochen Gehalt bei Krankheit am Stück.
Da frage ich mich, ob das wirklich so ist, wenn die Verlängerung aus einer Verletzung heraus entsteht? Das erscheint mir aus Versicherungssicht etwas schräg?
Krankengeld ist auf 4.000 EUR gedeckelt im Monat. Ich glaube das ist Emre Can relativ egal, ob er dieses Geld bekommt.
Ansonsten gilt:
Verlängerte Befristung ohne Unterbrechung = Krankengeldanspruch besteht fort
Verlängerte Befristung mit Unterbrechung = Krankengeldanspruch erlischt und es besteht keine neue Entgeltfortzahlungspflicht von 6 Wochen für den Arbeitgeber
Neuer Arbeitgeber = Krankengeldanspruch erlischt und es besteht keine neue Entgeltfortzahlungspflicht von 6 Wochen für den Arbeitgeber
Ansonsten habe ich große Zweifel an der Aussage, dass diese VVL dem BVB kein Geld kosten wird. Die Gehaltsfortzahlungspflichten des BVB beginnen mit dem Einstieg ins reguläre Training. Vom Einstieg ins reguläre Training bis zur wirklichen Spielfitness können auch noch mal mehrere Wochen vergehen. Am Ende wird man vermutlich einen 33 Jährigen Can für rd. 8 Monate bezahlen müssen und vmtl. auch bei reduzierten Bezügen damit Kosten von rd. 2 Millionen € haben (Schätzung von mir) zzgl. der Kosten in der medizinischen Abteilung. Diesen Kosten steht ehrlicherweise wohl eher kein äquivalenter Gegenwert gegenüber.
Daher dürfte man schon nachfragen, ob dieses Geschenk an einen mehrfachen Multimillionär der 7 Jahre beim Verein war, wirklich gerechtfertigt war. Ich sage es nämlich mal so:
Wenn Frau Müller nach 30 Jahren Berufstätigkeit in der Buchhaltung beim BVB arbeitsunfähig wird, dann gibt es vom Arbeitgeber einen Blumenstrauß, eine Karte und eine Tafel Schokolade und sofern Sie keine BU-Versicherung hat, wird Sie vom BVB ohne zweimal nachzudenken in die Erwerbsunfähigkeitsrente und damit idR in die Armut entlassen.
23.03.2026 - 12:39 Uhr
Zitat von Meliodas
Wenn Frau Müller nach 30 Jahren Berufstätigkeit in der Buchhaltung beim BVB arbeitsunfähig wird, dann gibt es vom Arbeitgeber einen Blumenstrauß, eine Karte und eine Tafel Schokolade und sofern Sie keine BU-Versicherung hat, wird Sie vom BVB ohne zweimal nachzudenken in die Erwerbsunfähigkeitsrente und damit idR in die Armut entlassen.
Wenn Frau Müller nach 30 Jahren Berufstätigkeit in der Buchhaltung beim BVB arbeitsunfähig wird, dann gibt es vom Arbeitgeber einen Blumenstrauß, eine Karte und eine Tafel Schokolade und sofern Sie keine BU-Versicherung hat, wird Sie vom BVB ohne zweimal nachzudenken in die Erwerbsunfähigkeitsrente und damit idR in die Armut entlassen.
Ich kann die Argumentation ja sehr gut nachvollziehen, aber mit dem Denkansatz kann bzw. müsste man dann auch das gesamte Fußballgeschäft infragestellen. Abfindungen, Gehälter, Ablösesummen, Strafen, Presigelder - das ist alles in Dimensionen vorgedrungen, die mit dem normalen Arbeitleben bzw. den Lebensrealitäten der Menschen rein gar nichts mehr zu tun haben.
23.03.2026 - 12:53 Uhr
Zitat von NeonGolden
Ich kann die Argumentation ja sehr gut nachvollziehen, aber mit dem Denkansatz kann bzw. müsste man dann auch das gesamte Fußballgeschäft infragestellen. Abfindungen, Gehälter, Ablösesummen, Strafen, Presigelder - das ist alles in Dimensionen vorgedrungen, die mit dem normalen Arbeitleben bzw. den Lebensrealitäten der Menschen rein gar nichts mehr zu tun haben.
