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Wer? Ach der! Da fällt mir was zu ein...

19.07.2016 - 00:01 Uhr
Glück auf in die Runde!

Ich habe eine Idee, die ich mit euch teilen möchte. Sagen wir, es ist ein Experiment. Es kann klappen, ebenso ist aber auch ein Scheitern möglich. Mal sehen, ob dieser Thread mit Leben gefüllt oder in den Untiefen des SC-Forums landen wird, so wie der Tampon in einer Damenhandtasche.

Was habe ich vor?

In regelmäßigen Abständen möchte ich den Namen eines ehemaligen oder eventuell auch aktuellen Spielers in den Raum werfen. Aktuelle dürften aber möglicherweise noch nicht ganz so spannend sein.

Was erwarte ich mir?

Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele von euch ihre Gedanken zu dem Spieler hier niederschreiben. Was habt ihr euch bei dessen Verpflichtung gedacht? An welche besonderen Momente könnt ihr euch erinnern? Was verbindet ihr mit diesem Namen? Welche spannenden Geschichten gab es auf und neben dem Platz? Was war er für ein Typ?
Im Prinzip soll es eine Sammlung von Anekdoten werden, die die Erinnerungen an vielleicht längst vergessene Spieler wieder aufleben lassen oder - und das ist besonders erwünscht - das Wissen über einen ehemaligen Freiburger erweitern. Schreibt, was euch einfällt...

In diesem Sinne: Wer? Ach der! Da fällt mir was zu ein...

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Auf Kohle geboren - das Herz an den SC vergeben.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dreisamnappi am 19.07.2016 um 00:25 Uhr bearbeitet
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In der 4. Klasse sind wir häufig nach der Schule aus Gundelfingen nach Freiburg zum Stadion gefahren, um die Spieler beim Training zu beobachten, Autogramme zu holen. Das muss 1994 gewesen sein. Einmal joggte uns eine von Achim Sarstedt angeführte Gruppe von etwa 10 Spielern entgegen und bog Richtung Dreisam ab. Wir blieben andächtig stehen und bewunderten die Spieler.

Am Ende der Gruppe lief Seretis. Außer meinem Freund und mir war nur eine Spaziergängerin auf dem Weg, eine junge Frau. Als die Konditionsgruppe an der Frau vorbeitrabte, verlangsamte Seretis plötzlich das Tempo und sah der Frau - unbeobachtet von allen anderen - für längere Zeit erkennbar auf den Hintern. Den Kopf nach hinten verdreht, der Körper lief weiter geradeaus. Mir ist bewusst, dass diese Begebenheit an Banalität kaum zu überbieten ist. Doch wenn man sich in die Perspektive zweier Fünftklässler hineinversetzt, für die damals alle SC-Spieler Halbgötter waren, kann man nachfühlen, weshalb wir uns erst ungläubig mit offenem Mund ansahen und dann in lautes Gelächter ausbrachen: Wir hätten ein so gewöhnliches, irdisches Verhalten von jedem erwartet, nur nicht von einem SC-Spieler. Als Seretis bemerkte, dass wir ihn beobachtet hatten, lächelte er und zwinkerte uns zu, was wir enorm cool fanden.

