Afrika

► Afrika-Cup 2015 (Livetalk)

31.12.2014 - 09:30 Uhr
Kommentare zu den aktuell laufenden Spielen wie Aufstellung, Tore und sonstiges bitte hier posten!

Link zum Wettbewerb: http://www.transfermarkt.de/afrika-cup-2015/startseite/pokalwettbewerb/AC15

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Viererkette, Dreierkette, es gibt auch noch Perlenketten. Ich sage, man soll immer das spielen, was man kann. (Jörg Berger †)

Contra: Milliardärbelustigungsfußballgemeinschaften (©)
Zeige Ergebnisse 1-2 von 2.
► Afrika-Cup 2015 (Livetalk) |#1
01.02.2015 - 22:41 Uhr
Tolles Spiel der Algerier ! Da wächst wirklich nach weiter etwas nach. Bentaleb und Taider, wie ich sie vor dem Turnier vorgeschlagen habe, sind wirklich sehr stark gewesen. Brahimi fand ich das Turnier extrem enttäuschend, aber in diesem Spiel war auch er sehr stark. Auch Belfodil fand ich seehr stark, das ist mir bei den Kommentatoren deutlich untergegangen ! Slimani war auch gut, aber Belfodil hat die Bälle halten können und hat wirklich gute Dribblings gezeigt. MBoli fand ich wirklich grottig. Ich weiß nicht, wie ihr das sehr, aber in der WM war er einer der besten Keeper. Wie man sich nur so verschlechtern kann in einem halben Jahr. Ich fass es nicht. Feghouli war auf rechts auch immer ein guter Aktivposten, es tut mir daher wirklich leid um des guten Spiels, dass Algerien ausgeschieden ist. Die Elefanten dagegen haben mich auch in diesem Spiel sehr enttäuscht. Sie waren einfach sehr effizient durch Bony. Trotz des guten Freistoßes von Toure fand ich ihn bislang auch sehr schlecht. Ich weiß nicht, was mit ihm bei der Nationalmannschaft los ist. Schon in der WM war er extrem schwach, aber jetzt im Afrikacup ist das zum Teil erschreckend, wie unterirdisch er spielt. Lässt nur andere laufen und verzettelt sich öfter in Laufduellen ... Naja, trotzdem glückwunsch an die Cote d´Ivoire noch einmal. Ich hoffe irgendwie auf die DR Kongo. Eigentlich habe ich bis gestern noch auch Sympatien für den Gastgeber gehabt, aber das geht so einfach nicht. Wenn sich nicht einmal einige der eigenen Spieler über diesen Sieg freuen, dann sagt das etwas über das Spiel aus (Balboa, Nsue...). Ghana wäre eigentlich auch schön, aber mein Lieblingsteam ist jetzt der Underdog, also die DR Kongo! Cool