Zitat von Meliodas
Wenn Frau Müller nach 30 Jahren Berufstätigkeit in der Buchhaltung beim BVB arbeitsunfähig wird, dann gibt es vom Arbeitgeber einen Blumenstrauß, eine Karte und eine Tafel Schokolade und sofern Sie keine BU-Versicherung hat, wird Sie vom BVB ohne zweimal nachzudenken in die Erwerbsunfähigkeitsrente und damit idR in die Armut entlassen.
Wenn Frau Müller nach 30 Jahren Berufstätigkeit in der Buchhaltung beim BVB arbeitsunfähig wird, dann gibt es vom Arbeitgeber einen Blumenstrauß, eine Karte und eine Tafel Schokolade und sofern Sie keine BU-Versicherung hat, wird Sie vom BVB ohne zweimal nachzudenken in die Erwerbsunfähigkeitsrente und damit idR in die Armut entlassen.
Ich kann die Argumentation ja sehr gut nachvollziehen, aber mit dem Denkansatz kann bzw. müsste man dann auch das gesamte Fußballgeschäft infragestellen. Abfindungen, Gehälter, Ablösesummen, Strafen, Presigelder - das ist alles in Dimensionen vorgedrungen, die mit dem normalen Arbeitleben bzw. den Lebensrealitäten der Menschen rein gar nichts mehr zu tun haben.
Das ist natürlich richtig, aber es gab natürlich auch keine Verpflichtung für den BVB den Vertrag zu diesen Bedingungen (scheinbar 4 Millionen € Brutto) zu verlängern.
In diesem Business und bei diesen Zahlen ist eigentlich kein Raum für Sentimentalität. Interessanterweise gibt es diese Sentimentalität aber eben doch. Aber eben nur für Millionäre und nicht für einfache Mitarbeiter und das verstehe ich nicht.
Hätten es 1 Millionen € im Jahr nicht auch getan? Wieso 4 Millionen € was in der Bundesliga ein Top-Gehalt ist.
23.03.2026 - 12:56 Uhr
Zitat von Meliodas
Krankengeld ist auf 4.000 EUR gedeckelt im Monat. Ich glaube das ist Emre Can relativ egal, ob er dieses Geld bekommt.
Ansonsten gilt:
Verlängerte Befristung ohne Unterbrechung = Krankengeldanspruch besteht fort
Verlängerte Befristung mit Unterbrechung = Krankengeldanspruch erlischt und es besteht keine neue Entgeltfortzahlungspflicht von 6 Wochen für den Arbeitgeber
Neuer Arbeitgeber = Krankengeldanspruch erlischt und es besteht keine neue Entgeltfortzahlungspflicht von 6 Wochen für den Arbeitgeber
Ansonsten habe ich große Zweifel an der Aussage, dass diese VVL dem BVB kein Geld kosten wird. Die Gehaltsfortzahlungspflichten des BVB beginnen mit dem Einstieg ins reguläre Training. Vom Einstieg ins reguläre Training bis zur wirklichen Spielfitness können auch noch mal mehrere Wochen vergehen. Am Ende wird man vermutlich einen 33 Jährigen Can für rd. 8 Monate bezahlen müssen und vmtl. auch bei reduzierten Bezügen damit Kosten von rd. 2 Millionen € haben (Schätzung von mir) zzgl. der Kosten in der medizinischen Abteilung. Diesen Kosten steht ehrlicherweise wohl eher kein äquivalenter Gegenwert gegenüber.
Daher dürfte man schon nachfragen, ob dieses Geschenk an einen mehrfachen Multimillionär der 7 Jahre beim Verein war, wirklich gerechtfertigt war. Ich sage es nämlich mal so:
Wenn Frau Müller nach 30 Jahren Berufstätigkeit in der Buchhaltung beim BVB arbeitsunfähig wird, dann gibt es vom Arbeitgeber einen Blumenstrauß, eine Karte und eine Tafel Schokolade und sofern Sie keine BU-Versicherung hat, wird Sie vom BVB ohne zweimal nachzudenken in die Erwerbsunfähigkeitsrente und damit idR in die Armut entlassen.