Vor einigen Jahren habe ich in einem Moment der Unachtsamkeit des Freundes von damals sein Profilbild auf facebook durch jenes von Paschalis Seretis ersetzt. Nebenbei bemerkt eines der schönsten Fußballerporträts der 90er Jahre. Das, auf dem Seretis das rot-weiße Zehnder-Trikot trägt. Den Mund halbgeöffnet, die Augen zu Schlitzen zusammengezogen. Das Haupthaar wächst bald über die Augen, Stirn und Augenbrauen fast vollständig überwachsen. Bei der google Bildersuche ist es das erste oder zweite Ergebnis wenn man Paschalis Seretis eingibt. Ich weiß noch, dass jemand unter das Bild kommentierte "War in seinem früheren Leben in leitender Position eines bulgarischen Autoschieberrings", weil die Erscheinung Seretis' so gar nicht fly war, nichts von einem Fußballstar hatte. Doch in unserem Alter war jeder SC-Spieler einer dieser überlebensgroßen Stars, in der Wahrnehmung von damals vergleichbar mit einem Freddie Mercury.
Ich war 9 Jahre alt und riesen Fan von Jörg Schmadtke und ich war an einem 34.Spieltag bei einer Familienfeier bei Verwandten mit Premiere zu Gast. Statt Kaffee und Kuchen hab ich mich mit meinem Opa dem Bundesligaspiel gegen Dortmund gewidmet. Freiburg lag 2:0 zurück und man hatte das Spiel gegen den Deutschen Meister verloren, aber war schon gerettet. Plötzlich stand Stefan Beneking an der Seitenlinie und ich dachte: Warum wechselt er jetzt Schmadtke aus? Pustekuchen! Heidenreich machte Platz und Schmadtke ging ins Feld! Ein Novum in der Bundesliga. Heute würde man den Trainer gleich entlassen.
Freiburg machte in der Zeit tatsächlich den Anschluss, Dortmund erhöhte aber wieder auf 3:1. Dann köpfte Schmadtke, der nur vorne drinn stand, sogar knapp neben das Tor. Und in der 90.Minute war es dann soweit. Jörg Schmadtke legte den Ball ab und ein Freiburger Stürmer machte das 3:2. Das Spiel ging dann trotzdem verloren. Der Torschütze war PASCHALIS SERETIS. Ich habe trotz der Nierlage unseren Torwart abgefeiert. Seretis, zuvor nie gehört habe ich mit einem anerkennenden nicken zur Kenntnis genommen.

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Ich erinnere mich an seine Verpflichtung und war damals sehr überrascht, dass es zu einer Verpflichtung überhaupt gekommen ist. Man hat im Jahr zuvor den Aufstieg um 2 Punkte verpasst und wollte natürlich in diesem Jahr unter Finke hoch.
Dann kommt ein Stürmer, der meiner Meinung weder die Anlagen hatte Stammspieler in der 2.Liga zu sein, und auch keine andere körperlichen Besonderheiten aufzuweisen hatte (war nicht sehr schnell, war nicht sehr groß).
Ich habe mich gefragt warum man sich mit so einem Spieler "verstärken" will. Habe dies nicht verstanden. Mir war auch klar, dass er kein Stammspieler werden sollte und hatte recht. Im letzten Finke-Jahr brachte er es nur auf eine Handvoll Kurzeinsätze und konnte sich in einem ziemlich verunsicherten Team nicht von den anderen Spieler hervorheben.
Für mich war klar, dass er im neuen Jahr unter anderem Coach sowieso nicht mehr spielen wird und verkauft wird.
Unter Dutt machte er aber in der Hinrunde noch 12 Spiele, ehe er dann abgegeben wurde. Ich erinnere mich auch an sein 1:0 gegen Hoffenheim, als er sein erstes Tor machte. Ich dachte: Jetzt ist der Knoten vielleicht geplatzt. Pustekuchen! Ich erinnere mich dann an ein Montagsspiel gegen Alemania Aachen, als man als Tabellenführer anreiste und mit der schlechtesten Offensivleistung des SC seit langem 0:2 verlor. In der Startelf stand Cafu, ohne auch nur einen Stich zu setzen. Tabellenführung war im ***** . Für mich war dies der erste Schritt zum nichtaufstieg. Was hab ich Cafú verteufelt nach dem Spiel. Damals. Heute würde ich mir ein Trikot von ihm holen.

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Bei Eke Uzoma denke ich an zwei Dinge. An sein Tor gegen Köln, wohl eines der schönsten Debüt-Tore, die man erzielen kann. ( https://www.youtube.com/watch?v=zYL2vuY6oZE )

Und an die fantastische Episode mit Robin Dutt in der 2. Liga. Ich weiß nicht mehr welches Spiel es war. Der Schiedsrichter regte sich über das Gemecker des Trainers auf. Immer wieder forderte Dutt nach Wahrnehmung des Schiedsrichters einen Eckball für den SC, in den unmöglichsten Situationen. Gegen Ende wurde es dem Schiri zu bunt und er zeigte dem verblüfften Dutt die gelbe Karte. Es stellte sich heraus, dass Dutt unzufrieden mit dem jungen Uzoma (18 Jahre damals) gewesen war und ihm immer wieder taktische Anweisungen gab und ihn rief: "Eke! Eke!", das ganze Spiel über, war auch im TV gut zu hören.
Oh ja, Eke Uzoma, da fällt mir was ein!