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1000. Beitrag am 14.06.2015
2000. Beitrag am 04.06.2016
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4000. Beitrag am 08.07.2018
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► Afrika-Cup 2015 (Livetalk) |#2
08.02.2015 - 14:57 Uhr
Muss auch sagen, dass es für mich alles Andere als ein „Bananenspiel“ um Platz 3 war, um den unglücklichen Ausdruck „meines Freundes“ Lutz Pfannenstiel nochmal aufzugreifen (schöne Zusammenfassung, Breaveheart!). Auch für die Akteure war es kein Solches, selbst wenn in einigen Momenten der allerletzte Einsatz offensichtlich fehlte (das ist auch dem sechsten Spiel in kurzem Zeitraum geschuldet). Indikator für die Bedeutung waren neben den tollen Jubelbildern bei den Leoparden, auch die offensichtliche Enttäuschung bei der Nzalang Nacional. Die hier als emotional unangefasst ständig benannten Beispiele Nsue (strahlte vom ersten Spiel an diese Mimik aus) und Balboa (ok, hatte vermutlich nicht mehr die Motivation ausgraben können) waren klar in der Minderheit. Bei Juvenal flossen bereits mit dem Abpfiff und vor dem Elfmeterschießen dicke Tränen im Wissen die letzte Sekunde für „sein“ Land gespielt zu haben. Er war ja sozusagen seit der ersten Stunde dieses Fussballteams dabei. Spieler wie der abermals starke Rui, Randy oder der Kameruner Ellong Doualla sind hier ebenfalls weit über Zweifel erhaben (die Liste wäre leicht verlängerbar). Auch dem gesperrt fehlenden Ibán wäre mangelnde Einsatzbereitschaft nicht vorzuwerfen. Jedoch fast alles Andere, womit ich mich im „Frohsein“ Ihn nicht nochmal auf dem Platz sehen zu müssen anschließen darf. Der gerade 19 Jahre jung Gewordene (und im Geiste scheinbar noch etwas jünger Gebliebene) schien ebenso wie die „Fans“ mit Erfolg und dem plötzlichen Rampenlicht nicht zurecht zu kommen. Es war aber auch offensichtlich Niemand da der ein Bewusstsein dafür öffnen wollte...
Wenn schon dabei, ein kurzer Exkurs zu den Zuschauern: einerseits waren es weniger aufgrund der sicher strengen Kontrollen, andererseits herrschte nun auch einfach kaum noch Interesse am Spiel. Denn man wird vor Ort tatsächlich davon überzeugt gewesen sein das Turnier zu gewinnen. Als das „Unmögliche“ kurz vor der Pause gegen Ghana dann eintrat entlud sich die in sozialen Komponenten aufgestaute Wut und Enttäuschung. Wie so Vieles was Pfannenstiel erzählt bleibt es mir ein absolutes Rätsel wie er hier ausgerechnet Nigeria als Beispiel für die Seltenheit solcher Vorkommnisse nennen kann. Habe im Nigeria-Thread (nur mit viel Mühe) zählbare Ereignisse aufgeführt in denen genau das passiert was im Halbfinale erfolgte. Aber drifte ab...

Mir persönlich hat das Spiel auch nochmal Spaß bereitet, weil ich gerne herausfinden wollte wer die Hauptlast für die Spielweise der Leoparden trägt. Die gefällt mir am Besten bei diesem Turnier, obwohl man damit wohl nicht den Titel holen kann, wie das Halbfinale bewies. Im Gegensatz zu Ghana und der Elfenbeinküste, die die Hauptlast ihrer Chancen aus Schnellangriffen und Standards erwirken, kommen die Leoparden extrem häufig aus Passstafetten heraus an die Grundlinie oder den Sechzehner (Tunesien, Kongo, auch gestern – immer wieder zu Beobachten...). Hier zeigt sich dann die Schwäche im Gegensatz zu den Finalisten heute Abend. Der letzte Pass oder die Bewegung der Offensivsten zu diesen Bällen hin gelingt schlechter als bei individuell tatsächlich besser besetzten Elefanten und Black Stars. Gleichzeitig wird man hinten anfälliger, da sich mehr Spieler in die Offensive einschalten (müssen), als dies bei den Finalisten der Fall ist.
Gestern schien mir Mabwati der entscheidende Faktor zu sein, da er seine Rolle frei interpretierte, teils schon aus der eigenen Hälfte Angriffe initiierte (überragend zudem seine beiden Solos!). Aufs Turnier betrachtet gelang Ihm das aber nicht immer in dieser Form. Und auch sonst kann man keine konstante Rolle zuweisen. Mulumbu früh verletzt (ein Umstand der den Erfolg der DR Kongo nochmal deutlich anhebt!), Mbemba auch immer mal mit Aufbaufehlern, Makiadi zwar sehr stark, aber auch häufig deutlich abbauend...an Einzelnen kann man es nicht festmachen.
Es bleibt: Florent Ibengé! Zwar konnten Grant und Renard Ihre Teams im Laufe des Turniers durch Systemumstellungen deutlich steigern und ins Finale führen, aber bei einer etwas weniger erfolgsorientierten Sichtweise und leicht romantischer Verklärung rolleyes wird der Coach vom AS Vita Club für mich Trainer des Turniers. Auch wenn nicht Alles klappte (länger spielerische Versuche im Halbfinale mit Kebano und nicht Kabananga für Mbokani hätte ich gerne gesehen...), für mich sind die Leoparden mit und wie Kidiaba: auf und neben dem Platz sehenswert!

PS. Wäre das Turnier ein paar Wochen früher...der Titel „Coach of the year“ (2014) wäre Ibenge auch von Kheïreddine Madoui (ES Sétif), dem er sich im Champions League-Finale ungeschlagen geschlagen geben musste, nicht zu nehmen gewesen...

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"Ich bau' hier nur Sauerampfer an..."
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