Zitat von JustusLipsius
Da frage ich mich, ob das wirklich so ist, wenn die Verlängerung aus einer Verletzung heraus entsteht? Das erscheint mir aus Versicherungssicht etwas schräg?
Zitat von clemito253
Erstens kostet die Verlängerung uns wenig bis kein Geld. Das Gehalt wurde reduziert. Für den gesamten Zeitraum seines Kreuzbandrisses und der Reha, zahlt der BVB keinen Cent Gehalt, das übernimmt die Krankenversicherung bzw. eine Fußballerzusatzversicherung. Der Arbeitgeber zahlt nur 6 Wochen Gehalt bei Krankheit am Stück.
Erstens kostet die Verlängerung uns wenig bis kein Geld. Das Gehalt wurde reduziert. Für den gesamten Zeitraum seines Kreuzbandrisses und der Reha, zahlt der BVB keinen Cent Gehalt, das übernimmt die Krankenversicherung bzw. eine Fußballerzusatzversicherung. Der Arbeitgeber zahlt nur 6 Wochen Gehalt bei Krankheit am Stück.
Da frage ich mich, ob das wirklich so ist, wenn die Verlängerung aus einer Verletzung heraus entsteht? Das erscheint mir aus Versicherungssicht etwas schräg?
Krankengeld ist auf 4.000 EUR gedeckelt im Monat. Ich glaube das ist Emre Can relativ egal, ob er dieses Geld bekommt.
Ansonsten gilt:
Verlängerte Befristung ohne Unterbrechung = Krankengeldanspruch besteht fort
Verlängerte Befristung mit Unterbrechung = Krankengeldanspruch erlischt und es besteht keine neue Entgeltfortzahlungspflicht von 6 Wochen für den Arbeitgeber
Neuer Arbeitgeber = Krankengeldanspruch erlischt und es besteht keine neue Entgeltfortzahlungspflicht von 6 Wochen für den Arbeitgeber
Ansonsten habe ich große Zweifel an der Aussage, dass diese VVL dem BVB kein Geld kosten wird. Die Gehaltsfortzahlungspflichten des BVB beginnen mit dem Einstieg ins reguläre Training. Vom Einstieg ins reguläre Training bis zur wirklichen Spielfitness können auch noch mal mehrere Wochen vergehen. Am Ende wird man vermutlich einen 33 Jährigen Can für rd. 8 Monate bezahlen müssen und vmtl. auch bei reduzierten Bezügen damit Kosten von rd. 2 Millionen € haben (Schätzung von mir) zzgl. der Kosten in der medizinischen Abteilung. Diesen Kosten steht ehrlicherweise wohl eher kein äquivalenter Gegenwert gegenüber.
Daher dürfte man schon nachfragen, ob dieses Geschenk an einen mehrfachen Multimillionär der 7 Jahre beim Verein war, wirklich gerechtfertigt war. Ich sage es nämlich mal so:
Wenn Frau Müller nach 30 Jahren Berufstätigkeit in der Buchhaltung beim BVB arbeitsunfähig wird, dann gibt es vom Arbeitgeber einen Blumenstrauß, eine Karte und eine Tafel Schokolade und sofern Sie keine BU-Versicherung hat, wird Sie vom BVB ohne zweimal nachzudenken in die Erwerbsunfähigkeitsrente und damit idR in die Armut entlassen.
Die VVL war sicher kein Geschenk als Dankbarkeit an Emre. Es war ja vorher schon bekannt, dass man den Vertrag gerne verlängern möchte und in finalen Gesprächen ist.
Und auch ein Profi-Fußballer ist gegen Berufsunfähigkeit versichert bzw besitzt (oder sollte es) diverse Versicherungen für diesen Fall. Und wenn nicht, dann ist es eben wie bei Frau Müller - da kann der Arbeitgeber nichts für, sondern ist halt "Pech gehabt". Und was sollte ein AG in so einem Fall denn machen? Mit Glück hast du eine Vereinbarung, dass deine Lohnfortzahlung auch im Krankheitsfall nach den 6 Wochen gewährleistet ist, vielleicht hat der AG auch ne freiwillige Versicherung für seine MA abgeschlossen - aber die goldene Kuh Profi-Fußball dauernd mit dem "normalen" Arbeitgeberleben zu vergleichen .. puuuh. Das ist eh eine mühsame, niemals gerechte Diskussion.