Das waren die Zeiten, als wir oft mit dem Zug von Aschaffenburg aus (in der Nähe gibt es ein paar Freiburg-Fans) zu den Spielen in Bayern gefahren sind, Nürnberg, Fürth usw. Meist wurden in Würzburg noch ein paar Fans aufgegabelt, da es auch dort eine kleine Freiburg-Fanschar gibt.

Es ging zum Liganeuling nach Ingolstadt. Sehr witzige Zugfahrt, Ingolstadt war Aufsteiger, wir Aufstiegsaspriant, also gute Chancen einen Sieg zu sehen, Stimmung prächtig. Vom Bahnhof aus ging es über die Brücke und da war auch schon das "Stadion", ein Fußballplatz mit drei kleinen Tribünen, auf der vierten Seite ein VIP-Zelt. Sensationell eigentlich. Die Jungs von U.F.F.F. haben draußen noch ihre Karten loswerden wollen und sind mit uns an die richtigen geraten smile

Also, rein ins Stadion, angestimmt "Wir gewinnen sowieso", gefolgt von einem herzhaften "IHR WI...ER". Noch nicht lange gespielt, Eigentor. Unsere Offensive um den legendären Mo Idrissou fand überhaupt keinen Zugriff zum Spiel. Stimmung dennoch klasse. Wir waren vielleicht 200-300 Freiburger, verteilt auf der Gegengeraden, die "Schanzer" direkt nebenan sehr leise - damals gab's noch keine große Fanbase. Bumm, Ingolstadt schenkt uns noch einen ein, 2:0 zur Halbzeit. In Halbzeit zwei wurd's auch nicht besser, bereits Mitte der zweiten Halbzeit stand es 4:0 für die Hausherren, aus dem Freiburger Block weiterhin "Wir gewinnen sowieso, ihr...". Teilweise hörte es sich auch an wie auf einem Kreisliga-Fußballplatz, wenn gar nix gesungen wurde, so dass man auch mal "Mensch Johnny (Jäger), beweg' dich halt mal" rein brüllen konnte.

Mit Schlusspfiff ging es runter an den Zaun (die ersten paar Stufen waren leer geblieben) und beflügelt vom Alkohol oben drauf. Mit hängenden Köpfen kamen unsere geschlagenen Helden auf uns zu. Heiko Butscher: "Sorry Leute, aber schön dass ihr da wart". Mo Idrissou wollte mir sein Trikot nicht schenken, "habe ich kleine Junge druben versprocken", also hab ich dann Eke Uzoma nochmal mit der selben Bitte genervt. Aber Eke hatte zu viel Stolz. Er verzog die Miene, "Weiss nicht, vier-null, ooh.." und zog schwer enttäuscht ab.

Außer dieser kurzen Unterredung hat das wenig mit Eke zu tun, muss ich zugeben. Aber es erinnert mich an tolle Zeiten, in denen Freiburger Fans auch mal über sich selbst lachen konnten und dieses ganze Ultra-Zeug noch nicht sooo regiert hat wie in heutigen Zeiten. Damals gab es nur die WJF, die NBU kam ja erst nach dem Aufstieg wieder auf.

Auf der Heimfahrt klingelte dann noch mein Handy. Mein Bruder war dran: "Alter, du warst grad live auf SKY, hast Heiko Butscher high-five gegeben und wärst fast vom Zaun gefallen. Wie voll bist du denn??!"

Schöne Zeiten. cool


Hier noch der Bericht aus dem kicker: http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/spieltag/2-bundesliga/2008-09/11/863801/spielanalyse_fc-ingolstadt-04-7659_sc-freiburg-7.html

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"Ich sag ihnä net wo de Senf steht - verlasse Sie bitte den Lade..!"
"Wenn jetz einer in de Badewanne besser entspanne kann, als in de Kirche - was bringt's ihm dann, wenn er in de Kirche ist?"
"Am beschde is, du guckst gar net, wie die Konkurrenz spielt. Bleibsch daheim. Spielsch. Übsch."

