@Piggadilly
Wieso ist Kühn jetzt ein "ehemaliges Bayern Talent"? Der Junge kommt immer noch aus der Region Hannover und hat die längste Zeit seiner Ausbildung bei 96 verbracht.
Ein bisschen mehr Props an unser NLZ bitte.

Ganz einfach: Weil er früher als talentierter Spieler (= Talent) galt, das bei Bayern gespielt hat (= ehemals Bayern). Ist ja also faktisch richtig, auch wenn er den größten Teil seiner Ausbildung nicht bei Bayern durchlief.
Dass bei sowas immer der größtmögliche Verein genannt wird, ist ja Gang und Gäbe, und da ist Bayern in Deutschland eben über Leipzig, Ajax und Hannover.
Ist mir bewusst, hab das ganze ja auch mit einem Augenzwinkern versehen. Trotzdem wäre es fair, wenn die kleineren Vereine auch erwähnt werden. Wirtz hat in Köln gelernt, Woltemade wurde in Bremen ausgebildet, Energie Cottbus hat den jungen Maxi Beier geformt. Darf man erwähnen, wenn diese Spieler ins Rampenlicht kommen.
Die kleinen NLZ´s sind nämlich - in Ermangelung finanzieller Argumente - auf ein positives Image angewiesen.
Das Beispiel Wirtz zeigts doch schon.. Kaum einer pellt sich ein Ei drauf ob er seine Jugend in Köln verbracht hat. Und die meisten wüssten das nicht mal, wenn Köln nicht am Transfer mitverdient hätte.
Es geht darum wo der Spieler zur Weltklasse gereift ist.
Und das Argument "Ja, die Jugendjahre sind die wichtigsten Jahre", zieht da auch nicht. Es gibt unzählige Beispiele, wo Spieler in ihren Jugendjahren alles zerschossen haben und dann im Profi Bereich kein Bein vors andere bekommen haben.
Jude Bellingham war bei Birmingham. Wird das erwähnt? Nein.
Toni Kroos bei Hansa Rostock. Und das Oliver Kahn mal beim KSC war, wissen auch nur Romantiker. Und um bei einem Hannover-Beispiel zu bleiben, ein Niklas Füllkrug war auch mal bei euch. Erinnert sich auch keine Sau mehr dran, weil er erst in Bremen, in Kombination mit dem anderen Stürmer, dessen Name mir gerade nicht einfallen will, überperformed hat.
Nichts gegen die Talentschmiede des Hannover Sportvereins, aber das ist doch sehr, sehr, kleinlich und am Ende sind die Top-Spieler meist über einen Wechsel "den nächsten Schritt" gegangen und dann folglich Weltklasse geworden.
Jedem seine Meinung. Ich finde das ganze nur eben inkonsequent, wenn wir auf der einen Seite ständig die schlechte Jugendarbeit in Deutschland bemängeln uns dann auf der anderen Seite "Kein Ei drauf pellen" wenn der FC Köln ein Übertalent wie Wirtz hervorbringt.
Und dass Köln ihn zum Profifußballer ausgebildet hat, steht ja außer Frage. Leverkusen hat ihn bekanntlich nur wenige Monate nach dem Wechsel schon in der Bundesliga gebracht.
Kühn und Bayern ist das Gegenbeispiel:
F: Hat er da lange gespielt?
A: Nein, nur zwei Jahre.
F: Hat er dort seinen Durchbruch erlebt?
A: Nein, 9 Scorer in 2 Jahren 3. Liga.
F: Haben die Bayern ihm den Schritt in der Profibereich ermöglicht?
A: Nein, er hat für Ajax vorher schon 1,5 Jahre in der 2. Liga gespielt.
Für den NLZ-Pool hat ihn St.Pauli entdeckt, bei Hannover 96 hat er die längste Zeit verbracht, in Leipzig hat er den Leistungsbereich im Jugendfußball durchlaufen und in Amsterdam wurde ihm der Schritt in den Profifußball ermöglicht. Trotzdem ist er das "Bayern-Talent". Logisch.
Ich wollte hier gar keine lange Diskussion anzetteln und bestreite nicht, dass sich dafür wenige interessieren - ich kritisiere es lediglich.