23.03.2026 - 12:58 Uhr
Ich frag mich nur welche Versicherung Fussballer (oder generell Profisportler, die Kontaktsport ausüben) bzw. deren Gehälter im Verletzungsfall versichert? Klingt nach der unrentabelsten bzw risikoreichsten Police für die entsprechende Versicherung ever. Schwere bzw langwierige Verletzungen wie Kreuzband, Achillessehne, Schambein, etc. bleiben ja quasi keinem Profisportler in der Karriere erspart …
23.03.2026 - 13:01 Uhr
Zitat von Borusse91
Ich frag mich nur welche Versicherung Fussballer (oder generell Profisportler, die Kontaktsport ausüben) bzw. deren Gehälter im Verletzungsfall versichert? Klingt nach der unrentabelsten bzw risikoreichsten Police für die entsprechende Versicherung ever. Schwere bzw langwierige Verletzungen wie Kreuzband, Achillessehne, Schambein, etc. bleiben ja quasi keinem Profisportler in der Karriere erspart …
Ich frag mich nur welche Versicherung Fussballer (oder generell Profisportler, die Kontaktsport ausüben) bzw. deren Gehälter im Verletzungsfall versichert? Klingt nach der unrentabelsten bzw risikoreichsten Police für die entsprechende Versicherung ever. Schwere bzw langwierige Verletzungen wie Kreuzband, Achillessehne, Schambein, etc. bleiben ja quasi keinem Profisportler in der Karriere erspart …
Es gibt spezielle Policen..
https://www.diebayerische.de/ratgeber/profifussballer-versichert-besondere-berufe-versicherungen/
23.03.2026 - 13:05 Uhr
Zitat von Borusse91
Ich frag mich nur welche Versicherung Fussballer (oder generell Profisportler, die Kontaktsport ausüben) bzw. deren Gehälter im Verletzungsfall versichert? Klingt nach der unrentabelsten bzw risikoreichsten Police für die entsprechende Versicherung ever. Schwere bzw langwierige Verletzungen wie Kreuzband, Achillessehne, Schambein, etc. bleiben ja quasi keinem Profisportler in der Karriere erspart …
Ich frag mich nur welche Versicherung Fussballer (oder generell Profisportler, die Kontaktsport ausüben) bzw. deren Gehälter im Verletzungsfall versichert? Klingt nach der unrentabelsten bzw risikoreichsten Police für die entsprechende Versicherung ever. Schwere bzw langwierige Verletzungen wie Kreuzband, Achillessehne, Schambein, etc. bleiben ja quasi keinem Profisportler in der Karriere erspart …
Ich fand die Frage interessant und hab sie mal ChatGPT gefragt.
Im Profisport läuft das ganz anders als man intuitiv denkt: Ein Fußballer ist erstmal ganz normal beim Verein angestellt, das heißt bei Verletzungen zahlt der Verein zunächst das Gehalt weiter (in Deutschland z. B. die klassische Lohnfortzahlung). Erst danach greifen spezielle Versicherungen, und das sind nicht die üblichen Standardprodukte, sondern maßgeschneiderte Lösungen. Sehr wichtig ist dabei das Krankentagegeld, das ab einem bestimmten Zeitpunkt täglich hohe Summen zahlt und so das Gehalt ersetzt. Dazu kommen Sportunfähigkeitsversicherungen, die ähnlich wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung funktionieren, aber speziell darauf ausgelegt sind, dass schon die Unfähigkeit, den Sport auszuüben, als Leistungsfall gilt. Zusätzlich gibt es spezielle Unfallversicherungen für Profis sowie Policen, die bei einem vorzeitigen Karriereende große Summen auszahlen. Dass das für Versicherer trotzdem funktioniert, liegt daran, dass sie extrem selektiv sind, hohe Prämien verlangen, viele Ausschlüsse und Wartezeiten einbauen und die Verträge oft nur kurzfristig laufen lassen, sodass sie das Risiko regelmäßig neu bewerten können. Außerdem wird das Risiko auf mehrere Schultern verteilt: Ein Teil liegt beim Verein, ein Teil beim Spieler selbst und ein Teil bei den Versicherungen. Gerade bei Topspielern kommen noch individuelle Vertragsklauseln dazu, die Gehaltszahlungen und Absicherungen trotz Verletzungen garantieren. Am Ende ist es also kein einzelnes „unrentables“ Versicherungsprodukt, sondern ein ganzes System aus Verein, Spezialversicherungen und individuellen Verträgen, bei dem nie eine Seite allein das volle Risiko trägt.