Christian Streich (* 11. Juni 1965 in Weil am Rhein), dt. Philosoph

Dieser Beitrag wurde zuletzt von chosen-one am 10.10.2016 um 09:38 Uhr bearbeitet
Zitat von Zlatan9
Gerade zufällig beim Budenzauber Emsland auf Sport1 eingeschaltet. Bei Twente Enschede läuft dabei ein gewisser Ellery Cairo auf. Körperlich hat er ordentlich zugelegt, hätte ihn kaum wieder erkannt. Auch schon 38 Jahre alt und längst nicht mehr aktiv. Mir ist Cairo eher als schneller Außenbahnspieler in Erinnerung - davon ist nicht mehr so viel zu sehen zwinker


Diese Chance will ich nutzen, um auf den besten Holländer aufmerksam zu machen, der je beim SC gespielt hat: Ellery Cairo.

Cairo spielte noch zu einer Zeit beim SC, als ich ab 15.30Uhr vor dem Videotext gesesses bin und Abends dann in der Sportschau die Zusammenfassung gesehen hab.
Ich war schon zu Beginn seiner Verpflichtung hin und weg. Wir müssen uns eine Granate geholt haben, dachte ich. Ellery Cairo? Was für ein geiler Name! Klangvoll wie z.B. Max Power oder Alex Hunter. Endlich mal nix mit Koejoe, Iberstberger, Berner und den anderen langweiligen Namen aus langweiligen Nationen. Er war mein damaliger Lieblingsspieler. Da gabs nichts zu rütteln.

Ich erinnere mich noch an ein Spiel gegen Gladbach im Frühjahr 2004. Ich habe mir an jenem Tag eine Stadtbesichtigung in Hessen gemacht und bin mit meiner Familie durch den Main-Kinzig-Kreis gefahren. Ich wollte unbedingt aber um 18.00Uhr zurück sein um die Sportschau sehen zu können. Das Quängeln hat damals im Auto viel gebracht. Wir waren schon um ca. 17.30Uhr zu Hause. Ich zappte nochmals durch den Videotext und wollte mich ab 18.00Uhr auf ein 2:2 gegen Gladbach freuen. Vorallem da Ellery Cairo sein erstes Tor geschossen hat.
Um 17.40Uhr bin ich in der Wohnung des Bekannten aus Hessen nervös hin und her gelaufen. Lehnte michh gegen einen Nachtspeicherofen um aus dem Fenster zu blicken, kippte somit den Nachtspeicherofen gegen die Wand und als ich zurück ging, gab er nach, schwankte in die andere Richtung, ist auf mich draufgefallen und brach mir mein rechtes Sprunggelenk.
Ich hab geschriehen wie am Spieß. Meine Leute rannten alle herbei und entfernten den Nachtspeicherofen von mir. Ich hatte starke Schmerzen und konnte auf rechts nicht auftreten. Meine Mutter sagte, wir sollen sofort ins Krankenhaus, aber ich sagte: "Ich muss Freiburg gucken". Das Freiburg Spiel kam dann so ca. 18.45Uhr. Unter Schmerzen sah ich das Tor von Ellery Cairo und den Rest des Spiels.
Um ca. 19.00Uhr machten wir uns auf den Weg ins Krankenhaus. Ich wurde geröngt. Fraktur. Muss operiert werden. Die Ärzte sagten aber: "Die Schwellung ist zu stark. Wir können nicht operieren. Wären sie mal eine halbe Stunde früher gekommen." Meine Mutter warf mir wütende Blicke zu. 5 Tage später wurde ich dann operiert (in meiner Heimatstadt). 12 Jahre Später erinnert mich meine Narbe und die inzwischen verhärtete Schwellung an jenes Spiel, welches ich unbedingt in der Zusammenfassung sehen musste. Mein rechtes Sprungelenk ist fast doppelt so dick wie links. Wird nie mehr besser werden.
Wenn ich diese Geschichte erzähle, fragen mich viele Leute:"War es das wert?" Meine Antwort: "Scheiße, nein!"