23.03.2026 - 14:23 Uhr
Zitat von Sch3lsT
Die VVL war sicher kein Geschenk als Dankbarkeit an Emre. Es war ja vorher schon bekannt, dass man den Vertrag gerne verlängern möchte und in finalen Gesprächen ist.
Und auch ein Profi-Fußballer ist gegen Berufsunfähigkeit versichert bzw besitzt (oder sollte es) diverse Versicherungen für diesen Fall. Und wenn nicht, dann ist es eben wie bei Frau Müller - da kann der Arbeitgeber nichts für, sondern ist halt "Pech gehabt". Und was sollte ein AG in so einem Fall denn machen? Mit Glück hast du eine Vereinbarung, dass deine Lohnfortzahlung auch im Krankheitsfall nach den 6 Wochen gewährleistet ist, vielleicht hat der AG auch ne freiwillige Versicherung für seine MA abgeschlossen - aber die goldene Kuh Profi-Fußball dauernd mit dem "normalen" Arbeitgeberleben zu vergleichen .. puuuh. Das ist eh eine mühsame, niemals gerechte Diskussion.
Zitat von Meliodas
Krankengeld ist auf 4.000 EUR gedeckelt im Monat. Ich glaube das ist Emre Can relativ egal, ob er dieses Geld bekommt.
Ansonsten gilt:
Verlängerte Befristung ohne Unterbrechung = Krankengeldanspruch besteht fort
Verlängerte Befristung mit Unterbrechung = Krankengeldanspruch erlischt und es besteht keine neue Entgeltfortzahlungspflicht von 6 Wochen für den Arbeitgeber
Neuer Arbeitgeber = Krankengeldanspruch erlischt und es besteht keine neue Entgeltfortzahlungspflicht von 6 Wochen für den Arbeitgeber
Ansonsten habe ich große Zweifel an der Aussage, dass diese VVL dem BVB kein Geld kosten wird. Die Gehaltsfortzahlungspflichten des BVB beginnen mit dem Einstieg ins reguläre Training. Vom Einstieg ins reguläre Training bis zur wirklichen Spielfitness können auch noch mal mehrere Wochen vergehen. Am Ende wird man vermutlich einen 33 Jährigen Can für rd. 8 Monate bezahlen müssen und vmtl. auch bei reduzierten Bezügen damit Kosten von rd. 2 Millionen € haben (Schätzung von mir) zzgl. der Kosten in der medizinischen Abteilung. Diesen Kosten steht ehrlicherweise wohl eher kein äquivalenter Gegenwert gegenüber.
Daher dürfte man schon nachfragen, ob dieses Geschenk an einen mehrfachen Multimillionär der 7 Jahre beim Verein war, wirklich gerechtfertigt war. Ich sage es nämlich mal so:
Wenn Frau Müller nach 30 Jahren Berufstätigkeit in der Buchhaltung beim BVB arbeitsunfähig wird, dann gibt es vom Arbeitgeber einen Blumenstrauß, eine Karte und eine Tafel Schokolade und sofern Sie keine BU-Versicherung hat, wird Sie vom BVB ohne zweimal nachzudenken in die Erwerbsunfähigkeitsrente und damit idR in die Armut entlassen.
Zitat von JustusLipsius
Da frage ich mich, ob das wirklich so ist, wenn die Verlängerung aus einer Verletzung heraus entsteht? Das erscheint mir aus Versicherungssicht etwas schräg?
Zitat von clemito253
Erstens kostet die Verlängerung uns wenig bis kein Geld. Das Gehalt wurde reduziert. Für den gesamten Zeitraum seines Kreuzbandrisses und der Reha, zahlt der BVB keinen Cent Gehalt, das übernimmt die Krankenversicherung bzw. eine Fußballerzusatzversicherung. Der Arbeitgeber zahlt nur 6 Wochen Gehalt bei Krankheit am Stück.
Erstens kostet die Verlängerung uns wenig bis kein Geld. Das Gehalt wurde reduziert. Für den gesamten Zeitraum seines Kreuzbandrisses und der Reha, zahlt der BVB keinen Cent Gehalt, das übernimmt die Krankenversicherung bzw. eine Fußballerzusatzversicherung. Der Arbeitgeber zahlt nur 6 Wochen Gehalt bei Krankheit am Stück.
Da frage ich mich, ob das wirklich so ist, wenn die Verlängerung aus einer Verletzung heraus entsteht? Das erscheint mir aus Versicherungssicht etwas schräg?
Krankengeld ist auf 4.000 EUR gedeckelt im Monat. Ich glaube das ist Emre Can relativ egal, ob er dieses Geld bekommt.
Ansonsten gilt:
Verlängerte Befristung ohne Unterbrechung = Krankengeldanspruch besteht fort
Verlängerte Befristung mit Unterbrechung = Krankengeldanspruch erlischt und es besteht keine neue Entgeltfortzahlungspflicht von 6 Wochen für den Arbeitgeber
Neuer Arbeitgeber = Krankengeldanspruch erlischt und es besteht keine neue Entgeltfortzahlungspflicht von 6 Wochen für den Arbeitgeber
Ansonsten habe ich große Zweifel an der Aussage, dass diese VVL dem BVB kein Geld kosten wird. Die Gehaltsfortzahlungspflichten des BVB beginnen mit dem Einstieg ins reguläre Training. Vom Einstieg ins reguläre Training bis zur wirklichen Spielfitness können auch noch mal mehrere Wochen vergehen. Am Ende wird man vermutlich einen 33 Jährigen Can für rd. 8 Monate bezahlen müssen und vmtl. auch bei reduzierten Bezügen damit Kosten von rd. 2 Millionen € haben (Schätzung von mir) zzgl. der Kosten in der medizinischen Abteilung. Diesen Kosten steht ehrlicherweise wohl eher kein äquivalenter Gegenwert gegenüber.
Daher dürfte man schon nachfragen, ob dieses Geschenk an einen mehrfachen Multimillionär der 7 Jahre beim Verein war, wirklich gerechtfertigt war. Ich sage es nämlich mal so:
Wenn Frau Müller nach 30 Jahren Berufstätigkeit in der Buchhaltung beim BVB arbeitsunfähig wird, dann gibt es vom Arbeitgeber einen Blumenstrauß, eine Karte und eine Tafel Schokolade und sofern Sie keine BU-Versicherung hat, wird Sie vom BVB ohne zweimal nachzudenken in die Erwerbsunfähigkeitsrente und damit idR in die Armut entlassen.
Die VVL war sicher kein Geschenk als Dankbarkeit an Emre. Es war ja vorher schon bekannt, dass man den Vertrag gerne verlängern möchte und in finalen Gesprächen ist.
Und auch ein Profi-Fußballer ist gegen Berufsunfähigkeit versichert bzw besitzt (oder sollte es) diverse Versicherungen für diesen Fall. Und wenn nicht, dann ist es eben wie bei Frau Müller - da kann der Arbeitgeber nichts für, sondern ist halt "Pech gehabt". Und was sollte ein AG in so einem Fall denn machen? Mit Glück hast du eine Vereinbarung, dass deine Lohnfortzahlung auch im Krankheitsfall nach den 6 Wochen gewährleistet ist, vielleicht hat der AG auch ne freiwillige Versicherung für seine MA abgeschlossen - aber die goldene Kuh Profi-Fußball dauernd mit dem "normalen" Arbeitgeberleben zu vergleichen .. puuuh. Das ist eh eine mühsame, niemals gerechte Diskussion.