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Ibertsberger habe ich positiv in Erinnerung, wenn auch nicht unumstritten.
In der Katastrophen Saison 04/05 war er noch mit Aogo einer der wenigen Lichtblicke.
Was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist dass er einer der Torungefährlichsten Defensivspieler des SC war. Ich erinnere mich noch an seine Schüsse aus der Distanz, die gerade noch vom Fangnetzt an der Nord- und Südtribüne aufgehalten wurden.
Besonders in Erinnerung blieb mir ein Spiel gegen Rostock in der 2. Liga. Er kam über links ans Strafraumeck und schoss(?) aufs Tor. Der "Schuss" ging im warsten Sinne nach hinten los und landete in der Ostribüne. Der SC war zu diesem Zeitpunkt schon zurückgelegen und das Stadion tobte und fluchte. In der Mitte waren nämlich gleich 2 Angreifer des SC frei gestanden. Aber bevor ich den Ball auf Tanko oder Koejoe spiele, würde ich es auch selbst versuchen.
Während sich alle anderen tierisch über ihn aufgeregt haben, habe ich mich wie ein Schneekönig gefreut. Ich hab damals den Ball gefangen und dachte doch tatsächlich, dass ich ihn behalten könnte. Natürlich wurde ich höflichst gebeten denn Ball wieder runter zu werfen.ugly Gefangen stimmt übrigens nicht so ganz. Um mich herum waren kaum Sitzplätze belegt. Ich Sprang 2 Reihen nach hinten und habe ihn aufgehoben.

Im selben Spiel passierte dann aber später das unglaubliche: Ich glaube es war Antar der den Ball fahrlässig, kurz vor der Halbzeut am Gegnerischen Strafraum verdaddelt hat. Aber Ibersberger setzte nach, zog aus der Distanz ab und traf zum Ausgleich. Totenstille im Stadion, blick zum Schiedsrichter. Grenzenlose Freude. Endstand Unentschieden.

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Danke für das Hochholen des Threads, gute Idee! Pouplin ist m.E. ohnehin eine spannende Personalie, fällt irgendwie immer ein wenig durch das Raster, da er nach zwei (für mich guten Jahren) dann von Baumann verdrängt wurde und am Ende still und heimlich den SC verlassen hat. Gab dann nach seinem Abgang ja auch etwas Kritik vom Franzosen - dennoch war er für mich ein guter Keeper, der im Aufstiegsjahr 2008 / 2009 hinten sehr solide war und dann in der Bundesliga in einigen Spielen eine Klasse gezeigt hat und ein wichtiger Baustein war. Wenn ich aber an ihm zurückdenke, fallen mir spontan zwei Partien ein:

1.) Sein Debüt im Heimspiel gegen 1860 München am 1. Spieltag im August 2008. Damals war ich im Stadion in Freiburg, was ja nicht so oft vorkommt. Wie chosen-one vor mir schon schrieb, hatte er mitunter schon eine etwas eigenwillige Art Fußball zu spielen. Erinnere mich noch gut, wie er in seinem ersten Spiel für den SC vor dem heranstürmenden Kucukovic diesen fußballerisch sehr sehenswert ausspielte und ins Leere laufen ließ. Mutige Aktion (gerade bei einem neuen Verein): zum Glück ging das nicht schief, sonst wäre er in einer knappen Partie (der SC gewann damals mit 2:1) der Depp des Spieltags gewesen.

In der Bundesligasaison fällt mir beim Namen Pouplin dann immer die Auswärtspartie in Wolfsburg (2:2 im Dezember 2009) ein, wo er überragend hielt. Zwar musste er zwei Gegentore hinnehmen (aber auch ein Eigentor durch Bastians), alles in allem brachte er die Offensive des damals amtierenden Meisters um Grafite, Dzeko und Misimovic aber zum Verzweifeln. Auch ein Grund, warum Dzeko gegen jeden Bundesligisten (seiner Zeit in Wolfsburg getroffen hat), aber nie gegen den SC zwinker

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