Das heißt du bist der Auffassung, dass Emre Can am Arbeitsmarkt aktuell einen Wert hat, welcher einen Gehaltsanspruch von 4 Millionen € Brutto für ein Jahr entspricht? D. h. du gehst davon aus, dass auch andere Vereine als der BVB Emre Can in dieser Situation einen Vertrag zu diesen Bezügen angeboten hätten?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Profisportler halte ich im übrigen für nicht üblich im Geschäft. Einfach weil die Prämien zu hoch wären. Ob eine Zusatzversicherung zum Ausgleich des Krankengeldanspruchs zum Netto-Gehalt besteht, lässt sich wohl auch nicht ohne weiteres beantworten. Bei einen Spieler mit Cans Verletzungsgeschichte und in dem Alter würde ich auch hier davon ausgehen, dass diese Versicherung im Endeffekt unrentabel ist. Zumindest wenn ein erheblicher Teil der Deckungslücke versichert werden soll. Zudem wären beide Versicherungen steuerlich nicht abzugsfähig.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Meliodas am 23.03.2026 um 14:27 Uhr bearbeitet
01.04.2026 - 02:27 Uhr
Quelle: Sport Bild
Emre Can verzichtete bei der Vertragsverlängerung auf 20 % seines Gehalts. Zusätzlich fällt er bis mindestens September aus und erhält bis dahin kein Gehalt von Borussia Dortmund. Nach sechs Wochen übernimmt seine Versicherung die Zahlungen.
@SPORTBILD
@SPORTBILD
01.04.2026 - 11:09 Uhr
Zitat von Meliodas
Das heißt du bist der Auffassung, dass Emre Can am Arbeitsmarkt aktuell einen Wert hat, welcher einen Gehaltsanspruch von 4 Millionen € Brutto für ein Jahr entspricht? D. h. du gehst davon aus, dass auch andere Vereine als der BVB Emre Can in dieser Situation einen Vertrag zu diesen Bezügen angeboten hätten?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Profisportler halte ich im übrigen für nicht üblich im Geschäft. Einfach weil die Prämien zu hoch wären. Ob eine Zusatzversicherung zum Ausgleich des Krankengeldanspruchs zum Netto-Gehalt besteht, lässt sich wohl auch nicht ohne weiteres beantworten. Bei einen Spieler mit Cans Verletzungsgeschichte und in dem Alter würde ich auch hier davon ausgehen, dass diese Versicherung im Endeffekt unrentabel ist. Zumindest wenn ein erheblicher Teil der Deckungslücke versichert werden soll. Zudem wären beide Versicherungen steuerlich nicht abzugsfähig.
Das heißt du bist der Auffassung, dass Emre Can am Arbeitsmarkt aktuell einen Wert hat, welcher einen Gehaltsanspruch von 4 Millionen € Brutto für ein Jahr entspricht? D. h. du gehst davon aus, dass auch andere Vereine als der BVB Emre Can in dieser Situation einen Vertrag zu diesen Bezügen angeboten hätten?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Profisportler halte ich im übrigen für nicht üblich im Geschäft. Einfach weil die Prämien zu hoch wären. Ob eine Zusatzversicherung zum Ausgleich des Krankengeldanspruchs zum Netto-Gehalt besteht, lässt sich wohl auch nicht ohne weiteres beantworten. Bei einen Spieler mit Cans Verletzungsgeschichte und in dem Alter würde ich auch hier davon ausgehen, dass diese Versicherung im Endeffekt unrentabel ist. Zumindest wenn ein erheblicher Teil der Deckungslücke versichert werden soll. Zudem wären beide Versicherungen steuerlich nicht abzugsfähig.
Sportbild berichtet, daß Emre Can mit Vertragsunterzeichnung zunächst überhaupt gar kein Gehalt mehr bekommt, ab September würde die Versicherung sein Gehalt übernehmen und danach, wenn er fit ist, bekommt er 20% weniger Gehalt. Ich gehe davon aus, daß sein Vertrag, so wie alle neuen Verträge beim BVB, erfolgsabhängig ist.
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